Sandro Paufler

Edeka möchte in Bischofswerda bauen

Bischofswerda. In zwei Jahren soll ein moderner Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von 2000 Quadratmeter entstehen.

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Der Edeka Regionalleiter Jan Hašek (links) und der Planer für den Hochwasserschutz ,Dip.-Ing. Maik Hübschmann, stehen vor dem Diska-Standort, wo kommendes Jahr gebaut werden soll.

Der Edeka Regionalleiter Jan Hašek (links) und der Planer für den Hochwasserschutz ,Dip.-Ing. Maik Hübschmann, stehen vor dem Diska-Standort, wo kommendes Jahr gebaut werden soll.

Foto: Sandro Paufler

Am jetzigen Diska Supermarkt an der Stolpener Straße soll Mitte 2024 ein neuer Edeka-Markt entstehen. Das verkündete der Edeka Regionalleiter Jan Hašek bei einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister Holm Große und anwesenden Medienvertretern.

 

Gebäude soll abgerissen werden

 

Geplant ist, einen Vollsortimenter mit einer Ladenfläche von 2000 Quadratmeter neu zu errichten. Dafür soll das bestehende Gebäude abgerissen und der spätere Neubau etwas versetzt in Richtung Beethofenstraße wieder errichtet werden. Für den Neubau wird ein Teil des daneben befindlichen Parkplatzes beansprucht. Das Gebäude wird so konzipiert, dass alle vor Ort ansässigen Mieter mit in den neuen Standort umziehen können. Ziel der Edeka Gruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen ist es, bis Jahresende eine Baugenehmigung zu erhalten, um dann im Frühjahr 2023 mit dem Bau zu beginnen.

 

Herausforderungen beim Hochwasserschutz

 

Große Herausforderungen im Planungsprozess gab es beim Hochwasserschutz: Denn entlang von Flüssen ist ein gesetzlich vorgeschriebener Gewässerrandstreifen von fünf Metern vorgeschrieben. Der Kompromiss mit Planern und Behörden sieht vor, dass aufgrund der Versetzung des Neubaus sogenannte Unterhaltungsstreifen entlang der Wesenitz realisiert werden können. Zudem ist es möglich, eine dort befindliche Engstelle zu entschärfen, damit das Wasser im Falle eines Hochwasserereignisses besser im Flussbett ablaufen kann. Des Weiteren wird die marode Fußgängerbrücke, die den daneben befindlichen Parkplatz und das Freibad miteinander verbindet, abgerissen. Dafür entsteht eine neue und deutlich höher gelegene Fußgängerbrücke am anderen Ende des Marktes.

 

Kein Nahversorger für 18 Monate

 

Für das gesamte Projekt investiert der Lebensmittelhändler einen zweistelligen Millionenbetrag. Allerdings hat auch dieses ehrgeizige Vorhaben seinen Preis, denn aufgrund des Baus mit den entsprechenden Baulaufzeiten wird es nach dem Baubeginn für eineinhalb Jahre keinen Nahversorger geben. Die Ausnahme bildet der ansässige Bäcker und Fleischer, die vor Ort bleiben werden.