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Zensus 2022: Ablauf der Befragung

Region. Am 15. Mai 2022 startete deutschlandweit der Zensus 2022.
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Foto: Pixabay

Für die Befragung werden unterschiedliche Verfahrensweisen durchgeführt. Derzeit führt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg die Gebäude- und Wohnungszählung durch. Der Landkreis Dahme-Spreewald übernimmt parallel die Aufgabe der persönlichen Haushaltsbefragung. Hier entstehen viele Fragen bei den Bürgern im Landkreis.

Gebäude- und Wohnungszählung

Bei der Gebäude- und Wohnungszählung befragt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in Brandenburg etwa 650.000 Eigentümer sowie Verwalter von Wohnraum schriftlich und wird online bis zum 30. Mai 2022 durchgeführt. Auch für diese Befragung besteht eine Auskunftspflicht. Im Moment besteht ein erhöhtes Anrufaufkommen beim Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, daher können nicht alle Anrufe entgegengenommen werden.

Kontakt: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Alte Rhinstraße 8, 12681 Berlin, wohnen-brandenburg@zensus-bbb.de, Telefon: (0331) 8173-3022.

Persönliche Befragung durch Interviewer

Parallel dazu erhalten seit 15. Mai ausgewählte Anschriften ein Anschreiben mit einem Terminvorschlag sowie einen Informationsflyer von der Zensus Erhebungsstelle des Landkreises Dahme-Spreewald. Zum vereinbarten Zeitpunkt besucht ein Interviewer des Landkreises Dahme-Spreewald den Haushalt unter Berücksichtigung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Alle Erhebungsbeauftragten können sich ausweisen. In einem kurzen Gespräch werden allgemeine Fragen zur Person und weiteren Haushaltsmitgliedern gestellt. Das Interview dauert etwa 5 bis 10 Minuten und wird bis 31. Oktober 2022 durchgeführt.

Kontakt: Zensus Erhebungsstelle Dahme-Spreewald, Weinbergstraße 1, 15907 Lübben (Spreewald). Zu erreichen ist die Zensus Erhebungsstelle unter der Hotline: (03375) 26-2146 oder im Internet unter: https://www.dahme-spreewald.info/de/zensus

Hinweis: Grundsteuerreform der Finanzämter

Alle Eigentümer von Grundbesitz müssen bis 31. Oktober 2022 zudem Erklärungen im Zusammenhang mit der Grundsteuerreform an das zuständige Finanzamt übermitteln. Hintergrund ist die Reform der Grundsteuer (www.grundsteuerreform.de). Die Erklärungen sind von der im Rahmen des Zensus 2022 stattfindenden Gebäude- und Wohnungszählung unabhängig und können nicht zusammengelegt oder untereinander ausgetauscht werden.

Datenschutz

Um den Datenschutz zu gewährleisten, sind alle mit der Durchführung der Erhebung beauftragte Personen zu Wahrung der Geheimhaltung gemäß § 16 Bundesstatistikgesetz verpflichtet. Personenbezogene Daten, wie zum Beispiel Namen, werden als sogenannte Hilfsmerkmale zur Durchführung und Steuerung der Erhebung abgefragt. Sie werden nicht ausgewertet und frühestmöglich von den weiteren Angaben getrennt und gelöscht, sodass keine Rückschlüsse auf die befragten Personen möglich sind. Die Online-Datenübermittlung erfolgt verschlüsselt und die erhobenen Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.

Weiterhin freiwillige für die Befragungen gesucht

Der Landkreis Dahme-Spreewald sucht weiterhin Interviewer, die die Befragungen in den Gemeinden des Landkreises durchführen. Beim Engagement als Interviewer beim Zensus 2022 handelt es sich um eine ehrenamtliche Aufgabe, für die aber eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird. Zuzüglich zu einer Pauschale von 300 Euro zahlt der Landkreis einen Festpreis pro besuchter Anschrift und befragter Person. Die Tätigkeit erstreckt sich über etwa vier Wochen.

Die Interviewer können sich - abgesehen von einigen wenigen Regelungen – ihre Zeit frei einteilen. Wer uns als Interviewer beim Zensus 2022 unterstützen möchte, sendet das ausgefüllte Bewerberformular per E-Mail an EHST-LDS@zensus-bbb.de oder an zensus2021@dahme-spreewald.de.

Hintergrund: Was ist der Zensus

Mit dem Zensus – im Volksmund auch als Volkszählung bekannt - wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Viele Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden beruhen auf Bevölkerungs- und Wohnungszahlen. Denn anhand der Bevölkerungszahlen sowie der Wohn- und Arbeitsverhältnisse können viele Rückschlüsse gezogen werden: Beispielsweise wo Straßen gebaut werden müssen oder wie groß eine Verwaltung personell sein muss oder wie viele Ärzte in einer Region zur Versorgung aller Bürger benötigt werden. In erster Linie werden hierfür vorrangig Daten aus den vorhandenen Verwaltungsregistern genutzt, sodass die Mehrheit der Bevölkerung keine persönliche Auskunft mehr leisten muss.

In Deutschland ist der Zensus 2022 grundsätzlich eine registergestützte Zählung, die jedoch durch eine Stichprobe (32.265 Personen) überprüft und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird. Wessen Daten im Rahmen der Stichprobe erfragt werden, entscheidet das Los. Die Teilnahme der Gelosten ist dann aber gesetzlich verpflichtend.