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Warum ist hier überall nur Wasser?

Theaterjugendclub des Staatstheater Cottbus tritt mit dem Pop-Chor des Max-Steenbeck-Gymnasiums auf

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Jede gegen jede, aber auf der Bühne ein Team. Der Theaterjugendclub spielt ein Musiktheaterstück auf dem Wasser: »Blaufeuer«.

Jede gegen jede, aber auf der Bühne ein Team. Der Theaterjugendclub spielt ein Musiktheaterstück auf dem Wasser: »Blaufeuer«.

Foto: Marlies Kross

Cottbus. Der Theaterjugendclub des Staatstheater Cottbus lädt in diesem Jahr zu einem musikalischen Abend, der das Publikum aufs Wasser entführt. Die Produktion »Blaufeuer« wird an zwei Abenden in der Theaterscheune, Ströbitzer Hauptstraße 39, präsentiert: Freitag, 1. Juli und Samstag 2. Juli 2022, jeweils 19.30 Uhr. Darüber informiert Gabriela Schulz, Pressereferentin am Staatstheater Cottbus.

In einer Schiffsreise ohne Ziel findet die Gruppe Einsamkeit in der Gemeinsamkeit, Raum für Gedanken über die Zukunft und über den blauen Planeten, so wie Begegnungen mit Seemonstern, Stürmen und Seenot. Die Seefahrt wird zum Bild für das Leben selbst, für das es keine Anleitung gibt und keine Rückkehr in den sicheren Hafen. Als Namensgeber wählten die Jugendlichen »Blaufeuer«, das Notsignal, mit dem Schiffe nachts einen Lotsen rufen können.

Die ganze Spielzeit über haben die 14- bis 17-Jährigen gearbeitet und trotz Kontaktbeschränkungen durchgehalten. Ausgangspunkt ihres Projektes war ein einziges Wort: Wasser – ein tolles Thema für eine sinnliche Recherche. Für die Entstehung dieses Musiktheaterstücks hat die Gruppe den Klang des Wassers beobachtet, eigene Geschichten geteilt, biologische Fakten gesammelt, zu Meerestieren recherchiert und von der Pfütze bis zum Ozean alle Erscheinungsformen von Wasser notiert. Den Inszenierungsprozess von »Blaufeuer« haben die Jugendlichen auf Grundlage ihrer Recherchen Schritt für Schritt mitgestaltet.

Kooperationen in der Stadt

In Musikworkshops mit den syrischen Musikern dixichain und Nadeem Manjouneh verbanden die Jugendlichen Improvisationen am Klavier mit eigenen Elektrobeats und lernten von den Autodidakten, wie Musik aus jeder und jedem heraus entstehen kann. Aus den Ideen und Impulsen der Jugendlichen entstand schließlich das Gleichnis von der Schiffsreise. Während in der Welt neue Kriege ausbrechen, die Klimakatastrophe sich zuspitzt und gleichzeitig das eigene Leben erfolgreich geschafft sein will, haben sich die jungen Spieler gefragt: Wie geht dieses Leben, in dem wir uns spätestens nach der Schule zurechtfinden sollen?

Jetzt entern die jugendlichen Darstellerinnen die Theaterscheune. Unterstützung erhält die Gruppe von jungen Menschen, die ebenfalls an der Schwelle zum Erwachsenenleben stehen: Der Pop-Chor des Max-Steenbeck-Gymnasiums bereichert die Produktion durch seinen Gesang. Ein Abend, auf den man gespannt sein kann und aus dem man, auch als Erwachsener, noch den einen oder anderen Gedanken mitnehmen kann auf die eigene Lebensreise.

• Karten sind erhältlich im Besucherservice im Großen Haus, Schillerplatz 1, sowie online über www.staatstheater-cottbus.de