Dany Dawid

Baumkuchen aus Cottbus

Cottbus. Seit dem Jahr 1819 wird in Cottbus der traditionelle Baumkuchen noch immer nach altem Rezept gebacken. Aber um »up to date« zu bleiben, hat sich in der Cottbuser Baumkuchenmanufaktur nun dennoch einiges geändert.

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Die Tradition wird fortgeführt. Sören Hajek (r.) hat die Geschäfte von seinem Vater Carsten Hajek (2.v.r..) übernommen.

Die Tradition wird fortgeführt. Sören Hajek (r.) hat die Geschäfte von seinem Vater Carsten Hajek (2.v.r..) übernommen.

Foto: Dany Dawid

In der Backstube in der Mühlenstraße 45 ist es am vergangenen Mittwoch gegen Mittag ganz schön warm. Denn hier wird gerade ein Teig, der u.a. Butter, Zucker, Eier und Mehl enthält, auf einer langen Walze gebacken. So entsteht der Baumkuchen, eine aus vielen Schichten nacheinander gebackener Teigmasse. Später wird er in verschieden große Ringe geschnitten und mit einem Überzug versehen. Bekannt und beliebt ist der Cottbuser Baumkuchen inzwischen weltweit. Carsten und Petra Hajek, die nach der Wende das Café Lauterbach übernahmen, ließen im Jahr 2006 auch die Tradition des Baumkuchens wiederaufleben und eröffneten die Cottbuser Baumkuchen Manufaktur. Gebacken wird nach Originalrezept der Gründerin Maria Groch aus dem Jahr 1819. Anlässlich der 200 Jahre Baumkuchentradition in Cottbus, entstand dazu im Jahr 2019 die Idee, Maria Groch mit der Umbenennung der Produktionsstätte in GROCH & ERBEN zu ehren. Erben steht hierbei für alle, die die Baumkuchentradition der Stadt Cottbus weiterführten. Seit Anfang des Jahres ist nun Sören Hajek für die Geschäfte verantwortlich. Denn die Eltern Carsten und Petra Hajek haben den Staffelstab an ihren Sohn übergeben und wollen sich fortan nur noch weiter um das Café Lauterbach kümmern.»Der Cottbuser Baumkuchen wird natürlich weiter nach dem Rezept von Maria Groch gebacken. Jedoch planen wir auch neue Produkte zu entwickeln. So bieten wir beispielsweise das gesamte Jahr über Baumkuchen an, u.a. einen Sommerbaum oder den Spreewald Baumkuchen, der aufgrund von Matcha an Heu erinnert. Und jetzt zur Weihnachtszeit wird es einen Zimt Baumkuchen geben«, berichtet Sören Hajek. Investiert wurde auch in schnellere Produktionsabläufe. So wurde umfangreich an- und umgebaut. Nun muss der Baumkuchen nicht mehr im unteren Geschoss gebacken und hochgehievt werden, um die Baumkuchen mit Schokolade zu überziehen und zu verpacken. Jetzt kann dies alles auf einer Ebene realisiert werden. Und das kommt dem Team gerade in der Weihnachtszeit zugute. Bereits in den Monaten Oktober und November startet jedes Jahr die Weihnachtsproduktion und die hat es auch aufgrund der Verkäufe übers Internet in sich. »Wir wollen den Onlineverkauf zwar noch weiter ausbauen, aber auch der Verkauf in den Geschäften soll angekurbelt werden«, erklärt Sören Hajek. Ebenso sind neue Kreationen in Planung. »Diese werden dann u.a. im Café Lauterbach angeboten und somit getestet, wie sie ankommen«, sagt Sören Hajek, der zudem das minimalistische skandinavische Design liebt, welches sich nun in den neuen schwarzen Verpackungen widerspiegelt. Und hier ist auch ein QR-Code aufgedruckt, mit dem dann die eigene Meinung zum jeweiligen Produkt abgegeben werden kann.


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