hg

Wer wird der neue Landrat im SPN-Kreis?

Für die am 22. April anstehende Landratswahl bewerben sich vier Kandidaten um das Amt im Landkreis Spree-Neiße.
Bilder

Alle acht Jahre wird der Landrat von Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises gewählt. Er ist Repräsentant des Landkreises, Leiter der Kreisverwaltung, Mitglied des Kreistages und  Vorsitzender des Kreisausschusses. Der Landrat vertritt den Landkreis Spree-Neiße nach außen.
WochenKurier gibt allen Kandidaten die Möglichkeit sich vorzustellen. In dieser Ausgabe sprechen Harald Altekrüger (CDU) und Matthias Loehr (Die Linke) über Vorstellungen und Ziele. Harald Altekrüger (CDU)
Seit acht Jahren bin ich Landrat für unsere Bürgerinnen und Bürger. Es wurde viel erreicht und es gibt noch viel zu tun: Mit neuen Ideen möchte ich noch mehr erreichen und arbeite dynamisch weiter. Die Wirtschaft und gute Arbeitsplätze für die Region bleiben prioritär. Die heimische Braunkohle ist nach wie vor von großer Bedeutung. Die innovative Technik und das umfangreiche Wissen und Können der Arbeitskräfte werden weiterhin gebraucht. Die Energiewende und der Strukturwandel müssen mit Maß erfolgen. Die Rückkehrerförderung und die Ausbildungsoffensive werde ich ausweiten, um dem Fachkräftemangel weiter zu begegnen. Die örtlichen Betriebe möchte ich untereinander vernetzen und Kooperationen zu Schulen herstellen. Der konsequente Breitbandausbau hat mit mir begonnen und ist bis zum Jahr 2020 abgeschlossen. Mit der Einführung eines kostenfreien Schülerverkehrs entlaste ich Eltern finanziell. Der ÖPNV (Bus und Bahn) ist zu verstärken. Mobilität und Barrierefreiheit – gerade auch im ländlichen Raum – werden verbessert. Das Straßennetz wird erhalten und ausgebaut. Rettungswachen werde ich neu bauen, beginnend mit Peitz und Spremberg. Dem Ärztemangel ist mit Anreizen durch Subventionen entgegenzuwirken, um eine flächendeckende Gesundheitsversorgung für alle Menschen zu gewähren. Mit mir bleiben alle Schulstandorte erhalten. Zudem wird eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe im ländlichen Raum errichtet. Kultur und Ehrenamt werden weiterhin unterstützt. Denn sie sichern ein sinnstiftendes und friedvolles Miteinander. Die Pflege des sorbisch/wendischen Brauchtums ist bei mir in guten Händen. Zugewanderte Menschen müssen sich integrieren. Wichtig sind das Erlernen der deutschen Sprache und die Akzeptanz unserer Kultur und Gesetze. Ich stehe für eine moderne, bürgernahe und transparente Verwaltung. Die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger beziehe ich ein, zukünftig auch mittels Online-Befragungen. Matthias Loehr (Die Linke)
Mir liegt eine gute und enge Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Städten und Gemeinden des Landkreises, der Stadt Cottbus sowie den Nachbarkreisen sehr am Herzen. Leider sind unsere vorhandenen Strukturen oftmals zu kleinteilig, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Wir brauchen mehr interkommunale Kooperationen u.a. in den Bereichen öffentlicher Nahverkehr, Rettungsdienst, Arbeitsmarkt sowie Abfallwirtschaft. Zudem bedarf es dringend einer gemeinsamen Schulentwicklungsplanung zumindest für Spree-Neiße und Cottbus. Der öffentliche Streit um die Gründung einer Gesamtschule mit Abitur und das Versagen von Landrat Altekrüger und Bildungsdezernent Kostrewa haben viele Enttäuschungen produziert. Ausgangspunkt für solche Entscheidungen darf allein das Wohl unserer Kinder sein, mit dem Ziel Fahrtzeiten zu minimieren. Die wirtschaftliche Vermarktung von Cottbus und Spree-Neiße muss endlich zusammengeführt werden. Ich stehe für eine gemeinsame Wirtschaftsförderung mit Sitz in Forst (Lausitz). Der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist intensiv fortzusetzen. Eine funktionierende Wirtschaft braucht auch die weichen Standortfaktoren. Dazu gehören u.a. eine bunte Kitalandschaft, ein gutes Schulsystem, vielfältige Kulturangebote, ein funktionierender Nahverkehr sowie eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung. Ich werbe für eine elternbeitragsfreie und gut funktionierende Schülerbeförderung und kämpfe für die Abschaffung der Grundgebühren in unseren Kitas. Dafür brauchen wir einen fairen Dialog mit den Verantwortungsträgern in den Kommunen zur  Höhe der Kreisumlage. Mein Ziel ist es, in Zukunft mehr Geld für freiwillige Aufgaben sowohl in den Kommunen als auch im Kreis zur Verfügung zu haben. Gesundheit, Bildung und Mobilität sind klare Prioritäten. Dafür werde ich mich mit aller Kraft einsetzen.


Meistgelesen