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Endlich Schluss mit Schlamm

Die Anlieger können aufatmen - aus dem »Heideweg« ist eine Straße geworden, die den Namen auch wirklich verdient.
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Fertiggestellt und eingeweiht: der Ausbau am Heideweg. Foto:wit

Fertiggestellt und eingeweiht: der Ausbau am Heideweg. Foto:wit

Was für Bügermeisterin Anja Heinrich heute »500 Meter gelebter Stadtgeschichte« sind, war für die Anlieger ein ewiges Ärgernis. Die abschüssige Straße im Wohngebiet zwischen Dreskaer- und Lutzweg gehörte seit den siebziger Jahren wohl irgendwie zu den »Abflussrinnen« von Elsterwerda. Schlamm und Sturzbäche waren eher die Regel als die Ausnahme, erinnert sich auch Helga Gärtner, die hier seit 1973 wohnt: »Wenn es mal so richtig gegossen hat, war bei uns Land unter und Autos zu waschen eher sinnlos.« Seit letzter Woche ist nach gefühlten 50 Jahren sprichwörtlich Schluss mit Schlamm. »Besser spät als nie«, freut sich auch Infrastrukturchef Sebastian Walter, der mit seiner Chefin am letzten Freitag das rot-weiße Band durchschneiden durfte. »Lange haben die Anwohner den Wunsch in sich getragen, eine grundhaft sanierte und moderne Straße zu erhalten. Die Qualitätssteigerung des gesamten Wohngebietes ist wirklich erfreulich und ermutigend für die Lebensqualität dieses Stadtteils«, so Heinrich. Und was mit Baubeginn am 25. Mai entstanden ist, kann sich tatsächlich sehen lassen. Die Fahrbahn selbst wurde regelkonform ausgebaut (Breite: 5 Meter; Länge 345 Meter), 1900 Quadratmeter Asphalt aufgetragen, drei Grundstückszufahrten gebaut und 720 Meter Rundborde zur Wasserführung hergestellt. Doch keine neue Straße ohne standesgemäße Beleuchtung. Elf LED-Laternen mit automatischer Leistungsreduzierung leuchten den Anwohnern jetzt heim, wozu allein 420 Meter Kabel verlegt werden mussten. Am wichtigsten war den Anliegern aber die Errichtung einer Niederschlagswasserbeseitigungsanlage.

Hintergrund

Die Stadtverordnetenversammlung beschloss in ihrer Sitzung am 25. März 2021 die Vergabe der Bauleistungen in Höhe von rund 316.000 Euro. Für den Ablauf der Baumaßnahme wurde das Ingenieurbüro Steinbacher-Consult GmbH beauftragt.