Seitenlogo
pa/ash

Lieder vom Arbeiten, Leben und Lieben im Revier

Senftenberg. Eine neuer Gundermann-Abend unter dem Motto "Wo soll ich landen" feiert am 11. November Premiere an der neuen Bühne.
Matthias Manz, Jan Schönberg und Mirko Warnatz bringen ihre Interpretationen der Gundermann-Lieder auf die Bühne in der neuen Bar.

Matthias Manz, Jan Schönberg und Mirko Warnatz bringen ihre Interpretationen der Gundermann-Lieder auf die Bühne in der neuen Bar.

Bild: Peter Aswendt

Er war der Liedermacher des Lausitzer Kohlereviers, die Stimme der Kumpels, manche bezeichnen ihn auch als Rockpoet - gemeint ist Gerhard Gundermann, von Freunden und Fans liebevoll "Gundi" genannt. Das Programm "Wo soll ich landen" gibt einen tiefen Einblick in die Seele der "Stimme aus dem Osten."

 

Mit dem neuen Programm widmet ein musikalisches Trio bestehend aus Matthias Manz, Jan Schönberg und Mirko Warnatz dem außergewöhnlichen Künstler einen Liederabend: "Dass wir jetzt zu dritt auf der Bühne stehen, ermöglicht uns mehr Möglichkeiten der Vielfalt der Instrumente", freut sich Mirko Warnatz. Gemeinsam mit Jan Schönberg hatte er bereits mit "Engel über dem Revier" vor neun Jahren am Senftenberger Theater erfolgreich ein Gundermann-Programm auf die Bühne gebracht. Dass aus dem Duo ein Trio wird, freut auch Matthias Manz, der die musikalische Leitung innehat: "Ich hatte das Glück, Gundermann persönlich kennenzulernen und ich bin froh, mit den beiden das Programm machen zu können." Für Jan Schönberg sind die Gundermann-Abende ein neues Kennenlernen eines Bekannten: "Als Schüler am Gymnasium in Finsterwalde hörte ich ihn zum ersten Mal. Damals waren es nur einfache Lieder. Für mich." Heute sind die Gundermann-Interpretationen ein Verstehen für Schönberg. Virtuos mit den Instrumenten, mal leisen und mal mit lauten Stimmen, zeichnen die drei Musiker ein beeindruckendes Bild des Künstlers. Eine liebevolle Hommage und eine persönliche Sichtweise auf den Sänger aus der Lausitz.

 

Gundermann sang über die alltäglichen Sorgen und Nöte der Menschen, aber auch über die großen Themen des Lebens, wie Liebe, Tod und Verlust. Seine Lieder waren oft autobiografisch und spiegelten seine eigene Lebenserfahrung wider. Er war ein Mann der Gegensätze und ein kritischer Geist, der sich nicht mit den Verhältnissen abfinden wollte. In seinen Liedern kritisierte er die Umweltzerstörung, die DDR-Diktatur und die Auswüchse des Kapitalismus. Sein Leben war geprägt von Höhen und Tiefen. Er war ein erfolgreicher Musiker, aber er litt auch unter Depressionen und Alkoholproblemen. Im Jahr 1998 starb er im Alter von 43 Jahren an einem Herzinfarkt.

 

Karten für die Premiere sowie alle Novembervorstellungen sind bereits ausverkauft. Karten für die Dezember und alle weiteren Vorstellungen sind an der Tages- und Abendkasse, unter 03573 / 801 286 via karten@theater-senftenberg.de oder unter www.theater-senftenberg.de erhältlich.


Meistgelesen