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Vorweihnachtliches Treiben in Kostebrau

Alle Jahre wieder und längst zu einer schönen Tradition geworden, ist das vorweihnachtliche Treiben rund um den Goetheplatz in Kostebrau.
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Mittlerweile zum 14. Mal arrangierten und organisierten die Mitarbeiter des „Hauses am Wiesengrund“, eine Einrichtung für chronisch mehrfach beeinträchtigte Abhängigkeitskranke im Ort, diese abwechslungsreiche Veranstaltung. Unterstützt wurden sie auch diesmal von den hiesigen Vereinen und Einwohner. Auch die Heimbewohner selbst waren aktiv eingebunden. „Hier wird Zusammenhalt gelebt. Jeder unterstützt jeden. Das bereichert das Vereinsleben und man weiß, dass man nicht allein ist“, sagt Silke Arras, Leiterin der Einrichtung. Lange habe man sich auf diesen Tag vorbereitet, Ideen gesammelt, gebastelt, gestrickt und sich darauf gefreut, dass wieder alle im Ort zusammenkommen und die Möglichkeit besteht, liebevoll handgefertigte Produkte für das bevorstehende Weihnachtsfest zu erwerben. Weihnachtlich geschmückte Stände luden die Besucher ein, gemeinsam ein paar Stunden in der vorweihnachtlichen Zeit zu erleben. Neben süßen Leckereien konnte man unter anderem weihnachtliche Gestecke und Imkerprodukte käuflich erwerben. Und wem zu kalt wurde, konnte sich im festlich geschmückten „Haus am Wiesengrund“ bei Gebäck und Kaffee aufwärmen, sich zu einem Schwätzchen treffen oder auch Aktivitäten der Heimbewohner des zu Ende gehenden Jahres im Rückblick am Bildschirm verfolgen. Für all diejenigen, die sich kreativ beschäftigen oder noch ein kleines Geschenk für das Weihnachtsfest fertigen wollten, hatte der Heimatverein Kostebrau eine Bastelstube eingerichtet. Höhepunkt für die vielen kleinen Besucher des Festes waren in diesem Jahr sicherlich Weihnachtsmann und Schneemann, die mit einem Traktor angereist kamen. Bürgermeister Roland Pohlenz ist begeistert von dem, was in dem kleinen rund 500 Einwohner zählenden Ortsteil von Lauchhammer auf die Beine gestellt wurde. „Man spürt die tiefe Verbundenheit in diesem Ort und die Freude, gemeinsam etwas zu organisieren, sich zu treffen und auszutauschen“, sagt das Stadtoberhaupt. Dass diese Veranstaltung sehr beliebt ist, davon zeugen die vielen Besucher auch aus anderen Stadt- und Ortsteilen Lauchhammers, unter ihnen Sabine Hoffer, Geschäftsführerin der ortsansässigen Stadt-Apotheke. Sie und ihre Mitarbeiter betreuen und beraten die Heimbewohner seit Jahren und versorgen sie mit notwendigen Medikamenten. Besonders freut sich Bürgermeister Roland Pohlenz darüber, auch Familie Jahn auf dem weihnachtlich geschmückten Platz begrüßen zu können. Erst im August dieses Jahres war sie nach ihrem Wegzug aus Lauchhammer vor 25 Jahren wieder in die Heimat  zurückgekehrt. Bei einem anschließenden Rundgang durch das „Haus am Wiesengrund“ informierte Silke Arras über Angebote und Bedingungen der modernen und offenen Heimstätte und die hohe Verantwortung gegenüber den Bewohnern. Eine qualifizierte Betreuung und Versorgung anzubieten und die ihnen anvertrauten Menschen wertzuschätzen, sei ihr und ihrem Team wichtiges Anliegen. Bürgermeister Roland Pohlenz spricht seinen Dank und Respekt für ihre tägliche Arbeit aus. „Das ist Arbeit am Menschen und muss noch mehr Anerkennung finden.“ Die Einrichtung wurde im Jahr 2000 eröffnet und bietet vollstationär derzeit insgesamt 32 chronisch Kranken ein zu Hause auf Zeit. Sie leben hier gemeinsam in vier verschiedenen Wohngruppen und werden von insgesamt 15 Fachkräften betreut. (PM/Stadt Lauchhammer)


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