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Großbrand bei Kölsa-Rehfeld

Falkenberg. Update: Der Verwaltungsstab des Landkreises Elbe-Elster beendet die Großschadenslage.

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In seiner letzten Zusammenkunft am Morgen des 1. August hat der Verwaltungsstab des Landkreises zusammen mit der Technischen Einsatzleitung vor Ort und in Abstimmung mit der Verbandsgemeinde Liebenwerda entschieden, die Großschadenslage Kölsa-Rehfeld zu beenden. Der Landkreis die Lage als stabil ein. Die Situation vor Ort hat sich eine Woche nach Brandausbruch kontinuierlich entspannt, so dass die Zuständigkeit für die weitere Brandbekämpfung und -beobachtung jetzt zurück an die Verbandsgemeinde Liebenwerda fällt.

Die Sperrung der B183 zwischen Kötten und Marxdorf wurde heute (1. August) am Morgen aufgehoben. Das Gewerbegebiet Lönnewitz ist bereits zur gleichen Zeit wieder zugänglich.

Der Verwaltungsstab weist darauf hin, dass das Einsatzgebiet Kölsa-Rehfeld in den nächsten Tagen weiter für die Allgemeinheit gesperrt bleibt, um die Kontrolltätigkeiten nicht zu behindern und weil noch Gefahr von umstürzenden Bäumen ausgeht. Waldbesitzer und Windkraftanlagenbetreiber sind davon ausgenommen.

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski erklärte zum Abschluss: „Mein persönlicher Dank gilt allen, die Anteil an dieser beispiellosen Mannschaftsleistung haben. Bei diesem Kraftakt konnten wir uns vor allem auf die Unterstützung vieler freiwilliger und hauptamtlicher Kameradinnen und Kameraden der freiwilligen Feuerwehren und Kreiswehren aus dem ganzen Land Brandenburg Tag und Nacht verlassen. Bei ihnen lag der Hauptteil der Arbeit bei der Brandbekämpfung und dem Schutz der gefährdeten Ortschaften. Die Arbeit vieler freiwilliger Helferinnen und Helfer, insbesondere der umliegenden Ortschaften und Firmen sowie weiterer Hilfsdienste, wie das Technische Hilfswerk, die Johanniter, @fire, das DRK, Blaulichtreport Elbe-Elster, die Notfallseelsorge und die örtliche Land- und Forstwirtschaft haben mit ihrem Handeln zum Erfolg entscheidend beigetragen. Großer Dank gilt auch den Landes- und Bundeseinrichtungen, der Landes- und Bundespolizei sowie der Bundeswehr und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst für ihre intensive Unterstützung zu Land und in der Luft.“ Ebenso bedankte er sich für die konstruktive Zusammenarbeit bei den beteiligten sächsischen Feuerwehren.

Für Fragen der Bevölkerung bleibt das Bürgertelefon heute noch bis zur Aufhebung der Großschadenslage um 14 Uhr geschaltet. Es ist unter 03535 46-4004 zu erreichen. Für weitere Fragen steht ab sofort die Verbandsgemeinde Liebenwerda mit Bürgermeister Herold Quick zur Verfügung. Er ist telefonisch unter 035365-4110 zu erreichen. Alternativ steht dafür auch der stellvertretende Wehrführer der Verbandsgemeinde Liebenwerda, Martin Neumann, unter 015222912749 zur Verfügung.

 

- Update: 31. Juli: Große Fortschritte bei der Bekämpfung der Großschadenslage -

Der Landkreis Elbe-Elster schätzt in enger Abstimmung aller Führungs- und Einsatzeinheiten die Lage als stabil ein. Die Situation hat sich rund eine Woche nach Brandausbruch weiter entspannt. Die noch vorhandenen Glutnester werden separat bekämpft, so dass die Brandfläche bald in örtlicher Zuständigkeit betreut werden kann, schätzt Kreisbrandmeister Steffen Ludewig am Sonntagabend ein. 

 Auch nach Übergabe der Zuständigkeit wird das Gebiet sorgfältig im Auge behalten und weiter engmaschig mit Einsatzkräften bestreift und bei Bedarf werden Maßnahmen ergriffen. Gegen eine große und unkontrollierbare Ausbreitungsgefahr wurde alles getan, indem man gezielt abgebrannt und Zuwegungen gebaut hat. Der Einsatz von Starkregnern und das Anlegen von Schutzstreifen komplettieren das umfassende Sicherungskonzept der Brandflächen.

Die Sperrung der B183 zwischen Kötten und Marxdorf wird ab Montag, dem 01.08.2022, ab 8 Uhr, wieder aufgehoben. Das Gewerbegebiet Lönnewitz wird bereits ab 6 Uhr zugängig sein. Selbstverständlich wird diese Planung sofort verändert, sollte es die Änderung der Lage bis zu diesem Zeitpunkt erfordern.

Seitens der Einsatzkräfte besteht weiterhin die eindringliche Bitte, auf das Betreten der betroffenen Schadensflächen durch Spaziergänger oder Radfahrer bis auf Weiteres zu verzichten. Sie gefährden sich und die Helfenden beim Einsatz.

 

- Update: 31. Juli: Niederschläge im Schadensgebiet helfen doppelt -

Auch der siebte Tag der Großschadenslage steht unter der Prioritätensetzung vorbeugender Maßnahmen. Die gestern gefallenen Niederschläge haben zu einer Durchfeuchtung des Bodens im Schadensgebiet von 5 cm geführt. Der Regen half dabei nicht nur den Einsatzkräften, die Niederschläge zeigten auch heiße Stellen an den Randgebieten, da sich dort besonders starker Qualm entwickelte. Der Einsatz von Drohnen mit Thermalkameras wird heute fortgesetzt. Diese Kameras geben Aufschluss über die Temperaturen in tieferen Schichten des Bodens und bestimmen somit den weiteren Verlauf der Maßnahmen. Das Einsatzgeschehen wird heute mit bis 250 Einsatzkräften abgesichert.

Bisher wurden neun Kilometer Wegebau abgeschlossen, um ein schnelles und ungehindertes Vorankommen an mögliche Brandstellen im Großschadensgebiet zu garantieren. Der gesamte Einsatzabschnitt „Luft“ zur Erkundung der Lage steht den ganzen Tag auf Abruf bereit. Auch die Bundeswehr unterstützt weiterhin am Boden mit zwei Bergepanzern (Pionierpanzer), vier Löschfahrzeugen und einem Führungsfahrzeug. Wie auch in den vergangenen Tag werden zwei Wasserwerfer der Brandenburger Polizei sowie vier Wasserwerfer der Bundespolizei zum Einsatz kommen und auf einer Fläche von 500 Hektar den Boden durchfeuchten und Glutnester beheben. Sorge bereiten weiterhin die Wetterprognosen für die kommende Woche.

 

- Update: 30. Juli: Schadensgebiet Kölsa-Rehfeld wird in der Nacht kartiert -

Die Brandvorbeugemaßnahmen werden in der Nacht fortgesetzt. Der Polizeihubschrauber Adebar fliegt über das Einsatzgebiet, um die kritischen Brandstellen und Brandnester zu dokumentieren. Danach sind Drohnen damit beschäftigt, das Gebiet zu kartieren, um die Einsatzkräfte noch zielgerichteter dirigieren zu können. Derzeit sind noch 160 Einsatzkräfte vor Ort. Die Großschadenslage bleibt auch am Sonntag bestehen.

Die gemeinnützige Hilfsorganisation @fire setzt ihre Arbeiten morgen Vormittag fort. Durch den kontrollierten Feuereinsatz wird die Brandlast dann noch in den letzten Flächenabschnitten reduziert. Dabei kann es zu stärkerer Rauchentwicklung kommen.

Die Bundesstraße B183 zwischen Beilrode und Marxdorf muss bis zur Beendigung der Großschadenslage weiter gesperrt bleiben, damit die Einsatzfahrzeuge schnell an die Brandorte gelangen können.

 

- Update: 30. Juli: Großschadenslage bleibt vorerst bestehen -

Die Großschadenslage bleibt über das Wochenende bestehen. Das hat der Verwaltungsstab des Landkreises in Absprache mit der technischen Einsatzleitung vor Ort und der Verbandsgemeinde Liebenwerda entschieden. Obwohl das Schwerpunkt-Brandgebiet von 500 Hektar sich nicht ausgedehnt hat und die Lage im Moment stabil ist, gibt die Wetterprognose für den Anfang der Woche Anlass zur Sorge. Sommertemperaturen ohne Niederschlag bringen Risiken mit sich, die unter anderem ein hohes Brandpotenzial bergen. Deshalb setzt die Führung um Landrat Christian Heinrich-Jaschinski weiter auf externe Unterstützung. Dazu wurden weitere Brandschutzeinheiten und Verpflegungskomponenten aus dem Land angefordert.

Die Bundeswehr bleibt weiter vor Ort mit ihren Löschfahrzeugen und Pionierpanzern. Dafür wurden die Transporthubschrauber als nicht mehr erforderlich angesehen. Die Polizei stellt weiterhin ihren Erkundungshubschrauber Adebar zur Verfügung und steht auch mit ihren vier Wasserwerfern bereit, um bei Bedarf ins Brandgeschehen eingreifen zu können.

 

- Update: 30. Juli: Entspannte Lage am Einsatzort Falkenberg -

In der morgendlichen Lagebesprechung des Verwaltungsstabes wurde die aktuelle Lage am Einsatzort Falkenberg als insgesamt entspannt angesehen. Derzeit gehe es auf einer Fläche von 500 Hektar darum, einzelne Glutnester abzulöschen. Sowohl im Einsatzabschnitt Nord als auch im Schwerpunktabschnitt Süd war es immer wieder zu Entzündungen des Feuers gekommen. Dort sind die Einsatzkräfte mit Tanklöschfahrzeugen zur Stelle, um schnell einzugreifen. Zur Verstärkung wurden heute die Löschfahrzeuge der Bundeswehr aus der Bereitschaft zurückbeordert, wo sie die Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit unterstützen. Die gemeinnützige Hilfsorganisation @fire beendete nach Absprache mit der Technischen Einsatzleitung und dem Verwaltungsstab ihre Arbeiten.

Die Transporthubschrauber der Bundeswehr stehen weiter in Bereitschaft, um jederzeit ins Löschgeschehen eingreifen zu können. Für das Naherholungsgebiet Kiebitz wurde das ausgesprochene Badeverbot seit heute 0.00 Uhr aufgehoben. Dagegen bleibt die Sperrung der Bundesstraße B183 zwischen Beilrode und Marxdorf weiter bestehen.

 

- Update: 29. Juli: Brandbekämpfung derzeit ausschließlich vom Boden aus -

Aktuell sind die 360 Einsatzkräfte vor Ort auf insgesamt rund 430 Hektar damit beschäftigt, den Großbrand im Einsatzabschnitt Süd vom Boden aus zu bekämpfen. Zuvor hatte eine Drohne exakte Einsatzinformationen geliefert. Die Transporthubschrauber der Bundeswehr stehen in Bereitschaft, um jederzeit ins Löschgeschehen eingreifen zu können. Weiterhin aktiv sind die zwei Pionierpanzer der Bundeswehr beim Schneisen- und Wegebau sowie bei der Unterstütung der gemeinnützigen Hilfsorganisation. So sind in den zurückliegenden Stunden eine ganze Reihe von breiten Wegen im Brandgebiet entstanden, auf denen die Löschkräfte problemlos durch das unwegsame Gelände zu möglichen Brandstellen kommen.

 

- Update: 29.Juli: Brandbekämpfung am Boden und in der Luft wird fortgesetzt -

Aktuell liegt der Fokaus darauf Glutnester aufzuspüren und zielgerichtet zu bekämpfen. Am Boden unterstützen dazu mittlerweile zwei Pionierpanzer der Bundeswehr. Ein Fahrzeug ist in der Nacht frisch eingetroffen und hat sich daraufhin sofort ans Werk gemacht. So sind in den zurückliegenden Stunden eine ganze Reihe von breiten Wegen im Brandgebiet entstanden, auf denen die Löschkräfte problemlos durch das unwegsame Gelände zu möglichen Brandstellen kommen.

Am Morgen hat die Spezialfirma @fire damit begonnen, an der B183 Vegetation gezielt abzubrennen. Durch das kontrollierte Abbrennen kann die Brandlast u.a. durch Totholz oder Schlagabraum reduziert und Schadensfeuern und Zerstörung vorgebeugt werden. An der Bundesstraße soll dadurch ein Übergriff des Feuers auf die andere Straßenseite dauerhaft vehindert werden. Unter Berücksichtigung des Bundesnaturschutzgesetzes sowie des Landeswaldgesetzes und ggf. weiterer Vorgaben wird mittels biologisch abbaubarer Flüssigbrennstoffe die definierte Flächen strategisch behandelt. Aktuell sind noch rund 250 Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung beschäftigt.

 

- Update: 28. Juli: Zum Ende der Arbeitswoche werden die Anstrengungen bei der Bekämpfung des Großbrandes noch einmal verstärkt. -

Der Verwaltungsstab hat in Absprache mit der Technischen Einsatzleitung vor Ort eine zusätzliche Brandschutzeinheit angefordert, so dass die Zahl der Einsatzkräfte am Freitag von 300 auf 400 ansteigt. Außerdem werden die Feuerwehrleute durch schlagkräftige Technik unterstützt. Die Bundeswehr ist mit insgesamt sieben Hubschraubern zur Erkundung und für den Löscheinsatz im Großschadensgebiet im Einsatz. Die Transporthubschrauber vom Typ CH53 und NH90 sind teilweise bis 22 Uhr in der Luft und starten am Freitagmorgen um 8 Uhr. Außerdem unterstützen Wasserwerfer der Polizei und weitere Tanklöschfahrzeuge der Bundeswehr die Löscharbeiten vor Ort ebenso wie ein Löschpanzer aus Sachsen, der in munitionsbelastetem Gebiet bei der Brandbekämpfung hilft. Die aktuelle Herausforderung besteht nach wie vor darin, Glutnester rechtzeitig aufzuspüren und dann zu verhindern, dass offenes Feuer entsteht. Wie es mehrfach im Einsatzabschnitt Süd der Fall war, wo die Einsatzkräfte stark gefordert waren. Am Boden unterstützt weiterhin der Pionierpanzer der Bundeswehr beim Schneisen- und Wegebau. Für den morgigen Tag ist ein weiterer Pionierpanzer von der Bundeswehr zur Unterstützung im Anrollen, um die Arbeiten für den Wegebau zu beschleunigen. Der Verwaltungsstab hält aktuell an der Großschadenslage fest.

 

- Update: 28. Juli: Glutnester halten Einsatzkräfte in Atem -

Die aktuelle Herausforderung besteht darin, dass Glutnester jederzeit in offenes Feuer umschlagen können, wie am frühen Nachmittag gegen 14 Uhr im Einsatzabschnitt Süd. Die Einsatzleitung hat sofort die Bundeswehrhubschrauber hinbeordert, um die Flammen aus der Luft zu bekämpfen. Vier Transporthubschrauber sind momentan im permanenten Pendelverkehr zwischen Brandstelle und Kiebitzsee. Am Boden unterstützt der Pionierpanzer der Bundeswehr beim Schneisen- und Wegebau, damit einerseits der Brand gestoppt werden kann und andererseits Wege für die übrigen Löschkräfte durch das unwegsame Gelände angelegt werden. Diese sollen das Vordringen an Brandstellen und Glutnester erleichtern. Inzwischen wurde in der jüngsten Lagebesprechung noch ein weiterer Panzer von der Bundeswehr zur Unterstützung angefordert, der im Laufe des morgigen Tages erwartet wird. Im Einsatzgebiet der Stadt Falkenberg sind derzeit rund 300 Kräfte aus mehreren Landesteilen Brandenburgs mit Löscharbeiten beschäftigt. Der Verwaltungsstab hält aktuell noch an der Großschadenslage fest, weil überörtliche Einsatzkräfte und Kapazitäten nach wie vor dringend benötigt werden und die Lage mit eigenen Kräften allein nicht zu bewältigen ist.

 

- Update: 28. Juli: Nach dem Aufflammen einzelner Glutnester gestern Abend hat sich die Lage im Verlauf der Nacht wieder deutlich entspannt -

Die Einsatzkräfte vor Ort haben den Brand unter Kontrolle. Es gibt derzeit keine offenen Feuer. Unter Beobachtung stehen zahlreiche Glutnester mit Temperaturen zwischen 40 und 180 Grad. Im Einsatzgebiet der Stadt Falkenberg sind derzeit rund 320 Kräfte aus mehreren Landesteilen Brandenburgs mit Löscharbeiten beschäftigt. In der Nacht ist der Pionierpanzer der Bundeswehr eingetroffen und hat erneut Schneisen im Gelände angelegt, damit der Brand weiter eingedämmt werden kann. Diese Arbeiten werden auch im Tagesverlauf weiter fortgesetzt. Unterstützung gibt es von der Bundeswehr und der Landespolizei aus der Luft. In den Vormittagsstunden werden Transporthubschrauber Löschunterstützung leisten. Der Polizeihubschrauber erkundet parallel das Gelände per Wärmekamera nach Einsatzschwerpunkten und wird das Gelände noch einmal vermessen. Der Verwaltungsstab schätzt zusammen mit den Einsatzkräften vor Ort ein, dass es heute vor allem darauf ankommt, die vorhandenen Glutnester im Großbrandgebiet weiter einzudämmen und in Schach zu halten. Das hängt nicht zuletzt von den Thermikverhältnissen und den sonstigen Wetterbedingungen ab.

 

- Update: 27. Juli: In den Abendstunden wieder aufgeflammt -

Im südlichen Einsatzabschnitt stehen die Flammen auf sächsischer Seite 250 Meter von der Bundesstraße B183 in Falkenberg entfernt. Darauf konzentrieren sich augenblicklich die Hauptlöscharbeiten. Die aktuell 318 Einsatzkräfte können in dem Abschnitt wieder arbeiten, nachdem der gemeldete Bombenfund aus Sachsen sich als Irrtum entpuppte. Zur Verstärkung der Brandbekämpfung wurden von der Bundeswehr erneut die Transporthubschrauber CH53 und NH90 zur Unterstützung angefordert. Diese werden am Morgen die Lage erkunden und danach gegen 8 Uhr mit den Löscharbeiten aus der Luft beginnen. Dafür wird erneut das nötige Wasser aus dem Kiebitz genommen. Deshalb muss der Badebetrieb dort im Naherholungsgebiet bis auf weiteres untersagt werden.

 

- Update: 27. Juli: Großbrand Kölsa-Rehfeld unter Kontrolle -

In Abstimmung mit der Feuerwehreinsatzleitung vor Ort sieht der Verwaltungsstab des Landkreises am Nachmittag den Großbrand Kölsa-Rehfeld unter Kontrolle. Die Transporthubschrauber der Bundeswehr kehrten an ihren Standort zurück. Die Löscharbeiten aus der Luft waren in den zurückliegenden Stunden sehr erfolgreich, so dass der Einsatz der Flieger aktuell nicht mehr benötigt wird. Die Großschadenslage kann damit aber noch nicht aufgehoben werden. Dafür sei die Lage noch zu komplex und hiesige Einheiten seien nach wie vor auf die Unterstützung überörtlicher Kräfte aus anderen Landkreisen angewiesen,hieß es im Verwaltungsstab. Rund 360 Einsatzkräfte sind aktuell noch mit dem Großbrand beschäftigt. Unter anderem, geht es darum, eine Riegelstellung zu Sachsen aufzubauen, damit ein Feuerübergriff aus Sachsen erschwert wird. 

Der See am Kiebitz steht ab sofort wieder für den Badebetrieb zur Verfügung. Dagegen muss die Sperrung der B183 Bad Liebenwerda-Torgau zwischen Abfahrt Beilrode und Ortslage Marxdorf nicht zuletzt wegen des Bombenfunds weiter bestehen bleiben. Günstig für den weiteren Tagesverlauf sind die Wetterprognosen. Windverhältnisse und Temperaturen lassen eine ordentliche Brandbekämpfung zu. Die Bahnlinie Cottbus-Leipzig ist jetzt wieder für den Zugbetrieb ohne Geschwindigkeitsbeschränkung freigegeben.

 

-  Update: 27. Juli: Auch nach zwei Tagen intensiver Löscharbeiten ist der Großbrand Kölsa-Rehfeld in der Stadt Falkenberg noch nicht unter Kontrolle -

Die Einsatzkräfte konzentrieren sich aktuell auf den Einsatzabschnitt Süd (Lönnewitz), wo es in der Nacht in einem Windpark zu einem Aufleben der Flammen gekommen ist. Am Vormittag startet die Bundeswehr zunächst mit Aufklärungsflügen über dem Zielgebiet und wird dann ab 9 Uhr die Löscharbeiten mit den Transporthubschraubern aus der Luft fortsetzen.

Parallel ist der Pionierpanzer Dachs der Bundeswehr damit beschäftigt, Schneisen zu schlagen, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Dort wurden bereits in der Nacht Erfolge erzielt, so dass die Brandfläche nicht größer geworden ist. Von den insgesamt betroffenen 800 Hektar Fläche sind derzeit noch 500 Hektar im aktiven Brandgeschehen. Darauf konzentrieren sich jetzt die weiteren Löscharbeiten. Der See am Kiebitz bleibt bis auf Widerruf für den Badebetrieb geschlossen. Auch die Sperrung der B183 Bad Liebenwerda-Torgau weiter bestehen. Günstig für den laufenden Tag sind die Wetterprognosen. Hatten zuletzt immer wieder drehende heftige Sturmböen die Löscharbeiten erschwert und zunichte gemacht, so hat der Wind inzwischen deutlich abgeflaut, und die Temperaturen bewegen sich heute bei 20 Grad.

 

- Update: 26. Juli: Evakuierung von Kölsa-Siedlung nicht mehr erforderlich -

Die Evakuierung von Kölsa-Siedlung ist nicht mehr erforderlich. Das stellte am vergangenen Abend der Verwaltungsstab in Abstimmung mit der Einsatzleitung vor Ort fest. Damit sind alle angeordneten Evakuierungen aufgehoben. Hintergrund für die aktuelle Entscheidung ist die Entspannung der Lage in den Einsatzabschnitten Nord und Ost beim Großbrand Kölsa-Rehfeld in der Stadt Falkenberg. Dort wurden bereits erste Kräfte abgezogen.

Von den insgesamt betroffenen 800 Hektar Fläche sind derzeit noch 500 Hektar im Einsatzabschnitt Süd (Lönnewitz) im aktiven Brandgeschehen. Darauf konzentrierten sich in der Nacht und am heutigen Tag die weiteren Löscharbeiten. Bis um 20 Uhr und Mitternacht flogen Hubschrauber der Bundeswehr ihre Brandeinsätze. Heute nehmen sie den Flugbetrieb wieder auf und setzen die Löscharbeiten weiter fort. Der See am Kiebitz bleibt deshalb bis auf Widerruf für den Badebetrieb geschlossen. Auch die Sperrung der B183 Bad Liebenwerda-Torgau zwischen Kötten und Ortslage Marxdorf bleibt weiter bestehen. Dafür wurde die Bahnlinie Cottbus-Leipzig gestern wieder für den Zugbetrieb freigegeben, zunächst mit reduzierter Geschwindigkeit von 50 km/h.

 

- Update: 26. Juli: Vorerst keine weiteren Evakuierungen vorgesehen -

Der Verwaltungsstab beim Landkreis hält derzeit weitere Evakuierungen für nicht erforderlich. Die aktuelle Lage lege eine solche Entscheidung nicht nahe, machte der Leiter des Verwaltungsstabes Dirk Gebhard in der jüngsten Lagebesprechung deutlich. "Aber die Gefahr ist noch nicht vorüber. Wetterankündigungen über Sturmböen von über 60 km/h machen uns Sorge, dass das Brandgeschehen noch einmal an Dynamik gewinnt", schaut Dirk Gebhard voraus. Aktuell sind 480 Einsatzkräfte aus mehreren Landkreisen mit 90 Fahrzeugen im Löscheinsatz. Die Einsatzleitung der Feuerwehr vor Ort hat aktuell drei Einsatzabschnitte gebildet, um den Großbrand Kölsa-Rehfeld in der Stadt Falkenberg zu bekämpfen. Weitere Unterstützung kam dabei von der Bundeswehr. Sie setzt zusätzlich zu den bereits zur Verfügung gestellten Transporthubschraubern vom Typ CH53 aus Holzdorf drei weitere Hubschrauber NH90 ein. Diese haben eine Löschwasserkapazität von 2.500 Litern pro Einsatzflug. Der Schwerpunkt der Löscharbeiten liegt dabei im südlichen Einsatzabschnitt in der Nähe des Gewerbegebietes Lönnewitz. Mit einem Pionierpanzer Dachs der Bundeswehr soll dort eine Schneise errichtet werden, um die Brandausbreitung zu verhindern.

 

- Update: 26. Juli: Beim Großbrand Kölsa-Rehfeld in der Stadt Falkenberg konnten am Dienstag um 12 Uhr die ersten Evakuierungen aufgehoben werden. -

In Kölsa und Rehfeld konnten die Einwohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Dort hatte sich die Lage im Laufe des Vormittags deutlich entspannt. Dagegen laufen die Löscharbeiten im südlichen Einsatzgebiet Richtung Gewerbegebiet Lönnewitz unvermindert weiter. Dabei bekommen die rund 350 Einsatzkräfte Unterstützung von zwei Transporthubschraubern der Bundeswehr vom Typ CH53 aus Holzdorf. Diese können jeweils 5.000 Liter Wasser pro Einsatzflug aufnehmen. Der Verwaltungsstab hat weitere fünf Hubschrauber der Bundeswehr angefordert und hofft so, mit deren Unterstützung das Feuer weiter zurückdrängen zu können. Die Wasseraufnahme erfolgt im Naherholungsgebiet Kiebitz, wo die Hubschrauber stationiert sind. Darüber hinaus unterstützt auch ein Hubschrauber der Landespolizei bei der Lageerkundung aus der Luft. Das Einsatzgebiet umfasst nach wie vor rund 850 Hektar. Die B 183 Bad Liebenwerda-Torgau zwischen Kötten und Ortslage Marxdorf ist weiterhin gesperrt. Eine Umleitung ist über Herzberg eingerichtet. Der Verwaltungsstab geht davon aus, dass die Löscharbeiten noch bis morgen Abend fortgesetzt werden müssen. Sorge bereiten den Einsatzkräften aktuell angekündigte Windböen bis 60 Kilometer pro Stunde.

 

- Erstmeldung: 25. Juli 2022 -

Der Großbrand bei Kölsa-Rehfeld in der Stadt Falkenberg dauert weiter an. Das Einsatzgebiet umfasst rund 850 Hektar. Die Einsatzleitung der Feuerwehr vor Ort hat zwei Einsatzabschnitte gebildet. Dort sind derzeit 350 Kräfte mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Bislang ist nicht absehbar, wann der Brand unter Kontrolle ist. Es wird mit mehreren Tagen gerechnet.

Die Evakuierungen in Rehfeld und Kölsa sind derzeit noch aktuell. 700 Einwohner sind davon betroffen. Im Laufe des Tages wird entsprechend der Lageentwicklung entschieden, ob die Evakuierungen weiter Bestand haben.

Am Morgen wurden Hubschrauber der Bundeswehr und der Landespolizei angefordert für den Löscheinsatz und die Lagebeobachtung. Wie auf Twitter berichtet wurde, ist ein Hubschrauber der Bundeswehr mitlerweile eingetroffen und hat mit der Brandbekämpfung aus der Luft begonnen. Im Naherholungsgebiet Kiebitz wurde ein Badeverbot ausgesprochen, um dort die Wasserentnahme für die Hubschrauber zu gewährleisten. Der Verwaltungsstab des Landkreises Elbe-Elster hat heute Morgen auch entschieden, die B 183 Bad Liebenwerda-Torgau zwischen Kötten und Ortslage Marxdorf zu sperren. Eine Umleitung wird über Herzberg eingerichtet.

Wie die Stadt Cottbus mitteilte sind auch erneut Feuerwehrleute der Stadt Cottbus in das Einsatzgebiet ausgerückt. Insgesamt 14 Cottbuser Einsatzkräfte sind mit 5 Löschfahrzeugen vor Ort.

Das Feuer war aus bislang ungeklärten Umständen am frühen Nachmittag des 25. Juli ausgebrochen und hatte sich schnell zu einem Großbrand entwickelt. Der Landkreis hatte daraufhin eine Großschadenslage ausgerufen und den Verwaltungsstab des Landkreises im Ordnungsamt der Kreisverwaltung einberufen. Betroffen war zunächst ein Gebiet von über 100 Hektar, im Laufe des Tages und Abends hatte sich die Fläche auf rund 800 Hektar vergrößert. Dafür sorgten vor allem heftige Sturmböen, die die Löscharbeiten der Feuerwehrleute erheblich erschwerten und in Teilen sogar unmöglich machten. Im Laufe des Einsatzes gab es sieben Verletzte bei den Einsatzkräften, sechs davon wurden ins Krankenhaus gebracht. Eine Schweinemastanlage in Kölsa-Siedlung ist abgebrannt, eine Vielzahl an Tieren ist dabei verendet. Am Abend hatte Innenstaatssekretär Dr. Markus Grünewald den Verwaltungsstab besucht. Er informierte sich über das aktuelle Einsatzgeschehen und tauschte sich darüber u. a. mit Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Verwaltungsstableiter Dirk Gebhard aus.

Für Fragen der Bevölkerung wurde ein Bürgertelefon eingerichtet, das unter 03535 46-4004 zu erreichen ist.