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Pückler und die Königin

Bei schönstem Sonnenschein lockte das siebente Gartenfestival Park & Schloss Branitz 10.077 Besucher in die Historische Schlossgärtnerei.
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Foto: FF

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Die Cottbuser Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe ist begeistert vom Festival: „Fürst Pückler steht mit seinem Park, seinen Büchern und seinem Leben für Cottbus. Das Gartenfestival mit seinem hohen Anspruch in bester Qualität hat am Wochenende viele Besucher in den Park gelockt, die nun Branitz und damit Cottbus positiv in die Welt tragen.“ Besonders gefragt waren die Pflanzenvielfalt und das Expertenwissen der 56 ausgewählten Gärtnereien, Baumschulen und Händler. „Ich habe noch kein Festival in Deutschland gesehen, das so kontinuierlich diese wirklich hohe Qualität mit dem Schwerpunkt Pflanzen schafft. Deshalb beteilige ich mich seit Jahren mit meiner Königlichen Gartenakademie Berlin-Dahlem, um die Menschen zum Gärtnern zu motivieren“, sagte Gabriella Pape. Neben der ganz persönlichen Fachsimpelei zwischen Besuchern und Händlern, Hobbygärtnern und Gartenprofis konnten die Gäste auch in Fachvorträgen wertvolle Gartentipps erhalten. Traditionell hohen Zulauf gab es beim Blumensteck-Wettbewerb. Es haben elf Floristen mit 26 Gestecken teilgenommen. Den ersten und zweiten Preis hat das Team vom Blumenhaus Glodny gewonnen. Den dritten Platz belegte City Blumen. Insgesamt haben über 1.500 Festivalbesucher beim Wettbewerb abgestimmt. Im Anschluss wurden die Blumengestecke verkauft. Der Erlös in Höhe von 1.750 Euro geht der Frühjahrsbepflanzung am sowie der neuen Fahne auf dem Schloss zu. Das achte Gartenfestival Park & Schloss Branitz findet am 26. und 27. Mai 2018 statt. Kulturministerin Martina Münch würdigte in ihrem Grußwort die Branitzer Landschaftsarchitektur als international beachtetes Aushängeschild der historischen Gartenkunst und Parkgestaltung im Land Brandenburg. „Fürst Hermann von Pückler-Muskau nahm als neugieriger und weltoffener Reisender europäische wie außereuropäische Eindrücke als Bereicherung seines kulturellen Horizontes auf und verarbeitete sie in seinen Werken. Park und Schloss Branitz stiften nicht nur Identifikation in der Lausitz, sie sind auch für das Land von außerordentlicher Bedeutung. Daher wollen wir dieses Kleinod ab dem kommenden Jahr im Rahmen einer Landesstiftung noch besser absichern und die finanzielle Förderung deutlich erhöhen“, sagt Münch. „2018 feiern wir das Europäische Kulturerbejahr, in dem es um das Verbindende von Kultur über nationale Grenzen hinweg geht. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen in Europa und weltweit können wir mit dem Kulturerbejahr das Verbindende unserer gemeinsamen kulturellen Wurzeln und zugleich die kulturelle Vielfalt des Kontinents in den Blickpunkt rücken. Dafür steht auch das Wirken Pücklers.“ Ministerin Müncherinnerte in diesem Zusammenhang auch an den gerade verstorbenen Sylvius Hermann Graf von Pückler und sein mehr als 20 Jahre langes außergewöhnliches Engagement zum Erhalt und zur Belebung von Branitz:

„Sein Tod ist ein großer Verlust für Branitz und Brandenburg. Er hat mit hohem Engagement, viel Leidenschaft und Großzügigkeit die original erhaltenen Sammlungen im Branitzer Pückler-Museum zusammengeführt, zahlreiche Leihgaben aus dem Familienbesitz bereitgestellt, vielfältige Veranstaltungen zur Belebung von Branitz initiiert und in zahlreichen Gremien am Erhalt des Pücklerschen Erbes mitgewirkt. Er hat als Branitzer Botschafter die Strahlkraft von Schloss und Park Branitz national und international zum Leuchten gebracht.“
(PM)


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