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Stipendiaten sind Aushängeschilder für Elbe-Elster

Fünf Schüler aus dem Landkreis Elbe-Elster haben jetzt Teilstipendien der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ für einen Auslandsaufenthalt erhalten.
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Neue und alte Stipentiaten zusammen mit Dr. Jürgen Spillecke (li.), Mitglied des Kuratoriums, und Stiftungsvorstand Thomas Hettwer (3.vo.re.): Stipendiatin Hannah Materne (2.vo.li.) aus Finsterwalde, Altstipendiatin Tabea Geiß (3.vo.li.) aus Beiersdorf, Stipentiatin Judith Schulz (4.vo.li.) aus Sonnewalde, Altstipendiatin Alexandra Haupt (4.vo.re.) aus Sonnewalde, Altstipendiatin Hanna Goßlau (2.vo.re.) aus Betten sowie Stipendiat Justin Radenz (re.) aus Finsterwalde. Foto: sts

Neue und alte Stipentiaten zusammen mit Dr. Jürgen Spillecke (li.), Mitglied des Kuratoriums, und Stiftungsvorstand Thomas Hettwer (3.vo.re.): Stipendiatin Hannah Materne (2.vo.li.) aus Finsterwalde, Altstipendiatin Tabea Geiß (3.vo.li.) aus Beiersdorf, Stipentiatin Judith Schulz (4.vo.li.) aus Sonnewalde, Altstipendiatin Alexandra Haupt (4.vo.re.) aus Sonnewalde, Altstipendiatin Hanna Goßlau (2.vo.re.) aus Betten sowie Stipendiat Justin Radenz (re.) aus Finsterwalde. Foto: sts

Den eigenen Horizont erweitern, andere Länder, Kulturen und Menschen kennenlernen sind gemeinsame Gründe für junge Menschen aus dem Landkreis Elbe-Elster, um für ein Jahr ins Ausland zu gehen. Die Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ unterstützt sie dabei. Seit 2001 vergibt die Stiftung Teilstipendien für Schüler aus dem Landkreis. „In diesem Jahr haben sich fünf junge Menschen beworben. Sie alle erhalten ein Stipendium“, erzählt Thomas Hettwer aus dem Stiftungsvorstand. Wie er berichtet, wurden in den vergangenen Jahren an insgesamt 88 Schüler Teilstipendien in Höhe von 136?050 Euro vergeben. „Beides sind sehr schöne Zahlen“, sagt Hettwer und ergänzt, dass diese Stipendien für die Stiftung eine sehr schöne Tradition und ein guter Bestandteil der Stiftungsarbeit geworden sind. Die 88 Stipendiaten zog es laut Hettwer überwiegend nach Nordamerika. Insgesamt waren das 57 Schüler. Die USA waren dabei mit 49 Schülern sehr beliebt. Auf den weiteren Plätzen folgen Europa mit unter anderem England (fünf Schüler) und Frankreich (vier Schüler). Nach Australien wollten bisher sieben Schüler, nach Afrika und Asien bisher jeweils zwei Schüler. „Alle Stipendiaten sind Aushängeschilder für unseren Landkreis“, berichtet Thomas Hettwer. „Von einer Null-Bock-Generation ist bei ihnen nichts zu spüren. In den Bewerbungsgesprächen haben sie sich prima geschlagen und erhalten zu Recht diese Stipendien.“ Am 12. Juni seien sie durch eine Jury bestätigt worden. Der Gesamtförderbetrag in diesem Jahr beträgt 11?500 Euro. Davon profitieren Judith Schulz aus Sonnewalde, Hannah Materne aus Finsterwalde, Eduard Dorn aus Heideland, Justin Radenz aus Finsterwalde und Thea Emilia Krüger aus Finsterwalde.
Eduard Dorn zieht es nach Brasilien, Thea Emilia Krüger fliegt nach Taiwan. Beide konnten an der Übergabe der Stipendien im Pavillon der Sparkasse Elbe-Elster in Finsterwalde leider nicht teilnehmen. Sie waren zeitlich verhindert. Judith Schulz möchte nach England, Hannah Materne nach Südkorea. „Anfangs hat mich die Musik angesprochen“, sagt die Finsterwalderin. Dann verfolgte sie koreanische Shows. „Ich sehe das als Herausforderung. Es ist einmal etwas völlig anderes - gerade auch sprachlich. Das reizt mich.“ Justin Radenz Reiseziel heißt Australien. „Ich finde die Landschaft interessant, diese unendlichen Weiten. Auch der Akzent ist toll. Zudem will ich das Land und die Mentalität der Menschen dort kennenlernen“, erzählt er.
Konrad Wehner aus Ahlsdorf  gab den frischen Stipendiaten einen ersten Einblick in das Abenteuer Auslandsjahr. Er war live per Skype ins Pavillon hinzugeschaltet. Sein Jahr in Frankreich geht dem Ende entgegen. Seine Tipps: „Alles positiv sehen und alle Angebote mitnehmen, die unterbreitet werden. Und da es für die Schüler im Austauschland ein normales Schuljahr ist, müsst ihr den ersten Schritt machen und Kontakte knüpfen.“ Warum Konrad Wehner Frankreich wieder empfehlen würde liegt nach seinen Worten klar auf der Hand: Zum einen wegen der guten französischen Küche und der sehr schönen Sprache. Zudem seien die Leute sehr offen und die Landschaft klasse. Begeistert von ihren Auslandsaufenthalt waren auch Alexandra Haupt aus Sonnewalde, Hanna Goßlau aus Betten und Tabea Geiß aus Beiersdorf. Sie verbrachten ein Jahr in den USA und berichteten den Jungstipendiaten von ihren Erlebnissen. Sie sprachen etwa über Schulen, wo es keine Bücher, sondern nur Tablets gibt, über Pizza als Schulessen, über Cheerleading als Schulsport, über Thanksgiving-Feiern und über die Prom, einen Abschlussball am Ende der High-School-Jahre.