Dany Dawid

Lausitzer Museumsnächte

Die Lausitzer Museumsnächte starten am Samstag, dem 1. September in die 14. Auflage. Unter dem Motto: »In Stein gemeißelt - Museen und ihre Gebäude« präsentieren sich 30 verschiedene Museen.
Bilder
Für die Museumsnächte geben Landrat Harald Altekrüger sowie die Vertreter der mitwirkenden musealen Einrichtungen nun den Startschuss. Foto: Lausitzer Museenland

Für die Museumsnächte geben Landrat Harald Altekrüger sowie die Vertreter der mitwirkenden musealen Einrichtungen nun den Startschuss. Foto: Lausitzer Museenland

Neu ist, dass in diesem Jahr nicht nur eine einzige Museumsnacht stattfindet, sondern sich die Gelegenheit bietet, an den Wochenenden vom 1. bis zum 23. September Museen, technische Denkmäler und Kultureinrichtungen des »Lausitzer Museenlandes« zu besuchen. Sven Vogt, Koordinator des Arbeitskreises Lausitzer Museenland erwähnt: »Da es an nur einem Wochenende unmöglich ist zu allen Einrichtungen zu fahren, haben wir uns überlegt, die Museumsnächte an vier Wochenenden zu veranstalten.« Die Besucher erwartet ein interessantes Programm. Besondere Führungen, Konzerte, Mitmach-Aktionen, Lesungen, Filmvorführungen, und historische Rundgänge werden angeboten.  Los geht es am Samstag, dem 1. September bei dem Gubener Appelfest mit einer Zaubershow des Zaubermeisters Hartmut, der ab 15 Uhr auf der Festwiese, dem ehemaligen Werkhof der Wilk’schen Hutfabrik vor dem Stadt- und Industriemuseum, Überraschungen aus seinem Hut zaubert. Im Rahmen des Brunnenfestes in Drebkau laden die Organisatoren der Sorbischen Webstube zu einer Sonderausstellung ein. Im urigen Museumshof wird Handwerk, wie Spinnen und Weben, vorgeführt. Im Heimatmuseum Dissen liest der Schauspieler Michael Becker aus seinen eigenen Geschichten. Kaffee und Kuchen werden dort bei musikalischer Begleitung angeboten. Geschichten »Von der alten Schule zum Heimatmuseum« gibt es im Wendisch-Deutsches Heimatmuseum in Jänschwalde zu hören. Am »Pulverturm« in Peitz lädt der Historische Verein zu einer besonderen Führung zur Peitzer Geschichte von der Bronzezeit bis zur Zeit Friedrichs des Großen ein. Eine Ausstellung des Fotografen Lars Wiedemann zeigt »Spuren im Stein«. Die Cottbuser Autorin Franziska Steinhauer liest im Erlebnispark Teichland aus ihrem Kriminalroman »Kumpeltod«. Die Groß Kölziger laden zu einer Veranstaltung rund um das Vereinsleben in der Zeit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert ein. Im Niederlausitzer Heidemuseum in Spremberg wird die Sonderausstellung »Lebenswege« eröffnet. Im Feuerwehrmuseum in Welzow können alle Interessierten eine Mitmach- und Erlebnisveranstaltung besuchen. Eine bunte Mischung aus Feuerwehrtechnik zum Anschauen, Anfassen und Mitmachen lädt auf Gelände des Gewerbe- und Industrieparks. Am Sonntag, dem 2. September erwartet Geschichtsinteressierte eine Sonderausstellung zum Thema »Gesticktes« im Sacroer Dorfmuseum. Die Veranstaltungsorte und das komplette Programm der Museumsnächte vom 1. bis 23. September ist unter www.lausitzer-museenland.de abrufbar. Hintergrund: Die Museen im Landkreis Spree-Neiße bewahren und pflegen das natürliche und kulturelle Erbe der Sorben/Wenden, des Bergbau, der früheren Industriestandorte und des Spreewaldes.  Die 30 musealen Einrichtungenverstehen sich als Orte lebendiger Auseinandersetzung zwischen Geschichte und Gegenwart.  2006 wurde ein museales Netzwerk initiiert - das »Lausitzer Museenland«.  Durch die Vernetzung musealer Aktivitäten ist es den Museen dadurch möglich, wissenschaftlichen und kulturellen Anforderungen gerecht zu werden.