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»Brandenburger Bräute« im Museum

Lübben. Das Museum Schloss Lübben lädt vom 11. Juni bis 11. September zur neuen Sonderausstellung »Brandenburger Bräute« ein.
Bilder
Ein Brautpaar aus dem Jahr 1962.

Ein Brautpaar aus dem Jahr 1962.

Foto: Archiv historische Alltagsfotografie

Das Museum Schloss Lübben präsentiert vom 11. Juni bis 11. September die Sonderausstellung »Brandenburger Bräute«, kuratiert von Dr. Lothar Binger und Susann Hellemann. Das teilt Stadtsprecherin Bettina Möbes mit.

Vom Mittelalter bis in die DDR-Zeit reichen die Geschichten um Brautstand, Polterabend und abergläubische Hochzeitsrituale. Ob Liebeshochzeit, arrangierte Ehen und Zwangsverheiratungen, die kulturellen und religiösen Besonderheiten, Riten und Traditionen rund um die Hochzeit werden gleichermaßen aufgezeigt wie die verschiedenen Lebensentwürfe von Frauen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und ethnischer Communities. Neben den Brautgeschichten historischer und gegenwärtiger Brandenburger Frauen zeigt die Ausstellung Fotografien aus dem „Archiv historische Alltagsfotografie“ von Hochzeiten und Brautpaaren aus den letzten 120 Jahren, die auch einen Blick auf die Veränderungen in der Brautmode werfen. Die Fotos dokumentieren das Hochzeitsfest vom Polterabend über die standesamtliche und kirchliche Trauung bis zum Hochzeitsessen mit abschließendem Schleierabtanzen.

Gemeinsam mit der Museums-AG des Paul-Gerhardt-Gymnasiums Lübben (Spreewald) wird die Wanderausstellung mit Geschichten und Fotos der Lübbener erweitert. Es geht um regionale Hochzeitsbräuche, typische Geschenke, um das Thema der gleichgeschlechtlichen Ehe sowie um die Frage, warum die niedersorbische/wendische Braut in Schwarz vor den Altar tritt. Sarah Gwiszcz gestaltet einen eigenen Ausstellungsraum im Museum mit den Brautkleidkreationen ihres Labels Wurlawy. Die Lübbenauerin präsentierte ihre Mode bereits auf der Berliner Fashion Week. Frei aus dem Sorbischen übersetzt bedeutet »Wurlawy« so viel wie »wilde Spreewaldfrauen«, die in einer sorbischen Sage vorkommen. Diese wilde Ungezwungenheit findet sich auch in der Mode von Sarah Gwiszcz wider, die moderndes Design mit traditionellen Elementen der sorbischen Tracht verbindet.

Vernissage

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Samstag, 11. Juni, 15 Uhr statt. Neben einem Grußwort von Anja Rasch, Fachbereichsleiterin IV – Zentrale Dienste werden Simon & Tobias Tulenz im Wappensaal den Tag musikalisch umrahmen. Als besonderes Highlight wartet auf die Besucher der Hochzeitskuchenwettbewerb.

Aufruf Hochzeitskuchenwettbewerb

Passend zum Thema »Hochzeit« sind alle Lübbener aufgerufen, am Kuchenwettbewerb teilzunehmen. Jeder kann mitmachen. Wer gestaltet den schönsten Hochzeitskuchen? Wer backt den leckersten Hochzeitskuchen? Eine fünfköpfige Jury aus Laien und Experten bewertet die Kuchen beziehungsweise Kuchen zwischen 14 Uhr und 15 Uhr im Wappensaal. In den Kategorien »Geschmack« und »Aussehen« werden Punkte vergeben. Die drei besten Teilnehmer werden mit tollen Überraschungen prämiert. Alle Teilnehmer erhalten einen Unkostenbeitrag für die Zutaten. Anmeldungen zum Wettbewerb sind bis zum Freitag, 10. Juni, unter E-Mail museum@luebben.de oder Telefon (03546) 187478 möglich.

• Sonderausstellung »Brandenburger Bräute«

- 11. Juni bis 11. September 2022

- Schloss Museum Lübben, Ernst-von-Houwald-Damm 14