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» Wir arbeiten am Berufsbild Maurer 2.0«

Drebkau. Erfolgreicher Test von arbeitnehmerfreundlicher Bautechnologie´bei Wohnungsbau-Projekt im Schlosspark Raakow

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Landrat Harald Altekrüger, die Bauherren Sandro und Torsten Koalick, Jan Muschka, Direktor Firmenkunden Sparkasse Spree-Neisse, Bauunternehmer Christof Lehmann (v.l.n.r.) auf der Baustelle des Wohnungsbau-Projekts im Schlosspark Raakow.

Landrat Harald Altekrüger, die Bauherren Sandro und Torsten Koalick, Jan Muschka, Direktor Firmenkunden Sparkasse Spree-Neisse, Bauunternehmer Christof Lehmann (v.l.n.r.) auf der Baustelle des Wohnungsbau-Projekts im Schlosspark Raakow.

Foto: Tudyka.PR

Das Wohnungsbau-Projekt im Schlosspark Drebkau-Raakow, bei dem bereits 2019 erstmalig die Technologie vorgefertigter Wandelemente genutzt wurde, ist vorangeschritten. Das Unternehmen Bau-Lehmann aus Eichow aus Kolkwitz testet dort in Kooperation mit dem Baustoffproduzenten Xella aus Duisburg und dessen Markte Ytong die Anwendung von individuell gefertigten Systemwandelementen. Für die Bauleute bedeutet das eine Art Hausbau, die körperlich erheblich weniger belastend ist und dennoch schneller geht. Für Bauunternehmer Christof Lehmann die Möglichkeit, einerseits der gestiegenen Nachfrage effizient zu begegnen und dabei dennoch seine Fachkräfte zu schonen. »Die Zukunft liegt in der Vorfertigung – auch aus Personalgründen. Wir arbeiten am Berufsbild Maurer 2.0. Denn ein Maurer, der sein Leben lang in diesem Beruf arbeitet, bewegt mit seiner Körperkraft durchschnittlich 2,5 Tonnen Material am Tag. Das ist kaum mit voller Leistungskraft und gesund bis zum Rentenalter durchzuhalten. Das möchte ich ändern.«

Bauherrn Torsten Koalick wurde deutlich, dass sein Bauvorhaben tatsächlich schneller als gewöhnlich umgesetzt wird. Der Vertreter des Baustofflieferanten Bernd Manigk freute sich, dass die Kooperation mit Bau-Lehmann auch an dieser Stelle Früchte trug. »Diese Baustelle ist ein Pilotprojekt und einmalig in der Lausitz«, so der Gebietsleiter für Ytong und Silka-Baustoffe von Xella. »Bislang hat alles sehr gut funktioniert. Die praktische Anwendung hier zeigt, dass diese Bauweise die richtige Antwort auf den Markt ist. Gut, dass es Unternehmer wie Christof Lehmann gibt, die immer Interesse an neuesten Entwicklungen zeigen und auch bereit sind, das Risiko für Praxistests zu übernehmen.«

Geplant wurde das Projekt durch den renommierten Cottbuser Architekten Martin Strauss, der darauf verweist, dass mit dem U-förmigen Grundriss der Gesamtbebauung bewusst der alte Wirtschaftshof des Raakower Schlosses, der sich einst dort befand, nachgezeichnet wurde. "Dadurch wird das Schloss wieder aufgewertet und die Sichtachse bewahrt bzw. wieder hergestellt", so Martin Strauss. Der Innenhof des Gebäudeensembles stellt zudem Ruhe her und wird als Freiluft-Aufenthaltsort für die zukünftigen Bewohner aufgewertet. "Damit", betont der Architekt, "ist das Beachten historischer Aspekte und die Denkmalpflege auch Teil der Wohnqualität." Auch für ihn ein besonderes Projekt.

Das Besondere an dem Bau ist außerdem das Prinzip des Baus im Bau. Die Wohnungen sind zwar in einem Mehrfamilienhaus integriert, kommen aber durch einen eigenen Eingang und mehretaige Aufteilung eher dem Wohngefühl eines Eigenheims gleich.

Nun fand das Richtfest für den zweiten Bauabschnitt statt. Ursprünglich waren wie beim ersten Bauabschnitt 22 Senioren-Wohnungen mit reduziertem Grundriss vorgesehen. Die Nachfrage, so Bauherr Torsten Koalick, hat sich jedoch geändert. Nun entstehen statt 22 nur noch zwölf Wohnungen, dafür aber familiengerecht mit größerer Wohnfläche und weiteren Räumen. »Wir freuen uns, dass trotz Materialmangel und Baupreiserhöhungen wie geplant und vereinbart auch der zweite Bauabschnitt weitergeführt werden kann«, so Christof Lehmann. Die Nachfrage nach den Wohnungen ist groß. Sind die Wohnungen im ersten Haus bereits vermietet, gab es zum Richtfest des zweiten Hauses bereits neun Reservierungen.

Auch Landrat Harald Altekrüger freut sich über diese Investition in hochwertiges Wohnen: »Drebkau hat Zukunft – auch Dank der Kraft und des Mutes der Unternehmerfamilie Koalick, hier zu investieren und Dank der Qualität durch Bau-Lehmann.«