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Mit Herz und Spachtel gegen Hass

Burg/Spreewald. »Mit Herz und Spachtel gegen Hass« - dieses Motto der Berliner Aktivistin Irmela Mensah-Schramm war am gestrigen Donnerstag das Motto für Freiwillige aus Burg und Umgebung, um das Burger Ortsbild von rassistischen und menschenverachtenden (und sonstigen) Aufklebern zu befreien, die an Straßenlaternen, Straßenschildern, Warnbarken, Papierkörben etc. kleben.

Freiwillige entfernen Hass-Aufkleber im Burger Ortsbild.

Freiwillige entfernen Hass-Aufkleber im Burger Ortsbild.

Bild: pm/privat

Irmela Mensah-Schramm unterstützte die Aktiven vor Ort. Seit 1986 schon ist die 77-Jährige deutschlandweit unterwegs, um Hassbotschaften im öffentlichen Raum zu beseitigen, immer auf die Gefahr hin, angefeindet zu werden. Vielfach wurde sie für ihr Engagement ausgezeichnet.

Die Burger Freiwilligen entfernten am gestrigen Abend mehrere 100 Aufkleber und erlebten während ihrer Putzaktion viel Positives. Sie wurden von Einwohnern und Gästen angesprochen und erhielten jede Menge Zustimmung. Da wurde auch eine Leiter herausgereicht, um einen weit oben angebrachten Aufkleber entfernen zu können.

»Das Dankeschön eines kleinen Jungen hat mir gezeigt, dass sich der heutige Abend gelohnt hat«, resümierte am Ende eine Teilnehmerin.

Da die Laternen leider nicht lange sauber bleiben werden, ruft Amtsdirektor Tobias Hentschel die Einwohner auf, die Augen zu öffnen, dauerhaft die Patenschaft für die eigene Straßenfront zu übernehmen und vor der eigenen Haustür die Aufkleber zu entfernen. Ganz nach dem oben genannten Motto »Mit Herz und Spachtel gegen Hass!«.


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