pm/kun

Spremberg und LEAG kooperieren für Powerhouse

Spremberg. Für den Wandel der Energieregion Lausitz vom Braunkohlenrevier zum künftigen grünen Powerhouse Deutschlands und für den damit verbundenen Aufbau der LEAG-GigawattFactory wollen das Energieunternehmen LEAG und die Stadt Spremberg künftig zusammenarbeiten.

Bilder
Thorsten Kramer, Christine Herntier und Andreas Bränzel mit der unterzeichneten Absichtserklärung.

Thorsten Kramer, Christine Herntier und Andreas Bränzel mit der unterzeichneten Absichtserklärung.

Foto: Konstanze Schirmer/Stadt Spremberg

Das haben Bürgermeisterin Christine Herntier, der LEAG-Vorstandsvorsitzende Thorsten Kramer und der Vorsitzende der Spremberger Stadtverordnetenversammlung, Andreas Bränzel, mit ihren Unterschriften unter einer gemeinsamen Absichtserklärung bekräftigt und durch die Stadtverordneten beschließen lassen.

Konkret wollen beide Parteien bei der Nutzung geeigneter Flächen im Spremberger Stadtgebiet, darunter auch Dachflächen, für erneuerbare Stromerzeugung sowie beim Aufbau der notwendigen Infrastruktur für die künftige Energieversorgung kooperieren. Die Stadt Spremberg sichert der LEAG darüber hinaus ihre Unterstützung bei der Entwicklung von Solar- und Wind-Park-Projekten in der Bergbaufolgelandschaft auf dem Territorium der Stadt zu.

Ein erstes Projekt wurde von der Stadtverordnetenversammlung bereits im Juli mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan »Hühnerwasser/Wolkenberg« auf den Weg gebracht. Einen weiteren Solarpark will die LEAG auf den östlich davon liegenden PV-Potentialflächen entwickeln.

 

»Das Potential liegt direkt vor unserer Haustür«

»Wir sollten den unvermeidlichen Strukturwandel in der Lausitz als eine einmalige Riesen-Chance begreifen und sie rechtzeitig und gemeinsam nutzen, um Strukturbrüche zu vermeiden und die Wirtschaftskraft dieser Region zu erhalten und zu stärken«, ist sich LEAG-Chef Thorsten Kramer sicher. »Das Potential für das in Deutschland einzigartige Projekt der GigawattFactory liegt direkt vor unserer Haustür: der große Flächenschatz der Bergbaufolgelandschaften, die Verknüpfung von erneuerbarer Stromerzeugung und Stromspeichern, für die die BigBattery am Standort Schwarze Pumpe ein erstes Beispiel ist, und die technologische Entwicklung der Wasserstofferzeugung und -nutzung, die wir auch in Spremberg gemeinsam vorantreiben wollen.«

Bürgermeisterin Christine Herntier sieht in der Schaffung der Voraussetzungen für die künftige Nutzung erneuerbarer Energien eine große Chance für die Stadt Spremberg und die gesamte Region: »Mit dem Vorhaben entsteht in Spremberg/Grodk ein Vorzeigeprojekt für den Strukturwandel in der Lausitz.«

Vereinbart ist in der Absichtserklärung zwischen Spremberg und der LEAG auch die Zusammenarbeit bei der Entwicklung einer Elektro-Ladeinfrastruktur sowie eine Standortentwicklung, die im Rahmen des Wasserstoff-Region-Lausitz-Projektes die Ansiedlung eines Elektrolyseurs und einer Wasserstoff-Tankstelle im Spremberger Stadtgebiet zum Ziel hat.


Meistgelesen