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LHC hofft auf Punkte in Berlin

In der Handball-Oberliga-Ostsee-Spree gastieren die Männer vom LHC Cottbus an diesem Samstagabend in Berlin beim BFC Preussen. Für die Mannschaft geht es darum, an die zuletzt guten Leistungen anzuknüpfen.
Rücktritt vom Rücktritt: Am Samstag darf der LHC wieder auf die Führungsqualitäten von Routinier Robert Michling hoffen. "Junior" erklärte sich bereit, aufgrund der Verletztenmisere nochmal zu spielen. Foto: LHC

Rücktritt vom Rücktritt: Am Samstag darf der LHC wieder auf die Führungsqualitäten von Routinier Robert Michling hoffen. "Junior" erklärte sich bereit, aufgrund der Verletztenmisere nochmal zu spielen. Foto: LHC

Dem Cottbuser Trainertrio Fürstenberg-Linge-Sklenar war es ob des schwachen Saisonstarts nicht bange geworden, um die Psyche ihrer jungen Spieler. Immerhin: Mit Johannes Trupp, Robert Schulze und Kevin Lux verließen den Verein vor dieser Saison wichtige Stützen – Trupp und Lux übererfüllten dabei alle Erwartungen und reüssierten in der Zwischenzeit bereits für Empor Rostock in der 2.Handball-Bundesliga.

Doch allzu oft hat das Cottbuser-Team in den vergangenen Jahren solche Situationen mit Bravour gemeistert. Der Kern der Mannschaft spielt seit sieben Jahren zusammen, kennt sich aus vielen Jugendmannschaften und hat inzwischen Führungsspieler herausgebracht, die in der Lage sind, die jungen Talente der Lausitzer-Sportschule auch im Männerbereich mitzureißen. Kreisläufer Ernst Efa, Rückraumriese Max Berthold und zuletzt Abwehrhüne Florian Weber können davon ein Lied singen.

Kapitän Marcus Meier steht dabei sinnbildlich für sein Team. Mit seinen stets unberechenbaren Würfen, seinem unbeugsamen Willen immer dahin zu gehen, wo es weht tut und wichtigen Toren – wie vor Wochenfrist gegen Bad Doberan, ist der ob seiner sportlichen Qualitäten über jeden Zweifel erhabene Meier, längst auch zum Anführer gereift. Profitiert haben dürfte er dabei von der über Jahre geleisteten Anschauungsarbeit von Robert Michling. Der Kreisläufer hatte sich im Sommer aus dem Oberligateam verabschiedet, kehrte nach der schweren Verletzung von Marcus Fischer aber nun für seine Mannschaft zurück.

Dabei fungierte Michling sowohl gegen Brandenburger als auch gegen Bad Doberan zum Schlüsselspieler. „Kante Junior“ ist wie einst Vater „Kante“ein begnadeter Abwehrspieler und kann seine Nebenleute blendend organisieren. Mit seiner Roten-Karte gegen Bad Doberan, opferte sich Michling für sein Team auf und verkürzte die verbleibene Angriffszeit der Gäste auf magere zwei Sekunden. Der 30:29-Sieg der Cottbuser geriet so nicht mehr in Gefahr.

An diesem Samstagabend nun, müssen die LHC-Männer beim BFC Preussen deshalb ohne Robert Michling auskommen. Ihm blühen zwei Spiele Sperre, auch für das Heimspiel gegen Loitz in 14 Tagen, steht er demnach nicht zur Verfügung. Gegen den Aufsteiger aus Berlin muss daher mit Ernst Efa, der letzte verbliebene gesunde Kreisläufer des LHC, seine Knochen allein hinhalten.

Wie anfordernd das sein kann, das wissen sie in Grünheide und bei der TSG Lübbenau. Nach dem Unentschieden bei den als Aufstiegsmitfavoriten gehandelten Randberlinern, glückte dem BFC vor einer Woche im Spreewald der ersehnte erste Saisonsieg. Der LHC seinerseits braucht selbst den Erfolg, um weiter zur Spitzengruppe aus Werder und Friedenau aufschließen zu können. Die Fanlager beider Teams erwartet garantiert eine spannende Partie, Anpiff ist an diesem Samstagabend, den 31.Oktober um 18 Uhr. Spielort ist die Kiriat-Bialik-Sporthalle in der Wedellstraße 57 in 12249 Berlin.


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