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Neu im Kreisfeuerwehrverband

Zum Jahreswechsel hat der Kreisfeuerwehrverband ein neues Mitglied bekommen: Die Betriebsfeuerwehr der Glasmanufaktur Brandenburg GmbH (GMB) in Tschernitz. Das erleichtert die Zusammenarbeit mit den umliegenden freiwilligen Feuerwehren bei Einsätzen und Ausbildungen.
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Im Oktober fanden Gespräche zwischen dem KFV, der Kreisbrandmeisterei und der GMB Glasmanufaktur Brandenburg GmbH statt. Auf dem Foto zu sehen sind Robert Buder, Vorstandsvorsitzender KFV, René Arndt, Rüdiger Hirsch, Karsten Zeisig und Kreisbrandmeister Stefan Grothe. Foto: Holger Bialek/KFV

Im Oktober fanden Gespräche zwischen dem KFV, der Kreisbrandmeisterei und der GMB Glasmanufaktur Brandenburg GmbH statt. Auf dem Foto zu sehen sind Robert Buder, Vorstandsvorsitzender KFV, René Arndt, Rüdiger Hirsch, Karsten Zeisig und Kreisbrandmeister Stefan Grothe. Foto: Holger Bialek/KFV

Im Zuge der Zusammenarbeit in der alltäglichen Gefahrenabwehr sind die Betriebsfeuerwehren im Landkreis Spree-Neiße ein starker und verlässlicher Partner, so Kreisbrandmeister Stefan Grothe. Auch der Vorstandsvorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Spree-Neiße e.V., Robert Buder, sieht in der Integration der Betriebsfeuerwehren eine Entlastung für die ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen. Die vorhandenen Ressourcen in der taktischen Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung müssen gemeinschaftlich genutzt werden, so Buder weiter. Innerhalb des Landkreises Spree-Neiße gibt es mit der Biomassehof Wonneberger GmbH, Dussmann Service Deutschland GmbH Standort Guben und der Glasmanufaktur Brandenburg GmbH in Tschernitz drei Betriebsfeuerwehren, welche in unterschiedlicher Art und Weise die örtlichen Feuerwehreinheiten unterstützen. So war das Großtanklöschfahrzeug des Biomassehofes Wonneberger beispielsweise schon oft bei Waldbränden außerhalb des Betriebsgeländes im Einsatz. Bei der GMB Glasmanufaktur Brandenburg GmbH engagieren sich von den rund 300 Mitarbeitern 23 in der Betriebsfeuerwehr. Ihnen stehen ein Tanklöschfahrzeug W50 und ein mittleres Löschfahrzeug zur Verfügung, das neben Wasser auch mit Gerät für die technische Hilfeleistung ausgestattet ist. GMB in Tschernitz ist das größte Werk für strukturiertes Solarglas in Europa und das älteste Solarglaswerk weltweit. Hier werden auf hochautomatisierten Anlagen bis zu 10 Mio. m2 hochwertiges eisenarmes Glas für Solaranlagen hergestellt. Zusätzlich wird hier seit 2013 auch Glas für Gewächshäuser produziert. Deshalb ist es auch für die umliegenden Feuerwehren wichtig, wie sie im Ernstfall die Betriebsfeuerwehr unterstützen können, sollte es einmal einen größeren Einsatz auf dem Gelände geben. Karsten Zeisig, Leiter Produktion und Technik bei GMB, sieht deshalb in der gemeinsamen Ausbildung einen der größten Vorteile der Kooperation. So wissen beide Feuerwehren, wie die jeweils andere arbeitet. Und: Natürlich liegt es für Angehörige der Betriebsfeuerwehr nahe, sich auch in der freiwilligen Feuerwehr ihres Wohnortes zu engagieren. Dadurch steigt die Einsatzfähigkeit der umliegenden Wehren. Eine klassische Win-Win-Situation. Mit dem Beitritt in den Kreisfeuerwehrverband wird nun auch die bereits gut funktionierende Zusammenarbeit mit der Betriebsfeuerwehr von GMB in Tschernitz verfestigt und ausgebaut durch z.B.:

  • Aus- und Fortbildungsmaßnahmen der Mitglieder der Betriebsfeuerwehr GMB
  • Unterstützung des Sachgebietes Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Spree-Neiße
  • Einbindung der Betriebsfeuerwehr in die örtliche Gefahrenabwehr sowie die der Freiwilligen Feuerwehren innerhalb des Betriebsgeländes
  • technische Ausstattungen der Betriebsfeuerwehr, wie u.a. die Möglichkeit der Ausstattung mit Digitalfunkgeräten
Gerade der letzte Punkt ist wichtig, damit sich die Kräfte der öffentlichen und betrieblichen Feuerwehr im Einsatz auch schnell verständigen können. Dazu bedarf es allerdings noch der Unterstützung des Landes, so Kreisbrandmeister Stefan Grothe.