ws/asl

Reporter auf Vereinsvisite

Im Feuerwehrmuseum war es in letzter Zeit ziemlich ruhig - an Vereinsleben war da nicht zu denken.
Bilder
Hans-Dieter Unkenstein (l.). Foto:ws

Hans-Dieter Unkenstein (l.). Foto:ws

Über ein halbes Jahr musste die Einrichtung wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Nun darf seit geraumer Zeit wieder geöffnet werden und die Museumshelfer um Hans Dieter Unkenstein und Henri Sickora konnten aufatmen. Mit der Ruhe im Feuerwehrmuseum ist es zum Glück vorbei. Vor allem, weil das Finsterwalder Feuerwehrmuseum am 4. September zum großen Fest einlädt. Der 25. Geburtstag muss schließlich zünftig gefeiert werden. Vor allem für den 86-jährigen Unkenstein ist das ein besonderes Ereignis, denn er hat das Museum von der Gründung bis vor Kurzem als Leiter der Einrichtung entscheidend geprägt. Auch wenn er den Staffelstab inzwischen an Henri Sickora übergeben hat, gilt sein Engagement weiter »seinem« Museum. Der Enthusiast für die Feuerwehr, so hieß es 2016 bei der Ehrung mit der Louis-Schiller-Medaille als Bürgerschaftsehrung der Stadt Finsterwalde, habe sich ständig für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in der Sängerstadt eingesetzt und sich mit besonderem Engagement um den Aufbau und die Entwicklung des Feuerwehrmuseums eingesetzt. Seit 1956 ist Unkenstein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Finsterwalde. 1968 wird er stellvertretender Wehrleiter, ist amtierender Amtsleiter und wird 1980 Wehrleiter. Er gehört 1990 zu den Gründern des Kreisfeuerwehrverbandes und des Landesfeuerwehrverbandes e.V., in dessen Vorstand er bis 1999 tätig ist. Schmunzelnd erzählt das Feuerwehr-Urgestein, dass nur der Namensgeber der Schillermedaille länger Wehrleiter in Finsterwalde war als er selbst. Ruhestand kann für Hans-Dieter Unkenstein nur Unruhestand heißen. So galt sein Engagement dem Finsterwalder Feuerwehrmuseum. Zunächst im Vorderschloss beheimatet, fand sich mit der Remise der ehemaligen Fabrikantenvilla in der Schlossstraße ein neues Domizil. Mit der AG Feuerwehrhistorik nahm Unkenstein Einfluss auf den denkmalgerechten Ausbau zum Museum, dessen Einrichtung und Gestaltung. Die Räumlichkeiten, die Schätze der Feuerwehrhistorik können dort und auf dem Freigelände am 4. September im Rahmen eines Festtages besichtigt werden. Es ist nicht möglich, alle seine Aktivitäten und Ämter im Rahmen der Feuerwehrhistorik und die Geschichte des Feuerwehrmuseums hier zu würdigen. Langjähriger Leiter des Fachausschusses Traditionspflege des Landesfeuerwehrverbandes gehört dazu wie sein publizistisches Engagement. Die Geschichte des Museums vom Start 1966 bis zur Gegenwart hat er akribisch dokumentiert, Sonderausstellungen organisiert und viele Tagungen der AG Feuerwehrhistorik bereichert. Die Geschichte der Finsterwalder und Wehren der Region hat Hans-Dieter Unkenstein durch seine aktive Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehrmuseen in Deutschland und seine Mitgliedschaft in der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Feuerwehr und Brandschutzgeschichte bekannt gemacht. Dafür ist er unter anderem mit dem Slowenischen Feuerwehrorden in Gold ausgezeichnet worden. Mehr über die Historie des Feuerwehrmuseums, am 4. September.