Georg Zielonkowski/asl

Maximilian Zimmer ist wieder da

Mit Maximilian Zimmer ist einer der Publikumslieblinge zum FC Energie zurückgekehrt. Doch obwohl er sich mit seinen 28 Jahren noch im besten Fußballalter befindet, wird er verletzungsbedingt auf dem Rasen nicht mehr mit seinen großartigen Pässen und seinen exzellenten Freistoßqualitäten zu bewundern sein. Vor einigen Tagen hat er einen Vertrag als Sportlicher Leiter unterzeichnet.
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Maximilian Zimmer während seiner aktiven Zeit beim FCE. Foto: Georg Zielonkowski

Maximilian Zimmer während seiner aktiven Zeit beim FCE. Foto: Georg Zielonkowski

Maxi, Willkommen zurück in Cottbus. Welch eine steile Karriere! Als Spieler hast Du Dich im September 2019 von den Fans mit bewegenden Worten verabschiedet, nach 18 Monaten kehrst Du zurück. Wie kam es dazu? Du kannst mir glauben, dass ich wirklich unglaublich gern als Spieler zurückgekehrt wäre. Aber nach dem dritten Kreuzbandriss habe ich auf meinen Körper gehört, denn diese schweren Verletzungen haben mich so oft und so weit zurückgeworfen, dass ich für mich entschieden habe, Schluss zu machen. Ich muss aber dazu sagen, dass mir dieser Schritt damals verdammt schwergefallen ist und ich mich nicht ohne Grund sehr emotional bei allen Begleitern für das tolle Miteinander in Cottbus bedankt habe. Und wenn Du Dich erinnerst, habe ich damals gepostet, dass man sich immer zwei Mal im Leben sieht. Tja, nun ist es schon so weit. Du bist inzwischen in einer Umschulung, kennst Dich nun im Versicherungs- und Finanzwesen prima aus. Dinge die Du hier beim FCE bestimmt gut anwenden kannst? Mag sein, doch das wird nicht mein vorrangiges Betätigungsfeld sein. Ich bin für die Dinge rund um den Sport da, natürlich in steter Abstimmung mit dem Trainer, dem Präsidium und dem Aufsichtsrat. Als die Anfrage aus Cottbus kam, habe ich mich an die schöne Zeit erinnert und zugesagt. Respekt, denn der FCE befindet sich derzeit ja in einer schwierigen Lage. Wurdest Du vor Deiner Unterschrift grundlegend eingeweiht? Ja, es waren gute Gespräche. So habe ich auch wegen der Offenheit, mit der man mir begegnet ist, hier unterschrieben. Man sagt von Dir, dass Du aufgrund Deiner vielen Stationen in Deiner Fußballerkarriere beste Kontakte speziell zu Kickern aus dem Osten hast. Trainer Lottner ist im Westen gut vernetzt, da sollte Fußball-Cottbus in eine sorgenfreie neue Saison gehen… Bis dahin ist noch ein gutes Stück Arbeit. Aber es ist schon so, dass wir eine Liste von interessanten Spielern haben, wir uns auch über die Videotechnik Spieler anschauen. Aber ganz wichtig ist uns dabei, dass wir Spieler holen wollen, die von Typ und Charakter gut zur Lausitz passen. Derzeit hat der FC Energie einen recht großen Kader im Männerbereich, dennoch spricht man von einem Umbruch. Wie soll mit diesem angesichts der Neuausrichtung umgegangen werden? Wer mich kennt, weiß dass ich für Fairness, Offenheit und einen respektvollen Umgang stehe. Darum werden wir Gespräche mit den Jungs führen, um so für beide Seiten den besten Weg zu finden. Diese Kommunikation ist sicher auch für den Umgang mit der aktuellen Situation wichtig. Die Regionalligasaison 2020/21 ist quasi beendet. Trainiert wird noch, also müssen die Spieler auch bezahlt werden, das passt nicht recht zusammen. Stimmt, darum werden wir ganz offen mit den Jungs reden, auch auf deren Meinungen und Stimmungen hören, um dann festzulegen, wie wir bis Juni weitermachen. Immerhin wollen wir ja
wenigstens die Pokalrunde zu Ende spielen. Aber über das Thema Landespokal wurde bei der Videokonferenz der Vereine kein Wort verloren. Das Interview führte Georg Zielonkowski.


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