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Seit 25 Jahren auf Erfolgskurs: Tourismusverband Spreewald

Der Tourismusverband Spreewald blickt in diesem Jahr auf 25 Jahre erfolgreiche Arbeit für den Tourismus in der Urlaubsregion zurück. Durch den Einsatz der regionalen Akteure und den Ausbau gemeinsamer Projekte kann der Spreewald seit 2003 eine stetige Zunahme bei Ankünften und Übernachtungen aufweisen, berichtet Dr. Katja Franke aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit im Tourismusverband Spreewald.
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Seit 25 Jahren auf Erfolgkurs: Kahnfahrten gehören traditionell zum Spreewald. Foto: Archiv/sts

Seit 25 Jahren auf Erfolgkurs: Kahnfahrten gehören traditionell zum Spreewald. Foto: Archiv/sts

Im Zeitraum von Januar bis September 2016 kamen mehr als 575.000 Gäste in die Urlaubsregion. Das entspricht einem Zuwachs von 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese verbrachten nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg über 1,5 Millionen Nächte im Spreewald, was eine Steigerung von 9,8 Prozent zum Vorjahr bedeutet. Übernachtungen: Prognose übertroffen „Die aktuellen Tourismus-Zahlen sind vielversprechend“, meint Annette Ernst, Leiterin des Tourismusverbands Spreewald. „Selbst wenn wir für die Monate Oktober bis Dezember mit den Zahlen aus 2015 rechnen, also eine gleichbleibende Entwicklung für diesen Zeitraum annehmen, haben wir unsere ursprüngliche Prognose für Übernachtungs-Zahlen in 2016 bereits übertroffen. Mit den angenommenen Zahlen aus 2015 lägen wir für das gesamte Jahr 2016 bei über 1,8 Millionen Übernachtungen. Das wären 7,8 Prozent mehr als in 2015“, so Annette Ernst weiter. Im Jahr 2015 lag die Destination laut den Statistikern insgesamt bei knapp 1,7 Millionen Übernachtungen. Besucherzahlen steigen Die Auslandsstatistiken weisen eine ähnlich gute Entwicklung auf wie die Inlandszahlen. Seit 2012 steigen die Besucherzahlen von Jahr zur Jahr. In 2015 besuchten insgesamt 40.292 ausländische Gäste den Spreewald und verbrachten 88.575 Nächte in der Destination. Das entspricht einem Plus von 41,5 Prozent bei den Ankünften und einem Zuwachs von 39,2 Prozent bei den Übernachtungen im Vergleich zu 2012. Zurückzuführen ist dies nicht zuletzt auf die gezielte Bewerbung der Urlaubsregion in jüngerer Zeit auch im europäischen Ausland in Kooperation mit der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH und der Stadt Cottbus. Das gemeinsame Auslandsmarketing konzentriert sich dabei auf besucherstarke Herkunftsländer wie Polen, Dänemark, Österreich und die Schweiz, berichtet das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Klasse statt Masse „Die steigenden Besucherzahlen über die letzten Jahre aus dem In- und Ausland zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Dabei setzen wir aber immer auf Qualität. Klasse statt Masse hat Vorrang“, betont Harald Altekrüger, Vorstandsvorsitzender des Tourismusverbands Spreewald. „Um die eingeschlagene Richtung beizubehalten, werden wir auch in Zukunft verstärkt unsere Kapazitäten im Winter hervorheben und uns als ganzjähriges Urlaubsziel präsentieren“, sagt Altekrüger. Service-Qualität sichern Zusammen mit seinen Mitgliedern hat der Verband in diesem Jahr eine Kampagne begonnen zur Bewerbung der touristischen Angebote in der kalten Jahreszeit. Um einen tragfähigen Qualitätstourismus und eine lebendige Willkommenskultur in der Urlaubsregion zu schaffen, hat der Tourismusverband ebenfalls in diesem Jahr eine Qualitätsoffensive gestartet. Die Offensive soll die Service-Qualität im Spreewald sichern und verbessern. Dazu zählt die Entwicklung von Fach- und Führungskräften im aktiven Tourismusbetrieb, die Netzwerkbildung und Stärkung der gemeinsamen Zusammenarbeit sowie die Verbesserung des regionalen Entwicklungspotenzials. Sechs Termine zu den Themenbereichen Qualitätsmanagement, Beschwerdemanagement, Gästekommunikation, Kundenverblüffung sowie Mitarbeitermotivation und -führung mit insgesamt 72 Teilnehmern haben bereits sehr erfolgreich stattgefunden, je zwölf Termine in 2017 und 2018 folgen. • Mehr Informationen zur Offensive werden << HIER >> zur Verfügung gestellt.  Destination Brand 2015 - Spreewald ist markenstarkes Reiseziel  Bestätigung erfährt der Spreewald auch in der aktuellen Markenstudie „Destination Brand 2015“, die in einer repräsentativen Online-Umfrage mit insgesamt 17.000 Personen die Markenstärke deutscher Reiseziele getestet hat. Die Studie, durchgeführt von der inspektour GmbH in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen GfK und mit wissenschaftlicher Begleitung durch das Institut für Management und Tourismus (IMT) der FH Westküste, bescheinigt der „Marke“ Spreewald eine gute Wahrnehmung als Reiseziel. Im Konkurrenzvergleich mit 164 deutschen Reisezielen erreicht die Destination überdurchschnittliche Ergebnisse bei Bekanntheit, Sympathie, Besuchsbereitschaft und Weiterempfehlungsbereitschaft. Im Brandenburger Vergleich liegt der Spreewald mit 81 Prozent (Platz 26) der repräsentierten Bevölkerung bei gestützter Bekanntheit (= Bekanntheit bei vorheriger Nennung des Reiseziels), 59 Prozent (Platz 28) bei Sympathiewert, 26 Prozent (Platz 36) bei längeren Urlaubsreisen, 41 Prozent (Platz 25) bei Kurzurlauben sowie 44 Prozent (Platz 30) bei Weiterempfehlungsbereitschaft deutlich vor den Reiseregionen Seenland-Oder-Spree (Platz 127: gestützte Bekanntheit, Platz 115: Sympathie, Platz 103: Weiterempfehlungsbereitschaft) und Ruppiner Seenland (Platz 159: gestützte Bekanntheit, Platz 158: Sympathie, Platz 151: Weiterempfehlungsbereitschaft) sowie konstant vor gesamt Brandenburg als Reiseziel (Platz 30: gestützte Bekanntheit, Platz 53: Sympathie, Platz 40: längere Urlaubsreisen, Platz 36: Kurzurlaube, Platz 49: Weiterempfehlungsbereitschaft).* (*Quelle: inspektour GmbH) Aktuelle Projekte auf dem Weg zu einem starken Tourismusstandort Spreewald Um die Reiseregion touristisch erfolgreich für die Zukunft aufzustellen, hat der Tourismusverband Spreewald das Projekt „Spreewald 2030“ ins Leben gerufen. Anknüpfend an die neue Landestourismuskonzeption Brandenburg wird im Rahmen des Projekts zusammen mit regionalen Akteuren die Tourismusstrategie für den Spreewald erarbeitet. Im ersten Schritt wurden dabei im November in sechs Workshops mit 48 Teilnehmern aus Landkreisen, regionalen Tourist-Informationen, Hotellerie, Freizeit- und Verkehrsunternehmen, Wirtschaftsförderung sowie (touristischen) Organisationen und Vereinen vorhandene Kompetenzen definiert und Bedarfe analysiert zu den Themenbereichen „starke innovative Unternehmen“, „Organisation und Kooperation“, „Digitalisierung und Kommunikation“, „Infrastruktur und Mobilität“, „wertschöpfende Produkte“ sowie „Zielgruppen und Märkte“. Um zukunftsfähig zu bleiben, stehen dabei nach Auswertung der Ergebnisse vor allem auch grundlegende Schlüsselaufgaben von überregionaler Bedeutung wie Ausbau der digitalen Infrastruktur, Ausbau von E-Mobilität und Entgegenwirken des Fachkräftemangels auf der Agenda. Ein großes Thema innerhalb des Projekts ist auch die Herausstellung des kulturtouristischen Potenzials der Region Spreewald zur Erschließung neuer Zielgruppen. Dabei sollen lebendige Traditionen und Brauchtum der wendisch-deutschen Lebenskultur in kreativen Produkten in die Moderne übertragen werden. Hierzu wurde bereits eine eigene Arbeitsgemeinschaft gegründet.  Über den Tourismusverband Spreewald Seit seiner Gründung im Jahr 1991 als Fremdenverkehrsverband Spreewald setzt sich der Verband zentral für die touristischen Belange der Region ein. In enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Orten, Leistungsträgern und Partnern fördert er den Ausbau eines zukunftsfähigen Qualitätstourismus und arbeitet an der sozial- und umweltverträglichen Entwicklung des Tourismus im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald. Dabei bilden die Kooperation von Tourismusverband, Spreewaldverein und Biosphärenreservat Spreewald die drei strategischen Säulen für ein nachhaltiges Tourismuskonzept in der Region. Die 25-jährige Verbandsarbeit wurd im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung im Spreewaldresort „Seinerzeit“ in Schlepzig gewürdigt. Dabei ist das „Seinerzeit“ ein gutes Beispiel für die Umsetzung von Ansprüchen an die Qualitätsregion Spreewald. Mit Verbundenheit zur Region, Liebe zum Detail und kreativen Urlaubsideen kombiniert das Unternehmen Spreewälder Tradition mit modernem Anspruch. (PM/Tourismusverband Spreewald)