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Cottbuser FilmFestival startet Dienstagabend

Wenn sich in Cottbus die Lampen blau verfärben und ein mysteriöser blauer Streifen auf den Bürgersteigen der Stadt zu sehen ist, dann wissen Eingeweihte: Es ist wieder Zeit fürs Kino. Der 27. Jahrgang des FilmFestival Cottbus (FFC) startet heute Abend und präsentiertsich bis Sonntag mit einer herausragenden Auswahl an mittel- und osteuropäischen Filmen.
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In vier Wettbewerben und acht weiteren Programmsektionen vermittelt das Festival seinem Publikum die Vielfalt des osteuropäischen Kinos, aber auch regionales Filmschaffen. Insgesamt werden bis Sonntag, den 12. November, rund 200 Filme aus 42 Ländern gezeigt. Darunter acht Weltpremieren, 25 internationale Premieren und nicht weniger als 85 Deutschland-Premieren. Mit dem Fokus „Vietnam in Europa“ widmet sich das Festival der Migrationsgeschichte vietnamesischer Vertragsarbeiter und ihrer Folgegenerationen in Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik.
„Die Geschichte der ehemaligen vietnamesischen Vertragsarbeiter und ihrer Kinder und Enkel in Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik spiegelt mehrere Ambivalenzen europäischer Migrationsgeschichte wieder: Sie wurden als Arbeitskräfte geholt, sind als Menschen geblieben, von der Abschiebung bedroht und mit Rassismus konfrontiert worden“, skizziert Programmdirektor Bernd Buder deren Lebensläufe in Deutschland. In der Reihe „Specials Belarus“ entdeckt das FFC-Publikum ein neues Filmland. In Weißrussland hat sich in den letzten Jahren eine unabhängige Filmszene gebildet, die der bisher eher monolithischen Definition nationaler Identität andere Sichtweisen hinzufügt und damit den zivilgesellschaftlichen Diskurs voranbringt. Das Programm prägen – abgesehen von Victor Asliuk, der bereits 2003 bei der DOK Leipzig ausgezeichnet wurde – international weitgehend unbekannte Filmemacher. In Cottbus stellt Asliuk nun seinen neuen Kurzfilm RUSSIAN vor. Die 15. Cottbuser FilmSchau findet am Montag, 6. November, 19 Uhr, im Filmtheater Weltspiegel statt und gilt als ein beliebter Auftakt in die Festivalwoche, welche am folgenden Tag in Cottbus mit dem FilmFestival Cottbus startet. Die Cottbuser FilmSchau versteht sich als Plattform und offene Bühne für ambitionierte Freizeit- und Hobbyfilmer sowie semiprofessionelle Filmemacher aus der Nieder- und Oberlausitz. Sie gilt als ein beliebter Auftakt des FilmFestival Cottbus, welches am folgenden Tag beginnt. Die FilmSchau Cottbus bietet große Leinwand für Arbeiten aller Genres mit einer Länge von maximal 15 Minuten. Es werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 2.750 Euro vergeben (Hauptpreis 1.500 Euro, Sonderpreis der Stiftung für das sorbische Volk 1.000 Euro, Publikumspreis 250 Euro Einkaufsgutschein). Nähere Informationen zum Programm des FilmFestivals, bei dem auch Kinder- und Jugendfilme gezeigt werden, sind auf www.filmfestivalcottbus.de zu finden. Tickets gibt es u.a. beim WochenKurier Cottbus.  


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