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Krebskranke Denise: „Ich bin noch lange nicht fertig!“

Das Schicksal der Forsterin Denise bewegt seit gut einer Woche zahlreiche Menschen, mittlerweile in ganz Deutschland. Die 40-Jährige ist zum dritten Mal an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Über die schwere Diagnose aber auch die Unterstützung und Zuversicht konnte WochenKurier exklusiv mit ihr sprechen.
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Bereits am Donnerstag vergangener Woche startete vor allem auf Facebook eine große Kampagne, einen Stammzellenspender für Sie zu finden. Auch die Facebook-Freunde des WochenKurier teilten den Beitrag eifrig. Wie nehmen Sie ganz persönlich diese Aufmerksamkeit wahr? Natürlich verfolge ich die zahlreichen Likes und Kommentare auf Facebook. Auch erreichen mich und auch meinen Mann auf anderen Wegen lieb geschriebene Zeilen von Freunden, aber auch von fremden Menschen. Es ist unfassbar, welche Reichweite die heutigen Medien bieten und wie viele Menschen man für ein solches Thema auch emotional erreichen kann. Dass es in den vielen Berichten nun um mich geht, hab ich noch gar nicht richtig realisiert. Laut DKMS-Mitteilung sind Sie bereits das dritte Mal an Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Für jemanden, der sich nie in so einer Ausnahmesituation befand, ist es nur schwer nachzuvollziehen, wie man sich mit so einer Diagnose fühlt. Was dachten Sie, als Sie erneut diese Diagnose erhielten? Als ich das Wort „Lymphom“ hörte, setzte eine Schockstarre ein. Gebündelt mit Wut, Traurigkeit, Angst und Tränen war es enorm schwer, klare Gedanken zu fassen. Auch meinem Mann ist es nicht anders ergangen. Nachdem wir den ersten Schock abgeschüttelt hatten und uns meine Ärzte in Forst und  der Uniklinik Dresden die Möglichkeit der erneuten Heilung in Aussicht stellten, stellte sich nicht nur mein bedingungsloser Wille, erneut zu Kämpfen, wieder ein. Dieser ist ungebrochen und verstärkte sich durch den  weiteren Zuspruch von unserer Familie, Freunden, Nachbarn und Kollegen. Aber auch die motivierenden Worte von mir unbekannten Menschen gibt nicht nur mir unglaublichen Auftrieb.   Was gibt Ihnen diese große Kraft zu kämpfen? Ich muss sagen, dass mein Mann derzeit über sich hinauswächst, mich mitzieht und mir großen Rückhalt gibt. Auch mein Sohn geht mit meiner Geschichte offen und zuversichtlich um. Damit habe ich ein dickes Fundament, welches mir einen sicheren Stand bietet. Ich war schon immer sehr lebensfroh und positiv denkend. Getreu dem Motto „ich bin noch lange nicht fertig“, motiviere ich auch mich selbst mit viele Plänen und Wünschen. Wie anstrengend sind für Sie die Behandlungen? Die letzten beiden Chemotherapien mussten leider aufgrund schlechter werdenden Werten abgebrochen werden. Dennoch hat es mich sehr geschwächt und mich an Grenzen gebracht. Inzwischen habe ich mich davon wieder gut erholt. Was mich nun bei der anstehenden Strahlentherapie erwartet, kann ich so im Detail nicht sagen. Mir ist bewusst, dass ich bei der geplanten Transplantation einiges aushalten muss und es alles andere als ein Spaziergang wird. Das ist Denise: 

  • Geburtsort - Spremberg
  • Alter - 40
  • Verheiratet?- ja Anzahl der Kinder?- 1 Sohn
  • Hobbys/Interessen: "Wie bei jeder Mama heißen meine größten Hobbys: Mann, Kind, Hund, Haus und Garten.;-) Genau wie meine beiden Männer, bin auch ich sportlich interessiert. Wenn demnächst für meinen Sohn die neue Saison beim SV Lausitz Forst beginnt, werde ich versuchen, so oft es geht, ihn und seine Mannschaft anzufeuern und halte die Spiele gern mit meiner Kamera fest. Weiterhin begeistern mich Steherrennen ebenso wie Energie Cottbus und die deutschen Biathleten. Da das alles etwas passiv ist, genieße ich ausgedehnte Spaziergänge mit unserer Hündin Bonnie und freue ich mich sehr auf die monatlichen Bowlingabende.
  • Wohnort - Forst
  • Zuletzt ausgeübter Beruf / Gelernter Beruf – Polizeibeamtin bei der Bundespolizei
Am Sonntag, dem 10. September, findet in Forst/Lausitz eine Typisierungsaktion statt. Von 11 bis 16 Uhr wird dazu in die Turnhalle des SV Lausitz Forst e.V. im Stadtteil Eulo eingeladen (Sperlingsgasse 11). Neben der Möglichkeit, sich an diesem Tag kostenlos (!!!) typisieren zu lassen, besteht die Möglichkeit, sich über die Stammzellspenderdatei zu informieren. Außerdem wird es ein Rahmenprogramm geben, hier einige Auszüge:             1.     Kinderhüpfburg (Johanniter) 2.     Kinderschminken 3.     Stefan Schäfer ist vor Ort für Autogramme und Fotos 4.     Tombola 5.     Musikalische Umrandung 6.     Spielmannszug Neu Horno von 11-12 Uhr in kleiner Variante 7.     Fahrradcodierung Landespolizei ab 12 Uhr 8.     Bastelstraße, Bahnmodell, Spiele und Fingerabdruckpass für Kinder am Stand der Bundespolizei & Maskottchen Tonibär ist vor Ort 9.     Vorführung Diensthunde Bundespolizei 13.30 Uhr-14 Uhr Fußballturnier der Bambinis 13- 15 Uhr