Rainer Könen/mmi

»Diese Institution gehört zur Stadt«

Kamenz. Das neue Wirtschaftsgebäude des Kamenzer Kleintiergeheges an der Feigstraße wurde nun eröffnet.

Bilder

Das ging schnell: Nach nur rund fünfmonatiger Bauzeit wurde am Dienstag das neue Wirtschaftsgebäude des Kamenzer Kleintiergehege an der Feigstraße von Oberbürgermeister Roland Dantz (parteilos) eröffnet. Dantz wies auf den hohen Stellenwert des Kleintiergeheges für die Bevölkerung hin. »Diese Institution ist mit Herz und Seele unserer Stadt verbunden«, so der Oberbürgermeister. Rund 260.000 Euro investierte die Stadt Kamenz in diese Anlage, inklusive Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro. Das neue, mit Holz verkleidete Wirtschaftsgebäude, ist doppelt so groß wie der Vorgängerbau, der abgerissen wurde.

Das Futter für die rund 30 Tiere wird nun in einer mit Edelstahlmöbeln ausgestatteten Futterküche zubereitet, ein Raum ist für die Aufbewahrung von Arbeitsgeräten vorgesehen. Für die Mitarbeiter der Kommunalen Dienste Kamenz (KDK) steht ein eigener Personalraum zur Verfügung. Neu im Wirtschaftsgebäude: Neben einer Personal- gibt es dort eine behindertengerechte Besuchertoilette

Bürgermeister Dantz hob bei der Eröffnung das Engagement der KDK-Mitarbeiter hervor, die sich um die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstandene Parkanlage und die dort untergebrachten Tiere kümmerten. Dazu gehören neben Ziegen, Goldfasanen auch Emus und Brahmahühner. Auch wies Dantz auf die Bedeutung eines Kleintiergeheges in der heutigen Zeit hin. In einer Stadt mit 19 Ortsteilen brauche man ein solches, zumal die Kleintierhaltung in der Lessingstadt in den vergangenen Jahren zurückgegangen sei. Denn: »Hier können Kinder, aber auch Erwachsene, mit Kleintieren in Kontakt kommen«, so Dantz weiter.

Die Stadt hatte die von den Kamenzern auch als Ziegenpark bezeichnete Anlage bereits vor drei Jahren mit einem Spielplatz verschönert. Mit der Eröffnung des neuen Wirtschaftsgebäudes wurde im Kleintiergehege der zweite Bauabschnitt abgeschlossen. Als nächstes soll der Eingangsbereich gepflastert werden, barrierefrei sein. Die Umbauarbeiten im Kleintiergehege sind Teil einiger Investitionsmaßnahmen im Kamenzer Gründerzeitviertel. Weitere sind geplant, schließlich bereitet sich die Stadt auf die 800-Jahr-Feierlichkeiten in drei Jahren vor. 2025 will man den Besuchern zeigen, dass Kamenz eine moderne Stadt in der Region ist. Mit einem kleinen, sehenswerten Kleintiergehege.


Meistgelesen