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Sängerstadt: Alarm so oft wie noch nie

Mit Worten des ehemaligen Bundepräsidenten Theodor Heuss eröffnete Finsterwaldes Stadtbrandmeister Michael Kamenz zur Jahreshauptversammlung seinen Rechenschaftsbericht zum Jahr 2015.
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„Die Sorge und Hilfe für andere Menschen ist das wertvollste Kapital im Haushalt der Menschheit. Und solange es noch Menschen gibt, die freiwillig bereit sind, für andere da zu sein, ist es um diese Welt nicht allzu schlimm bestellt."

Angesichts der knapp 90 Feuerwehrleute und der zahlreichen Gäste, die zur Jahreshauptversammlung das Gerätehaus in Stadtmitte bis auf den letzten Platz füllten, scheint es in Finsterwalde an den genannten Freiwilligen nicht zu mangeln. Doch ein Blick auf die Einsätze macht das Arbeitspensum dieser Ehrenamtlichen deutlich. Mit 168 Alarmierungen war im Jahr 2015 die Einsatzzahl so hoch wie noch nie. Dabei bereiten dem Stadtbrandmeister vor allem die Fehlalarme große Sorgen. Mit 48 ist deren Zahl zu hoch. Er hoffe, dass es für die Türnotöffnungen, zu denen die Feuerwehrleute oft grundlos gerufen werden, künftig eine Lösung geben wird.

Bürgermeister Jörg Gampe bedankte sich ausdrücklich bei den Kameraden für ihr Verantwortungsbewusstsein und für die Einsatzbereitschaft, die bei steigenden Alarmierungen dennoch stets gewährleistet war. Insbesondere richtet er seinen Dank an die Familien der Feuerwehrleute, die oftmals zurückstehen müssten, wie er betonte.

Mit 111 Aktiven ist die Zahl der Mitglieder der vier Löschzüge in Mitte, Nehesdorf, Pechhütte und Sorno stabil. 23 Mitglieder zählt die Jugendfeuerwehr, die im vergangenen Jahr unter der Leitung von Jeffrey Schindler neuen Schwung erfahren hat. In seinem Bericht, den der neue Jugendwart durch Andy Hoffmann verlesen ließ, blickt er auf zahlreiche Weiterbildungen und gemeinsame Aktivitäten wie eine Fahrt ins Tropical Island, Arbeitseinsätze an der Grundschule Nehesdorf, das Herbstfeuer, den ersten gemeinsamen Stützpunktwettkampf der Jugendwehren im Freibad oder die Weihnachtsfeier zurück. Neue Ideen und konkrete Pläne für die Arbeit in 2016 gäbe es bereits viele und so kam das Überraschungsgeschenk, dass Bürgermeister Jörg Gampe und Michael Miersch an diesem Abend im Gepäck hatten, gerade recht. Mit Landesmitteln aus Lottoeinnahmen, einer großzügigen Spende der Stadtwerke und einer Zuwendung durch die Stadt Finsterwalde konnten zwei große Zelte für Feste, Veranstaltungen und Zeltlager angeschafft werden. „Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bedeutet das mehr Spaß und Qualität bei der Feuerwehr", sagte Jörg Gampe. Geschenke gab es auch vom Landtagsabgeordneten Rainer Genilke. Als Präsident der Landesverkehrswacht überbrachte er Gutscheine für Fahrsicherheitstrainings auf dem Übungsplatz in Massen.