Michael Helbig

Andrea Nahles im Lausitzer Revier

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles besuchte am Mittwochnachmittag auf Einladung der Konzernbetriebs-Räte des Energiekonzerns LEAG das Betriebsräte-Gespräch im Bürgerhaus Kausche bei Drebkau. Dabei traf sie auch auf viele Plakate und Banner.
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Denn Azubis und Betriebsräte der LEAG machten mit einer Aktion auf dem Platz vor dem Bürgerhaus nochmals auf die Situation im Kontext der von der Bundesregierung eingesetzten Strukturkommission aufmerksam - insbesondere auf die Bedeutung der Braunkohle für die Bundesrepublik insgesamt und für die Lausitz im Besonderen. Mehr als 120 SPD-Mitglieder aus Cottbus, Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz warteten im Bürgerhaus Kausche darauf, was ihre Parteivorsitzende zur Zukunft ihrer Heimat zu sagen hat. Andrea Nahles war gewohnt locker. Keine Floskeln, sondern gerade heraus. „Hier soll ein Strukturwandel gelingen“, sagte sie. Wohl wissend, dass er in anderen Regionen nicht so gut gelungen ist. In der Lausitz solle das klappen. „Der Bund ist bereit, hier richtig zu investieren“, sagt sie. Die Idee: eine Modellregion mit speziellen Förderspielregeln. So hätten Unternehmen noch größeren Anreiz, in die Lausitz zu kommen – und womöglich nicht nach Osteuropa zu gehen. Das hörten die Lausitzer Genossen gerne. In der SPD sei es Chefsache, um gut bezahlte Industriearbeitsplätze zu kämpfen, sagte sie. In ihren fünf Stunden Lausitz habe sie viel gelernt, so Nahles. „Ich bin mit einem Schwarz-Weiß-Bild hergekommen und gehe mit einem Farbbild“, betonte sie. Die Probleme im Revier haben sie wohl während ihrer Gespräche mit der Lausitz-Runde und mit Gewerkschaftern erreicht.


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