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Für ein würdiges Soldatengrab

Über 70 Jahre nach Kriegsende in Brandenburg ist die Arbeit des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge noch immer nicht abgeschlossen. Mehr als 300 gefallene Soldaten werden jedes Jahr noch immer aus brandenburgischer Erde geborgen.
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Foto: havana1234/fotolia.com

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Egal ob „Landser“ oder „Rotarmist“ – sie erhalten ein letztes würdiges Grab. Deshalb rufen Ministerpräsident Dietmar Woidke und der Volksbund-Landesvorsitzende Gunter Fritsch zu Spenden für die Arbeit des Volksbundes auf: „Um das humanitäre Werk des Volksbundes bei uns und in der Welt auch 2016 fortsetzen zu können, benötigen wir Ihre Hilfe. Mit Ihren Spenden tragen auch Sie dazu bei, dass Krieg, Rechtswillkür und politischer Extremismus in unserem Land keine Chance erhalten.“ Der Volksbund in Brandenburg sei heute in Brandenburg der Ausdruck eines Engagements für ein friedliches Gedenken, ein gemeinsames Erinnern und eine Bildung, welche beides in die Zukunft trägt.
Noch immer suchen jährlich über 30.000 Familien nach ihren vermissten Angehörigen. Der Volksbund ist für sie der erste Ansprechpartner und kann bei den vielen Suchanfragen mit Rat und Tat zu Seite stehen. Die vielfältige Arbeit des Volksbundes ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen. In Brandenburg werden alljährlich im November die Haus- und Straßensammlung des Volksbundes durchgeführt. Viele hundert Frauen, Männer, Soldatinnen und Soldaten und nicht zuletzt viele Jugendliche erbitten etwa in Beelitz, Prenzlau, Storkow, Senftenberg, Steinhöfel, Spremberg, Beeskow, Oberkrämer, Letschin, Mühlberg und vielen anderen Orten eine Spende in ihre Sammeldose. In vielen Landkreisen wird die Sammlung von den Landräten und in Cottbus vom Oberbürgermeister unterstützt. 2014 konnte die Sammlung mit 65.000 Euro erfolgreich abgeschlossen werden. Der 1919 gegründete Volksbund kümmert sich um die Erhaltung von etwa zwei Millionen Gräbern beider Weltkriege in 45 Ländern und setzt sich für die internationale Verständigung ein. Er tut dies im Auftrag der Bundesregierung. Dennoch ist der Volksbund auf private Spenden und Sammlungen angewiesen, da er damit den größten Teil seiner Ausgaben abdeckt. Mit ihrer Spende können die Menschen in Brandenburg dazu beizutragen, dass der Volksbund seine vielfältigen Aufgaben auch in Zukunft realisieren kann und die Gräber als Stätten des  Gedenkens, der Erinnerung und der Mahnung erhalten bleiben. Viele Gefallene konnten mittlerweile identifiziert werden. Mit der Aktion „Toter sucht Angehörigen“, will der Volksbund möglichst viele Schicksale klären und Familien wieder zusammenführen. In seiner Onlinedatenbank stellt der Volksbund fast fünf Millionen Datensätze zur Verfügung: www.graebersuche-online.de


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