Stefan Staindl

Hier fließen Strukturwandelgelder

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Der Gewerbepark in Massen soll in einem ersten Schritt um knapp 28 Hektar erweitert werden, damit künftige Anfragen bedient werden können.

Der Gewerbepark in Massen soll in einem ersten Schritt um knapp 28 Hektar erweitert werden, damit künftige Anfragen bedient werden können.

Foto: Amt Kleine Elster

Elbe-Elster. Der Bund stellt dem Land Brandenburg bis 2038 insgesamt 3,612 Milliarden Euro Finanzhilfen zur Förderung kommunaler und regionaler Projekte für die Strukturentwicklung in der Lausitz zur Verfügung. Welche Projekte das im Landkreis Elbe-Elster bisher sind, stellen wir hier kurz vor.

Über eine Förderung darf sich der Landkreis Elbe Elster selbst freuen. Unterstützt wird dabei das rund 12 Millionen Euro-Projekt »Weiterentwicklung des berufsbildenden Teils des Oberstufenzentrums Elbe-Elster«.

»Es ist geplant, das Oberstufenzentrum Elbe-Elster in Elsterwerda als einen modernen Lernort weiter zu entwickeln«, berichtet Torsten Hoffgaard, Pressereferent des Landkreises Elbe-Elster. Bislang würden die Auszubildenden des Oberstufenzentrums in Elsterwerda an drei unterschiedlichen Standorten beschult. »Mit den geplanten Erweiterungsbauten an zwei Standorten werden die Schulungsmöglichkeiten optimiert und an die aktuellen Bedarfe der jeweiligen Berufsausbildung angepasst. Es wird hiermit ein Standort in Elsterwerda reduziert.« Das Projekt soll in zwei zeitlich nacheinander folgenden Bauabschnitten umgesetzt werden. Im ersten Bauabschnitt (Kosten: rund fünf Millionen Euro, Bauzeit: Anfang 2023 bis Ende 2024) soll ein zweigeschossiger Ergänzungsbau mit neun Unterrichtsräumen und einem Multimediaraum am Standort Feldstraße 7a errichtet werden. Das neue Schulgebäude werde barrierefrei nutzbar und mit moderner, multifunktionaler Medientechnik ausgestattet sein.

Im zweiten Bauabschnitt am Standort Berliner Straße 52 (Kosten: rund sieben Millionen Euro, Bauzeit: Mitte 2024 bis Ende 2025) soll das vorhandene viergeschossige Schulgebäude erweitert und umgebaut werden. Die Maßnahme umfasse den Anbau von allgemeinen Unterrichtsräumen und Fachkabinetten, die Erweiterung der Mensa mit entsprechender Lüftungsanlage sowie die Herstellung einer barrierefreien Erschließung des gesamten Gebäudes durch den Einbau eines Personenaufzuges. Mit dem Einbau eines modernen Fachkabinettes für Elektrotechnik und mit der Einbindung der am Gebäude errichteten PV-Anlage in den Unterricht erfolgt eine Sensibilisierung für die Themen Klimawandel und Energiewende.

Strukturwandelgelder fließen auch in das Projekt »Erweiterung des Gewerbepark Massen«. Wie Marten Frontzek, Amtsdirektor des Amtes Kleine Elster, berichtet, soll der bestehende, rund 100 Hektar große Gewerbepark im ersten Schritt um knapp 28 Hektar vergrößert werden. »Diese zusätzliche Fläche wollen wir aufbereiten, um sie dann nicht kleinteilig, sondern möglichst zusammenhängend an ein oder zwei Investoren vergeben zu können.« Diese Erweiterung soll mit einer zweiten Stichstraße zugänglich gemacht werden. Ebenso soll das neue Gebiet und Teile des bestehenden Gewerbeparkes mit einem Gleisanschluss versehen werden - als Alternative zur bestehenden Industriebahn. Marten Frontzek. geht davon aus, dass im Laufe des kommenden Jahres die B-Planreife dieser ersten südlichen Gewerbeparkerweiterung in einem entsprechenden Bebauungsplan hinterlegt ist und 2023 dann auch mit dem Gleisbau begonnen werden könnte. Laut Marten Frontzek wollen sie mit der Gewerbeparkerweiterung zukünftig die Anfragen von Investoren bedienen können: »Aktuell haben wir nicht die entsprechenden Flächen vorrätig. Doch die Notwendigkeit einer Erweiterung hat sich jetzt verdichtet.« Eine aktuelle Aussage zu den Projektkosten könne man aktuell nicht machen. Ursprünglich standen rund 3,5 Millionen Euro im Raum.