Haustiere versichern oder nicht - ein Ratgeber Haustiere versichern oder nicht - ein Ratgeber

Des Menschen treuer Begleiter durch den Alltag ist oft tierischer Natur. Es schnurrt, bellt und mümmelt vielerorts in Deutschland. Da stellt sich zwangsläufig irgendwann die Frage, ob man auch seine tierischen Mitbewohner mit einer Krankenversicherung ausstatten kann - und sollte. In diesem Ratgeber gehen wir dieser Frage auf den Grund und klären, was für die Gesundheitsvorsorge unserer Haustiere wichtig ist und worauf getrost verzichtet werden kann. 

Wie sieht der Markt aus und was kostet es?

Erst einmal ist festzuhalten, dass auch im tierischen Sektor kein Mangel herrscht, wenn es um Versicherungen geht. So existieren Policen für Pferde, aber auch kleinere, klassische Haustiere sind nicht außen vor. Eine Tierkrankenversicherung für Hunde beispielsweise gibt es in Varianten von Voll-, sowie Operationskostenversicherungen. Als Halter muss man je nach Hund unterschiedliche Kosten einplanen und sollte definitiv Vergleiche der Anbieter online zurate ziehen, um den besten Anbieter zu finden. Für eine erste Einschätzung sei angemerkt, dass Policen für kleine, junge Hunde im Rahmen von 160 bis circa 550 Euro angesiedelt sind, wenn man eine Operationsversicherung abschließt. 

Doch es gibt noch mehr Faktoren, die bei Versicherungsabschluss eine Rolle spielen: Sowohl die Rasse als auch die Größe des Vierbeiners können Einfluss nehmen und sogar der Wohnort kann mitentscheiden. Auch beachtenswert ist, dass die Tiere meist ein gewisses Mindestalter nicht unter- und ein Höchstalter nicht überschreiten dürfen und zudem bei Vertragsbeginn gesund sein müssen. Die noch mehr abdeckende Vollversicherung kann dann gar dreimal so hoch ausfallen, was einen Vergleich der Anbieter im Vorfeld entscheidend macht. Doch lohnen sich derartige Versicherungen überhaupt? 

Welche Versicherung man als Tierhalter wirklich benötigt

Durch die oftmals strengen Regeln bei Abschluss zahlen Haustierhalter im Endeffekt über Jahre hinweg Beiträge für (noch) gesunde Tiere, ohne Leistungen in Anspruch zu nehmen. Denn Leistungen wie Kastration oder Impfung werden vornehmlich nicht mit abgedeckt. Wenn, dann sollte man also lediglich über die günstigere Operationskostenversicherung für den Ernstfall nachdenken. Alternativ könnten Sie monatlich auch einen Betrag beiseitelegen und so für alle Fälle eine Rücklage aufbauen. 

Anders sieht es bei einer anderen Form der Absicherung aus, nämlich der Tierhalterhaftpflichtversicherung. Diese ist gerade für Hunde- oder Pferdebesitzer dringend zu empfehlen, da die Tiere auch im Straßenverkehr unterwegs sind und durch unkontrolliertes Verhalten schwere Schäden verursachen können. Als Richtlinie sollte die Deckungssumme für Schäden an Personen oder Sachen im Minimum 5 Millionen Euro hoch sein. Die Jahresprämien liegen dabei nicht sehr hoch, bei Hunden kann diese schon für weniger als 100 Euro abgeschlossen werden. Katzenhalter haben es da einfacher, kann tierisches Fehlverhalten dort auch von der privaten Haftpflichtversicherung eingeschlossen werden. 

Fazit zu Tierversicherungen

Eine Versicherung für das eigene Haustier klingt ob zu erwartender Tierarztkosten erst einmal nach einer sinnvollen Investition. Bei genauerer Betrachtung muss man viele Policen jedoch bereits abschließen, wenn auf Jahre hinaus keine Operation oder andere medizinische Versorgung zu erwarten ist. Damit geht viel Geld verloren, zumal einige Leistungen wie Impfungen oder Kastration oft gar nicht inbegriffen sind. Vollversicherungen kann man sich also meist sparen. Eine günstigere Operationskostenversicherung ist womöglich überlegenswert. In jedem Falle sollten Pferde- und Hundehalter jedoch eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abschließen.