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Kulturerbe Spreewaldkahn

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Der ursprüngliche Spreewaldkahn aus Holz. Foto: pm

Der ursprüngliche Spreewaldkahn aus Holz. Foto: pm

Der Spreewaldverein e.V. plant in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren, wie dem UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald, dem Tourismusverband Spreewald, dem Sorbischen Institut und dem DOMOWINA Bund Lausitzer Sorben e.V., die Handwerkskunst und Lebensform mit dem Spreewaldkahn in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes eintragen zu lassen. Das Verzeichnis zeigt exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden. So sind zum Beispiel bereits der Blaudruck oder die gesellschaftlichen Bräuche und Feste der Lausitzer Sorben im Jahreslauf offiziell durch die deutsche UNESCO-Kommission als immaterielles Kulturerbe bestätigt. Melanie Kossatz, Geschäftsführerin des Spreewaldvereins e.V. fügt noch hinzu: »Da der Spreewaldkahn ein identitätsstiftendes Kulturgut in unserer Region darstellt, soll dies auch formell anerkannt werden. Im Juni 2021 haben wir ein erstes Akteurstreffen organisiert, bei dem der Bewerbungsprozess als auch die thematische Grundrichtung besprochen wurden.« Der Fokus der Bewerbung liegt auf dem ursprünglichen Spreewaldkahn aus Holz, da die Bauart mit sehr spezifischem Fachwissen verbunden ist, das über Generationen weitergegeben wurde. Menschen aus der Region, die ein besonderes Verhältnis zum Spreewaldkahn pflegen und bereit sind, ihr Wissen zu teilen, werden gebeten, sich bei Tanja Jarick (jarick@spreewaldverein.de, 03546/ 8426) zu melden. Auch Fotos, Dokumente oder andere Nachweise zum Spreewaldkahn werden gerne entgegengenommen.