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Schmuck und Kerzen »a lá serbski«

Cottbus. Perlen, heißes Wachs und Basteldraht - auf diese Materialien setzt die neue Schülerfirma des Niedersorbischen Gymnasiums - Parlicka. »Parlicka bedeutet Perle in der sorbischen/wendischen Sprache. Wir fanden das sehr passend - denn wir haben uns dazu entschlossen, Schmuck und speziell verzierte Kerzen herzustellen und zum Kauf anzubieten«, so Faylinn Neubert, eine der Geschäftsführerinnen der Schülerfirma.

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Neue NSG-Schülerfirma »Parlicka« startet durch.

Neue NSG-Schülerfirma »Parlicka« startet durch.

Foto: pm

Seit Wochen kreiert das Team jeden Mittwoch neue Schmuckstücke. »Uns kommt dabei zugute, dass wir ein überwiegend weibliches Team sind. Wir lassen unsere Kreativität, aber auch unsere ganz persönlichen Vorlieben in den Schmuck einfließen«, verrät »Schmuckdesignerin« Magdalena Filter. Entstanden sind Ohrringe und Armbänder aus Perlen, Edelsteinen wie Rosenquarz und Anhängern in Herz- oder Sternform.

Zweites Standbein ist die Verzierung von Kerzen. Mit heißem Wachs werden - ähnlich wie bei der Gestaltung sorbischer Ostereier - verschiedene Motive auf die Kerzen aufgebracht. »Es war uns wichtig, regionale Elemente in unsere Produkte mit einfließen zu lassen. Mit Federkiel und Wachs haben wir quasi die Idee der sorbischen Ostereier weiterentwickelt und auf die Kerze gebracht«, erklärt Faylinn Neubert.

Verkaufsstart war u.a. beim Byhleguhrer Weihnachtsmarkt und auf dem Branitzer Adventsfest. Auch beim Weihnachtsmarkt auf dem Gutshof Missen haben die Schüler einen Verkaufsstand gemietet. Die Preise sind moderat: den Schmuck gibt’s ab 8 Euro, die Kerzen sind ab 2,50 Euro erhältlich.

»Die Schülerinnen und Schüler machen alles selbst - von der Idee über den Businessplan bis hin zum Verkauf. Das ist das Konzept der Schülerfirma. Dabei lernen sie, dass sie sich auch mit schwierigen Fragen auseinandersetzen müssen. Wieviel Geld kann ich in die Produktion stecken? Welche Zeit erfordert die Herstellung? Habe ich ausreichend Produkte und auch Personal für die geplanten Verkaufsstände«, so Lehrer Guido Kabisch. Begleitet wird die 10. Schülerfirma des Niedersorbischen Gymnasiums wieder von der IW Junior gGmbH. Nach dem Motto »Learning by doing« macht die gemeinnützige Tochter des Instituts der deutschen Wirtschaft wirtschaftliche Zusammenhänge praxisnah erlebbar und will Schülern Grundprinzipien unternehmerischen Denkens und Handelns nahebringen.

Bisher konnten drei Schülerfirmen des Gymnasiums jeweils Preise einheimsen: beim Junior-Landeswettbewerb, beim Junior-Bundeswettbewerb sowie beim LEX-Schülerfirmenwettbewerb.


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