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Budissa Bautzen sucht Nachwuchstrainer

Bautzen. Im Interview erklärt das Vorstandsmitglied Denny Krause, wie aufregend der Job als Trainer sein kann und was man für diesen Job mitbringen muss

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Vorstandsmitglied und Kleinfeldkoordinator Denny Krause im Interview.

Vorstandsmitglied und Kleinfeldkoordinator Denny Krause im Interview.

Foto: Peter Stange

Du trainierst die E2-Junioren. Worauf kommt es in dieser Altersklasse an und worauf legst du im Training wert?

In der E-Jugend haben die Spieler in der Regel schon einige Jahre im Jugendfußball verbracht und befinden sich im Übergang vom Spiel- zum Lernalter. Sie durchlaufen eine bedeutende Entwicklungsstufe, bei der auch die Persönlichkeit weiter ausgebildet wird. Man muss sich als Trainer bewusst sein, dass man es nicht mit kleinen Kindern zu tun hat, sondern mit Fußballern, die lernen wollen. Wichtig in dem Alter ist die körperliche und psychische Weiterentwicklung, die Orientierung an Vorbildern und die Förderung der Bewegungs- und Spielfreude. Mir ist zudem wichtig, den Spielern ein gesellschaftliches Verhalten, wie Disziplin, Ordnung und Respekt zu vermitteln. So binde ich sie auch beim Putzen der Kabinen oder beim Aufräumen von Trainingsmaterial ein.

 

Der DFB möchte mit der Spielform „Funino“ den Fußball im Kleinfeldbereich reformieren. Was ist „Funino“ und was sind die Besonderheiten bei diesem Spiel? Funino ist eine Spielform mit 4 Minitoren, bei dem sich jeweils drei Spieler jeder Mannschaft gegenüberstehen. Dabei sind alle Kinder im Spiel involviert und integriert. Funino ist durch viele Ballkontakte, 1 gegen 1-Situationen, Dribblings und offensiven und defensiven Aktionen geprägt. Die Kinder müssen dabei ständig ändernde Situationen wahrnehmen. Ich persönlich bin bis zur F-Jugend ein Fan dieser Idee. Ab der E-Jugend, wo es auch auf die Entwicklung von Torhütern und im Übergang zur D-Junioren auch auf ein Zusammenspiel als Team ankommt, sehe ich das normale Spiel als sinnvoller.

 

Du engagierst dich ehrenamtlich mittlerweile seit Mitte 2021 im Vorstand. Was sind da deine Aufgaben und wie blickst du auf die vergangene Zeit zurück?

Ich wollte mein Engagement ausbauen und mehr für unseren Verein tun und freue mich immer noch sehr über die Wahl zum Vorstandsmitglied. Zuständig bin ich für den Kleinfeldbereich des Vereins sowie den Scoutingbereich. Als Leiter des Kleinfeldbereichs koordiniere ich die Mannschaften der G- bis D-Jugend. Ich stehe im engen Austausch mit allen Trainern und versuche bei Problemen die Situationen zu lösen. Als Leiter des Scoutingbereichs teile ich dem Scout Spiele und Turniere im Jugendbereich mit, die er sich dann anschaut. Im Nachgang werten wir dann gemeinsam aus. Die FSV Budissa Bautzen ist ein Aushängeschild in der Region. Mit unserem Nachwuchszentrum Humboldthain, dem DFB-Stützpunkt und unserer D1-Mannschaft in der Talentliga bieten wir bestmögliche Angebote und Trainingseinheiten zur individuellen Entwicklung jedes einzelnen Spielers. Für junge talentierte Spieler sollte es Ansporn sein, einmal bei uns im Verein zu spielen, um den Sprung auf eine der sächsischen Sportschulen oder den Sprung in die 1. Männermannschaft zu schaffen. Wir haben uns im Vorstand schnell kennengelernt und uns strukturiert. Wir sind zu einem eingespielten Team zusammengewachsen.

 

Der Verein sucht ständig nach neuen Nachwuchstrainern. Wie bist du dazu gekommen und was sollte man für diese Arbeit mit Kindern mitbringen?

Ich war 17 und hatte damals in der B-Jugend gespielt, da wurde ein Co-Trainer für die E-Jugend gesucht. Ich dachte mir: „Wieso nicht?“ und habe den Posten angenommen. Stück für Stück habe ich dann angefangen das Training zu leiten und hatte gutes Feedback von Trainern und Eltern. Mir hat es Spaß gemacht zu sehen, wie sich die Kinder sportlich weiterentwickeln und das Training wirkt. Mein Wissen weiterzugeben und Fortschritte in den einzelnen Trainingseinheiten zu sehen, spornt mich täglich an, mein Wissen selbst stets auszubauen, um den Kindern noch mehr mit auf ihre sportliche Laufbahn zu geben. Kinderfreundlich, offen und tolerant, Spaß daran haben, Wissen weiterzugeben, fußballerische Erfahrung und eine gewisse Kommunikationsstärke sollte bei der Arbeit mit Kindern vorhanden sein.

 

Wie lautet dein Argument, das jedem Interessierten davon überzeugen kann, Nachwuchstrainer zu werden?

Kinder zu entwickeln, seine Handschrift zu geben und zu sehen, wie sie gelernte Inhalte umsetzen ist unvergesslich und einzigartig. Wenn ein Spieler mal den Sprung in den Profibereich schafft, kann man sagen: „Diesen Spieler habe ich mal ausgebildet“. Ein unglaublich starkes Team wartet auf jeden Trainer.

 

Weitere Infos gibt´s hier.