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2000 »Graun-Eleven« auf USB-Sticks

Auch die Musikschulen des Landkreises stehen vor neuen Herausforderungen. Hier läuft der Unterricht jetzt digital.
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Musikschulleiter Chris Poller (li.) und Cello-Lehrer Nassib Ahmadieh freuen sich über die Weihnachtsgabe der Sparkassenstiftung. Foto:cjw

Musikschulleiter Chris Poller (li.) und Cello-Lehrer Nassib Ahmadieh freuen sich über die Weihnachtsgabe der Sparkassenstiftung. Foto:cjw

Der Sparkassenkleintransporter rollt mit besonderen Weihnachtsüberraschungen auf den Finsterwalder Musikschulhof der Kreismusikschule »Gebrüder Graun«. Musikschulleiter Chris Poller und Musikschullehrer Nassib Ahmadieh nehmen die Pakete mit 2000 Memory USB-Sticks mit großer Gigabyte Speichermenge als Geschenk der Sparkassenstiftung gern in Empfang, »damit jede Schülerin und jeder Schüler einen Stick als Weihnachtsüberraschung bekommen kann«, verrät Chris Poller. Hintergrund der Geschenkaktion ist, dass zurzeit keine normalen Konzertveranstaltungen möglich sind und neue Wege beschritten werden müssen. Im Jahr 2019 hat die Musikschule 100 Veranstaltungen angeboten, allein 33 in der Advents- und Weihnachtszeit. Das alles war in diesem Jahr seit März nicht mehr möglich. Ersatzangebote Seit Mai habe man mit Online-Konzerten ein tolles Ersatzangebot geschaffen, so Poller »Aber diese Konzerte auf dem You Tube Kanal der Kreismusikschule können nicht alle Elternvorspiele ersetzen und es können nicht alle MusikschülerInnen mitwirken«, erklärt Poller. Für die Lernenden seien aber künstlerische Präsentationen nach einer Übungsphase oder Einstudierung wichtig. Digitale Unterrichtsformen werden künftig neben dem Präsenzunterricht fester Bestandteil in der Arbeit der Kreismusikschule sein, ist Poller sicher. Das wird mit der Weihnachtsüberraschung der Sparkassenstiftung als Förderer der Elbe-Elster-Musikschule sichtbar gemacht. Um SchülerInnen, Eltern und Verwandten eine Alternative zu den ausgefallenen Konzerten anzubieten, nehmen Lehrkräfte die einstudierten Werke mit musikschuleigenen Tablets auf. Hier kommen nun die 2000 USB-Sticks ins Spiel. »Wir haben uns bewusst für dieses Format entschieden, da es sich im Angebot digitaler Medien bewährt hat und nicht von der Bandbreite des Internets abhängig ist«, so Poller. Als Weihnachtsvergnügen besonderer Art kann man zu Hause unterm Weihnachtsbaum bis weit in das neue Jahr hinaus die musikalische Entwicklung der Sprösslinge genießen. 2021 soll der USB-Stick möglichst als »musikalisches Unterrichtstagebuch« weitergeführt werden, so der Wunsch der Musikschulpädagogen der Kreismusikschule, wie auch Nassib Ahmadieh betont. Ganz ohne digitale Hilfe, schmunzelt Chris Poller, musste in den Vorweihnachtstagen ohne Unterricht in den Schulen die Herausforderung bewältigt werden, bei allen der knapp 2000 MusikschülerInnen jeweils einen Stick unterm Weihnachtsbaum landen zu lassen.


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