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Zwischen Tod und Leben in der Lausitz

Lausitz. In Lauchhammer hat sich ein schauriges Verbrechen zugetragen. Zumindest in dem fiktiven »Lauchhammer« in dem ein neuer Krimi spielt.

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Annalena Gottknecht (Odine Johne) und Maik Briegand (Misel Maticevic) ermitteln in der Krimiserie »Lauchhammer« im mysteriösen Mordfall eines Mädchens.

Annalena Gottknecht (Odine Johne) und Maik Briegand (Misel Maticevic) ermitteln in der Krimiserie »Lauchhammer« im mysteriösen Mordfall eines Mädchens.

Foto: ARD/Steffen Junghans/ Montage

Gleich zwei Premieren wurden jetzt in Schwarzheide gefeiert. Der neue »Lauchhammer«-Krimi wurde zum ersten Mal auf großer Leinwand einem Publikum präsentiert und auch für die Extra Kinowelt in Schwarzheide war es die erste Film-Premiere, die über die Leinwand flackerte.

 

Bei der Preview mit anwesend waren auch Hauptdarstellerin Odine Johne, Produzentin Kathrin Bullemer und Autorin Silke Zertz, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Frauke Hunfeld das Buch zum Krimi verfasst hat. Auch die zuständigen Redakteure, Sven Döbler vom MDR und Kerstin Freels vom rbb, ließen sich die Premiere nicht entgehen. Gedreht wurde der Krimi »Lauchhammer - Tod in der Lausitz« nicht nur in Lauchhammer. Auch Kamenz, Bautzen, Lichterfeld, Welzow und weitere Orte boten dem Filmteam an über 60 Drehtagen passende Kulissen. Für die Lausitz als Dreh- und Spielort wurde sich dabei sehr bewusst entschieden. »Die Region eignet sich auf Grund der Nähe zu Berlin, Leipzig und Dresden perfekt zum drehen«, erklärt Produzentin Kathrin Bullemer. »Auch ist die Landschaft hier wunderschön und die Region ist noch nicht oft im Fernsehen zu sehn gewesen, sodass sie für uns optimale Bedingungen bot.«

 

Unterschiedliche Stimmen

 

Nachdem die ersten zwei Folgen über die Leinwand flimmerten gab es unterschiedliche Reaktionen der Zuschauer. Lob und Glückwünsche für den gelungenen Krimi mischten sich mit Anmerkungen und Fragen zur Darstellung der Region. So fragte ein Zuschauer, warum sich für eine düstere und nicht zeitgemäße Darstellung der Lausitz entschieden wurde, wenn es doch auch viele schöne Seiten in der Region gibt. »Unser Ziel war es eine spannende Krimiserie zu produzieren und keinen Imagefilm für die Region«, erklärt die Autorin Silke Zertz auf die Anmerkung der Zuschauer. »Wir sind nicht zuständig Werbung für die schöne Landschaft zu machen. Unsere Verpflichtung ist es eine spannende, unterhaltsame aber auch aufwühlende Geschichte zu erzählen.« Zwar kann die Autorin die Kritik der Zuschauer verstehen und auch im Produktionsteam wurde die Darstellung intensiv diskutiert. »Aber es ging uns nicht darum einen Dokumentarfilm zu drehen, sondern es ist ein Krimi, den wir hier angesiedelt haben.«

 

Lauchhammers Bürgermeister, Mirko Buhr, fand die Krimihandlung sehr gelungen. »Wer einen guten Krimi mag, wird sehr viel Freude an der Serie haben. Wer natürlich eine detailliertere Darstellung von Lauchhammer erwartet, der wird enttäuscht werden.« Den Filmtitel bekam die Serie, nach Aussagen der Autorin, weil ihre Recherche zu der Geschichte in Lauchhammer begann und der Name des Ortes sehr Ausdrucksstark sei. Über die Anmerkungen des Publikums nach der Preview ist sie sehr dankbar.

 

Begleitende Dokumentation

 

Begleitend zum Krimi gibt es eine Dokumentation »Hinter dem Abgrund - Leben in der Lausitz«. Hier werden Menschen aus der Lausitz mit ihrem Leben und ihren Geschichten dargestellt. Zu sehen ist die Dokumentation in der ARD-Mediatkek.


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