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Schaufenster »Wäsche durch die Jahrzehnte«

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Die »Wäsche«-Ausstellung im Schaufenster der Seestraße 6. Foto: Kati Kiesel

Die »Wäsche«-Ausstellung im Schaufenster der Seestraße 6. Foto: Kati Kiesel

Der Förderverein für das Haus der Landwirtschaft und den Großräschener Weinbau e. V. hat einen großen Fundus an Ausstellungsstücken zum dörflichen Leben, zur Landwirtschaft und von historischen Haushaltsgeräten. Da die Weihnachtsdekoration der Stadt Großräschen im leerstehenden Schaufenster gegenüber dem Vereinsgebäude »Haus der Landwirtschaft« sehr positiv angenommen wurde, entstand die Idee, dort barrierefrei und coronagerecht Schaustücke zu präsentieren. Karin Krüger und Margarete Klatt vom Förderverein gestalteten ihre erste Ausstellung zum Thema »Wäsche durch die Jahrzehnte«. Die Kleidung und Wäsche damals hatte eine wunderbare Qualität, war langlebig und sehr wertvoll. Dazu wurden der Fundus, Privatleihgaben und Fundstücke aus der ehemaligen Fleischerei verwendet. Margarete Klatt: »Die große Wäsche war ohne Waschmaschine und Trockner eine anstrengende und langwierige Tätigkeit. Der Weg vom Waschen mit Waschkessel, Waschwanne und Waschbrett bis zum Vollautomaten war weit. Besonders stolz sind wir auf unsere Bügeleisen. Einige wurden noch auf dem Küchenherd gewärmt oder durch Metallzylinder, die vorher ins Feuer gelegt wurden, aufgeheizt.« Die Ausstellung befindet sich im Schaufenster der Seestraße 6. Das Gebäude ist erst seit kurzem im Besitz der Stadt Großräschen. Bei der Erarbeitung des Einzelhandelskonzeptes der Stadt Großräschen 2018 wurde empfohlen, Schaufenster im Stadtzentrum zu dekorieren und zu beleuchten. Auch deshalb wurde die Idee von der Stadt Großräschen gern unterstützt. Das Haus der Landwirtschaft in der Kirchallee 20 ist ein dreiseitiger Bauernhof Senftenberger Typs, der von der Stadt denkmalgerecht mit Fördermitteln saniert und 2014 eingeweiht wurde. Das Landwirtschaftsmuseum unter dem Dach ist nur über schmale Holztreppen und die typischen Holzgalerien zu erreichen. Diese, die Balkenkonstruktionen und das eingebundene Lehmfachwerksind aber gleichzeitig Teil der Ausstellung zum ländlichen Leben und der Heimatgeschichte. Mit dem Schaufenster direkt gegenüber wurde ein barrierefreier Ausstellungsteil geschaffen. So konnte der Förderverein auch in dieser speziellen Zeit aktiv werden.


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