Dany Dawid/mlh

Film ab, bitte!

Cottbus. Vom 8. bis 13. November findet in Cottbus das 32. FilmFestival statt. Mit 219 Filmen bietet das Festival einen vielseitigen Überblick über das aktuelle Filmschaffen in Mittel- und Osteuropa.

 

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Im Weltspiegel wird mit der Lausitzer FilmSchau die Festivalwoche eröffnet. Viele Filme erleben beim FilmFestival ihre deutsche, internationale oder sogar weltweit erste Aufführung.

Im Weltspiegel wird mit der Lausitzer FilmSchau die Festivalwoche eröffnet. Viele Filme erleben beim FilmFestival ihre deutsche, internationale oder sogar weltweit erste Aufführung.

Foto: © Michael Helbig

Im Staatstheater wird das FilmFestivals Cottbus (FFC) eröffnet. Hauptspielzentrum wird in der Stadthalle sein. Weitere Spielorte sind der Weltspiegel, die Kammerbühne, das Gladhouse, das Obenkino und das Cottbuser Raumflugplanetarium.

 

Ein abwechslungsreiches Programm

 

In der Reihe »Spotlight RO« steht in diesem Jahr das rumänische Kino im Mittelpunkt. Filme zu ökologischen Themen und Nachhaltigkeit werden in der neuen Reihe »EcoEast« gezeigt. Hier geht es beispielsweise um die Frage, wie Osteuropa mit dem Klimawandel umgeht. Den Anfang machen Filme aus Georgien. Die Reihe »What`s left?« fragt, wie sich Osteuropa mit der Zeitenwende arrangiert. Was ist übriggeblieben von den Versprechen nach 1990? Eine weitere Reihe hinterfragt Frauenrollen im Sozialismus und danach. Aktuelle polnische Filme reflektieren in diesem Jahr Bilder der Provinz. Und der 11.11. steht unter dem Motto »Ukrainischer Tag«. Zudem werden aus dem Gesamtwerk des Wahl-Cottbuser Filmemachers Ralf Schuster Filme von Super-8 bis 35 mm gezeigt. Im FFC-Programm gibt es außerdem wieder die bekannten Sektionen »Spectrum« mit aktuellen Filmen zwischen Genre und Essay, Hits mit Blockbustern aus Mittel- und Osteuropa und »Kids im Kino« mit Kinder- und Familienfilmen. In »Heimat« werden unter anderem neue sorbische Filme gezeigt. Eine Hommage widmet sich Jörg Herrmann, einem der weltweit letzten praktizierenden klassischen Silhouettenfilmern. Im Cottbuser Raumflugplanetarium wird das »FullDome-Programm« eine einzigartige Gelegenheit bieten, vollkommen in die Filmwelt einzusteigen und sich in den Bann einer 360 Grad- Projektion ziehen zu lassen. Nach fast jeder Vorführung wird es spannende Gespräche mit Regisseuren, Produzenten und Schauspielern geben Abgerundet wird das Festivalprogramm durch Workshops, Ausstellungen, Lesungen, Partys und Konzerte.

 

Drei Wettbewerbe stehen im Fokus

 

Eine internationale Festivaljury, kürt den besten Spielfilm, die beste Regieleistung und die beste darstellerische Einzelleistung. Den besten Kurzfilm sowie den Spezialpreis in dieser Kategorie prämiert ebenfalls eine hochkarätig besetzte Jury. Den Hauptpreis im U18 Wettbewerb Jugendfilm vergibt eine polnisch- tschechisch-deutsche-Jugendjury.Neben den Preisgeldern ist auch die gläserne »Lubina« (übersetzt: »die Liebreizende«) Preisskulptur sehr begehrt. Insgesamt werden beim diesjährigen FilmFestival Cottbus 16 Preise im Gesamtwert von etwa 70.000 Euro vergeben.Mit der Lausitzer FilmSchau, am Abend des 7. Novembers startet traditionell das FFC und hier gibt es bereits wieder die ersten Preise. In diesem Jahr wird bei der Lausitzer FilmSchau, zusätzlich zu den schon bestehenden Preisen, das beste Filmkonzept ausgezeichnet. Egal, ob Liebesromanze, Krimi oder Comic: Es sind keine Grenzen gesetzt, aber die niedersorbische Sprache soll im Film gesprochen werden. Und ein Team aus mindestens drei Filmbegeisterten muss das Konzept einreichen. Mitmachen können alle filmbegeisterten Teams zwischen 12 und 25 Jahren mit einem Wohnsitz in der Lausitz. Kurzbewerbung und Filmidee können noch bis zum 23. Oktober an filmschau@filmfestival-cottbus.de gesendet werden.

 


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