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Busse tanken bald in Cottbus Wasserstoff

Cottbus. Mit einem zwischen der LEAG und der Cottbusverkehr GmbH unterzeichneten Kooperationsvertrag wird ein Modellvorhaben konkret: Künftig soll ein Teil der Fahrzeugflotte von Cottbusverkehr mit grünem Wasserstoff fahren.
Präsentierten gemeinsam das Pilotprojekt Wasserstoff-Tankstelle - v.l.n.r. Cottbusverkehr-Chef Ralf Thalmann, Oberbürgermeister Tobias Schick, LEAG-Vorstandsvorsitzender Thorsten Kramer, LEAG-Vorstand Produktion Dr. Phillipp Nellessen.

Präsentierten gemeinsam das Pilotprojekt Wasserstoff-Tankstelle - v.l.n.r. Cottbusverkehr-Chef Ralf Thalmann, Oberbürgermeister Tobias Schick, LEAG-Vorstandsvorsitzender Thorsten Kramer, LEAG-Vorstand Produktion Dr. Phillipp Nellessen.

Bild: Tudyka.PR

Produziert werden soll er von der LEAG vor Ort am Betriebshof des ÖPNV-Unternehmens. Für den Aufbau der dazu notwendigen Infrastruktur arbeiten beide Unternehmen zusammen.

Der Kooperationsvertrag sieht die Errichtung eines Elektrolyseurs (Wasserstofferzeuger) mit einer Kapazität von zunächst 1 MW und der ersten Wasserstofftankstelle in der Lausitz am Standort des Betriebshofes von Cottbusverkehr vor. Das H2-Regionenprojekt hat im Strukturwandelprozess Lausitz zum Ziel, flächendeckend in der brandenburgischen Lausitz, also auch in den Landkreisen, jeweils einen Elektrolyseur und eine Wasserstofftankstelle zu errichten. Damit soll eine Marktgrundlage für die Wasserstofftechnologie in der Lausitz und ein Anreiz zum Einstieg in die Wasserstoffmobilität geschaffen werden. Das geplante Netz aus H2-Tankstellen und Elektrolyseuren deckt den Bedarf der Flotten kommunaler Betriebe, privatwirtschaftlicher Unternehmen wie z.B. Spediteuren und nutzt regionalen Strom aus erneuerbaren Energien.

Ein Wasserstoff-Bus kostet fast eine halbe Million Euro, etwa doppelt so viel wie ein Elektro-Bus. Das Team der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, das den Strukturwandel in der brandenburgischen Lausitz steuert, fand einen Förderweg, auf dem bis zu 80 Prozent dieser Mehrkosten für die Anschaffung bezahlt werden können. Der Bau der Tankstellen werde bis zu 90 Prozent gefördert.

Zur Umsetzung gehören auch die nötigen Fachkräfte, welche die Busse warten und reparieren können. Cottbusverkehr verfügt bereits über in Hochvolt-Technik ausgebildete Mitarbeiter, die nur noch gezielte Qualifizierungen für die H2-Technologie benötigen.

An der Industrie- und Handelskammer Cottbus startet außerdem ein bundesweit einmaliger Lehrgang zu Fachexperten für H2-Anwendungen.


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