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Internationale Kammermusikfestival »Fliessen« feiert Premiere

Luckau. Die Brandenburgischen Sommerkonzerte bringen bis 9. September renommierte Künstler in die entlegensten Winkel Brandenburgs. Ein besonderer Höhepunkt der aktuellen Saison ist die Premiere des Internationalen Kammermusikfestivals »Fliessen« vom 8. bis 15. Juli, welches als »Festival im Festival« in seine erste Saison gehen wird, teilt Claudia Reimann von der Brandenburgischen Sommerkonzerte gGmbH mit.

»Das Kammermusikfestival wird vermutlich im Juli die größte Dichte an Klassikstars, die Brandenburg je gesehen hat, in Spreewald und die Niederlausitz bringen«, sagt Wolfram Korr, Künstlerischer Leiter der Brandenburgischen Sommerkonzerte, der sich als Liebhaber von Kammermusik ganz besonders auf das Festival freut.

Die erfolgreiche Cellistin Marie-Elisabeth Hecker und ihr Ehemann, der Ausnahmepianist Martin Helmchen, haben laut Reimann ihre Solistenfreunde in ihren Lebensmittelpunkt, die »Drauschemühle« bei Luckau, eingeladen. Dem Ruf seien international bekannte Musiker wie Christian Tetzlaff, Julian Steckel, Antje Weithaas, Tobias Feldmann und viele mehr gefolgt. Das »Who is Who« der Solisten und Kammermusiker werde sich beim Internationalen Kammermusikfestival »Fliessen« bei den Brandenburgischen Sommerkonzerten treffen. Meisterwerke der Kammermusik von der Solosonate bis zum Oktett würden die Gäste in den unterschiedlichsten Besetzungen erwarten. »An den verschiedenen Spielorten vom prachtvollen Schloss Lübbenau bis zum brandneuen Konzertsaal in Finsterwalde, von der historischen Glashütte/Baruth bis zur Kulturscheune in Bornsdorf erklingt so Spreewald und Niederlausitz in besonderem Glanz«, informiert Claudia Reimann.

Dabei sei der Anspruch mehr, als nur großartige Konzerte anzubieten, schließlich lebe Musik nicht im luftleeren Raum, sondern stehe immer in Beziehung zu ihrer Entstehung, zu ihren Interpreten und Zuhörern. Sie sei auch immer »im Fluss«, und das Fließen der Töne und Klänge sei hier genauso gemeint wie die gesellschaftliche Realität des Lebens, die sich gerade im Süden Brandenburgs im Zuge eines gewaltigen Strukturwandels rasant ändere und weiter ändern werde. Reimann: »So sprechen vor und nach den Konzerten prominente Politiker, Autoren, Philosophen und Wissenschaftler über die großen Herausforderungen, die Struktur-, Klima- und Alltagswandel an uns stellen.«

Ausgangspunkt der Programme seien dabei stets die Konzertorte selbst: eine Scheune, ein Schloss, eine Glasbläserstätte, eine Kirche und ein Konzertsaal. Jeder Ort stehe dabei für eine Frage, für ein Themenfeld, für einen bestimmten Konflikt.

 

Kammermusikfestival Fliessen 2023 vom 8. bis 15. Juli

 

• Samstag, 8. Juli, 17 Uhr, Drauschemühle Bornsdorf

Auftaktkonzert: Musik und Natur

• Sonntag, 9. Juli, 17 Uhr, Festsaal Schloss Lübbenau

Schlosskonzert: Musik und kulturelle Besitzverhältnisse

• Montag, 10. Juli, 20.30 Uhr, Pfarrkirche Str. Nikolai Luckau

Nachtkonzert: Vor Ende der Zeit

• Dienstag, 11. Juli, 19.30 Uhr, Glashütte Baruth

Karneval der Tiere: Klang und Handwerk

• Donnerstag, 13. Juli, 19.30 Uhr, Paul-Gerhardt-Kirche Lübben

Kirchenkonzert: Religion und Gesellschaft

• Freitag, 14. Juli, 19.30 Uhr, Kulturweberei Finsterwalde

Kulturweberei: Musik und bürgerschaftliche Engagement

• Samstag, 15. Juli, 17 Uhr, Drauschemühle Bornsdorf (teilweise open air)

Finale und Zugabe: Scheunen-Party

Bei jedem Konzert würden die Künstler des Internationalen Kammermusikfestivals »Fliessen« in verschiedenen Besetzungen auftreten.

• Mehr zum Festival »Fliessen« gibt es »H I E R«.

• Mehr zu den Brandenburger Sommerkonzerten gibt es »H I E R«.


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