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Sichere Entsorgung - stabile Gebühren

Die Müllentsorgung gilt nicht ohne Grund als »systemrelevant«- besonders in Zeiten der Corona-Krise.
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Im Einsatz für uns alle - auch die Dienstleister des AEV.

Im Einsatz für uns alle - auch die Dienstleister des AEV.

Foto: AEV/ Rainer Weisflog

Lauchhammer. Die Leute verbringen mehr und mehr Zeit daheim als sonst und produzieren dadurch auch autmatisch mehr Wohlstandsmüll als üblich. Damit wir nicht darin ersticken, dafür sorgen viele fleißige Hände beim Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster. Für den WochenKurier ein guter Grund, dem Verband einen Besuch abzustatten. Zum Fazit des Vorjahres sagt der Verbandsvorsteher: »Trotz der Corona-Pandemie gab es im letzten Jahr keine Einschränkungen bei der Entleerung der Entsorgungsbehälter. Sämtliche Sperrmüll- und Schadstofftouren wurden planmäßig durchgeführt, zudem war die Abgabe von Abfällen auf den Wertstoffhöfen unter Corona-Auflagen möglich«, so Dr. Bernd Dutschmann. Auch wirtschaftlich sei der kommunale Entsorger stabil aufgestellt.

Die gute Nachricht

Für 2022 blieben aber auch die Abfallgebühren unverändert. Dazu beigetragen hätten insbesondere die steigenden Vergütungserlöse im Jahr 2021 für Papier und Pappe, die die steigenden Kosten bisher kompensieren.

Die Wertstoffhöfe

Intensiv genutzt wurden demnach 2021 auch die Abgabemöglichkeiten auf den AEV-Wertstoffhöfen. Vor Ort in Hörlitz, Lauchhammer, Bad Liebenwerda, Herzberg, Finsterwalde und Freienhufen entsorgten die Bürger vor allem Sperrmüll, Gartenabfälle sowie verschiedenste Bauabfälle. Zudem nutzten viele die Möglichkeit, den vom AEV selbst hergestellten Kompost zu kaufen. »Unsere ›Lausitzer Krafterde‹ kann als Bodenverbesserer im Garten vielseitig eingesetzt werden. 100 Liter kosten 0,90 Euro«, informiert Dr. Bernd Dutschmann. Der Kompost werde aus den eingesammelten Bio- und Gartenabfällen hergestellt. »Ein Dank geht an dieser Stelle an alle fleißigen Biotonnen-Nutzer, die auch 2021 stetig gestiegen sind. Durch die gute Qualität des Bioabfalls, der kaum Störstoffe enthält, gelingt es uns, einen qualitativen Kompost herzustellen«, lobt der AEV-Chef. Diese Qualität lässt sich der Verband übrigens aktuell durch die Bundesgütegemeinschaft Kompost e. V. zertifizieren. Er wird voraussichtlich im April 2022 das Gütesiegel für seinen selbst hergestellten Kompost erhalten. In diesem Jahr plant der AEV, den Umbau der MBA in Freienhufen zu realisieren. Voraussetzung dafür sei die entsprechende Genehmigung, um die gesetzlich geforderte hochwertige Verwertung der Bio- und Gartenabfälle umsetzen zu können. Dabei soll der bestehenden geschlossenen Kompostierung eine geschlossene Vergärung vorausgehen, um die Bioabfälle noch effektiver und effizienter zu verarbeiten.

Auch Biogas

Neben dem Kompost soll dann auch Biogas aus den Bioabfällen gewonnen werden, das in grünen Strom umgewandelt und eingespeist wird. Weiterhin wird der Wertstoffhof in Hörlitz umgestaltet, auf dem der AEV die meisten Nutzer zählt. Im Detail sind eine Neuanordnung der Entsorgungscontainer und des Annahmebereichs geplant, um die Abfallabgabe für den Bürger zu verbessern. Voraussichtlich im April werden die Maßnahmen beginnen.

Abfallberatung

Neben der reibungslosen Abholung und Entsorgung von Abfällen steht die Abfallberatung im Fokus der täglichen Arbeit beim AEV. Hier will der kommunale Entsorger in diesem Jahr wieder in Kitas gehen und dort Aufklärungsarbeit leisten. »Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit bieten wir ein umweltpädagogisches Programm mit zahlreichen Aktionen an. Abhängig von der Lage der Corona-Pandemie wollen wir voraussichtlich ab April mit unserem Programm wieder in Kitas gehen. Weitere Informationen finden interessierte Kitas dazu im Abfallkalender«, informiert der AEV-Chef.