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Spremberger Stausee: Gesundheitsgefahr durch Blaualgen

Spremberg. Allgemeinverfügung des Landkreises untersagt Aufenthalt in und auf Teilen der Talsperre.

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Badeverbot - Gesundheitsgefahr durch Blaualgen.

Badeverbot - Gesundheitsgefahr durch Blaualgen.

Foto: Ischeffler/ Pixabay.com

Mit sofortiger Wirkung hat der Landkreis Spree-Neiße eine Allgemeinverfügung über das Verbot des Badens und weiterer Nutzungen in und auf der Talsperre Spremberg erlassen. Betroffen von dem Verbot ist der Bereich innerhalb von zwei Metern wasserseitig vor dem Ufer der Talsperre. Weiterhin gilt das Verbot für den Bereich von der Staumauer der Talsperre südlich bis zum Ende des Badestrandes des Spree-Camps ("Bagenzer Seite") auf dem Gebiet der Gemeinde Neuhausen/ Spree.

Die am Freitag, dem 10. Juni, durch das Gesundheitsamt des Landkreises entnommenen Wasserproben an der Talsperre wurden am selben Tag in ein Labor zur Untersuchung eingereicht. Am Dienstag, den 14. Juni wurde ein massenhaftes Auftreten von Oscillatoriabakterien festgestellt. Es handelt sich dabei um eine Unterart der Cyanobakterien, die umgangssprachlich auch als Blaualgen bezeichnet werden. Durch den Kontakt mit stark blaualgenhaltigem Wasser können Symptome, wie Haut- und Schleimhautreizungen, allergische Reaktionen oder auch Magen-Darm- und Atemwegserkrankungen hervorgerufen werden. Weitere gesundheitliche Risiken bestehen beim Verschlucken von insbesondere größeren mit Blaualgen belasteten Wassermengen. Obwohl Oscillatoria nicht zu den giftigsten Cyanobakterienarten zählt, liegt eine Gefahr für die Gesundheit von Badegästen, Wassersportlern, Surfern, Bootsfahrern, Wasserskifahrern und Anglern vor. Mit dem Bade- und Wassersportverbot sollen derartige Gesundheitsgefahren abgewandt werden.

Auch für Haustiere, insbesondere für Hunde sind Cyanobakterien, insbesondere der Gattung Oscillatoria, gefährlich. Halter sollten im Interesse des Tierschutzes darauf achten, dass ihre Hunde und sonstigen Haustiere in dem genannten Bereich angeleint sind, nicht in der Talsperre schwimmen und insbesondere dort kein Wasser trinken.

Die vollständige Allgemeinverfügung finden Sie unter www.lkspn.de sowie im Amtsblatt Nr. 22 unter https://www.lkspn.de/media/file/amtsblatt/2022/22-_amtsblatt.pdf .