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So geht‘s mit dem Krankenhaus weiter

Spremberg. Das Krankenhaus muss am Leben bleiben. Darin waren sich die Stadtverordneten einig und stimmten in der Versammlung am 7. Dezember geschlossen für ein neues Sanierungskonzept und für die Aufnahme eines Darlehens seitens der Stadt Spremberg in Höhe von fast vier Millionen Euro.

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Parteiübergreifend stimmten die Stadtverordneten für ein neues Sanierungskonzept für das Spremberger Krankenhaus.

Parteiübergreifend stimmten die Stadtverordneten für ein neues Sanierungskonzept für das Spremberger Krankenhaus.

Foto: Konstanze Schirmer/Stadt Spremberg

Wie soll es nun weitergehen? Der Generalhandlungsbevollmächtigte im Schutzschirmverfahren des Spremberger Klinikums, Dr. Mark Boddenberg, erläuterte das neue Konzept: Demnach bleibt die Grundversorgung erhalten, doch der ambulante Bereich soll vor allem durch Aufstockung mit neuen Ärzten, z.B. in der Orthopädie oder Inneren Medizin, aufgewertet werden. Wenn es gelingt, das Krankenhaus in ein ambulant-stationäres Versorgungszentrum umzubauen, hat der Standort Spremberg eine Zukunft. Außerdem ist geplant, eine psychiatrische Fachklinik aufzubauen. All das wird mit personellen Umbesetzungen einhergehen. Das brauche mindestens zwei Jahre Zeit. Mit dem guten Willen des Personals, der vorhandenen guten Infrastruktur und der neuen Verteilung der Gesellschafteranteile stünden die Zeichen allerdings gut.

"Wir danken der Stadt Spremberg und den Mitarbeitenden des Hauses für ihr Engagement bei der Weiterentwicklung des Gesundheitsstandorts," so Michael Zaske, Abteilungsleiter für den Bereich Gesundheit im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.

 

Krankenhaus-Mitarbeiter applaudieren nach Abstimmung

Die Anteile der Stadt belaufen sich künftig auf 80 Prozent, die des Fördervereins auf 20 Prozent. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte der Gewährung eines Darlehens in Höhe von 3,75 Millionen Euro zu. Diese Summe entspricht in etwa zehn Prozent des städtischen Haushalts.

Die zahlreich erschienenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spremberger Krankenhauses im Publikum nahmen die Entscheidung des Stadtparlaments positiv auf und applaudierten nach der Abstimmung.

Am 12. Januar wird es eine außerordentliche Stadtverordnetenversammlung geben, in der über die Anpassung des Gesellschaftervertrages sowie den Darlehensvertrag abgestimmt wird.


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