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Lutherfest zum Reformationsfinale

Es lutherte im 500. Jahr der Reformation oft im Elbe-Elster-Kreis. Zum Finale mit Lutherfest am Reformationstag noch einmal besonders heftig in Finsterwalde. Die evangelische Kirchengemeinde der Sängerstadtmit schlug mit ihren Mitstreitern schlug den Bogen vom 1517 bis 2017.
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Einhundert Stimmen aus Chören der Stadt und aus Massen schickten für etwas mehr als 500 Zuhörer auf dem Marktplatz unter Regie von Kantor Andreas Jaeger Luthers „Eine feste Burg“ und andere Reformationsgesänge über den Markt, Religionsschüler des Sängerstadt-Gymnasiums ließen „Luther bei Tisch“ zu Wort kommen. Ein Konzert vom Musizierkreis Laudate im Gemeindehaus, das Pflanzen eines Lutherbaumes und vor allem ein großartiges Konzert mit Auszügen aus dem zentralen Luther-Pop-Oratorium unter Regie von Kantor Andreas Jaeger vom großem Projektchor in überfüllter Trinitatis-Kirche sorgten für Höhepunkte der abschließenden Lutherehrungen in diesem Jahr. Die Einweihung des Stelenweges zur Reformationsgeschichte in Finsterwalde wird bleibendes Highlight für die Stadt und ihre Besucher sein. Pfarrer Marcus Herrbruck würdigte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, die Hilfe von Architekt Jürgen Habermann und der Landtagsabgeordneten Barbara Hackenschmidt. Großes Lob gab es für die Macher: Schmiedemeister Körner und die Baufirma Berger für die bauliche Gestaltung, für die grafische Umsetzung durch die Piktografen und besondere für den ehemaligen Museumsleiter Dr. Rainer Ernst, der „in gelungener Balance zwischen Informationen und prägnanter Kürze“ eine tolle Arbeit geleistet habe, wie Herrbruck hervorhob.  „Ich habe noch nie so viel über die Geschichte der Kirche in Finsterwalde gelernt“, beschrieb Herrbruck die produktive Arbeitsphase für die Stelen und hob hervor, dass er bei Bürgermeister Jörg Gampe offene Türen einrannte.           Stationen der Reformationsgeschichte seit 1539 in Finsterwalde, ihre Vorgeschichte, Kirchen- und erste Schulgeschichte, Bezug zur Dieskau-Herrschaft, Kantoreigeschichte und Mitwirkung der Bürgerschaft als Umfeld der Reformation in Finsterwalde sind auf den Stelen im historischen Zentrum der Stadt zwischen Rathaus, Trinitatiskirche und Schloss dargestellt, wie Dr. Ernst vor zahlreich interessiertem Publikum am Reformationstag erläuterte. „Ich habe sehr gern an diesem Projekt gearbeitet“, verriet er. Für Stadtführungen und individuelle Erkundungen sind die Stelen eine Fundgrube, merkten viele Besucher des Reformationsfestes bei ersten Erkundungen. (Jürgen Weser)