Georg Zielonkowski

Alle Fakten zum Trainerbeben in Cottbus

Nach den zuletzt erfolglosen Auftritten mit vier Spielen ohne eigenen Torerfolg und drei Niederlagen am Stück hat der FC Energie Cottbus die Reißleine gezogen und Vasile Miriuta entlassen. Am selben Tag präsentierte man mit Pele Wollitz den Nachfolger. Eine Rückschau eines turbulenten Dienstages in der Fußball-Lausitz.
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Das neue Trainerteam des FCE soll den Abstieg verhindern (v. links): Sebastian Abt, Pele Wollitz, Frank Eulberg. Foto: gzi

Das neue Trainerteam des FCE soll den Abstieg verhindern (v. links): Sebastian Abt, Pele Wollitz, Frank Eulberg. Foto: gzi

Der neue Mann am Ruder des FCE ist mit Claus-Dieter (genannt "Pele") Wollitz ein alter Bekannter. Der 50-Jährige war bis zum Frühjahr 2011 für zweieinhalb Jahre bereits Coach des damaligen Zweitligisten in Cottbus. Er übernimmt die  Aufgabe für die letzten fünf Spiele der Saison 2015/2016. Unterstützung erfährt er vom U19-Coach des FCE, Sebastian Abt, der mit der A-Jugend in die Bundesliga aufgestiegen ist und der zudem im letzten Sommer das Deutsche Pokalfinale erreicht hatte. Einen eigenen Co-Trainer, mit dem er schon bei Viktoria Köln zusammen gearbeitet hatte,  brachte Wollitz mit Frank Eulberg in die Lausitz mit. Mit Claus-Dieter Wollitz verpflichtete der FC Energie einen Trainer, der die 3. Liga sehr gut kennt und eine Mannschaft schnell begeistern kann. Das zeigte der Fußballlehrer bereits bei seinem ersten Engagement in Cottbus von 2009 bis 2011, als er nach dem Abstieg aus der Bundesliga eine neue Euphorie entfachte und mit 65 erzielten Treffern in der Spielzeit 2010/2011 den Rekord des FC Energie im Profifußball verantwortete. Im Angriff mangelt es beim FC Energie wie nie zuvor, deshalb wird der neue Trainer wohl sein Hauptaugenmerk auf die Offensive legen, um aus den letzten fünf Spielen maximale Punkte zu holen. „Wir danken Pele Wollitz, dass er diese Aufgabe übernimmt und sich in prekärer Situation zur Verfügung stellt. Nach wie vor sind wir fest davon überzeugt, dass wir in der Liga bleiben“, erklärte Präsident Wolfgang Neubert am Rande der Inthronisierung des neuen Hoffnungsträgers. Der aus einem ganz besonderen Grund nach Cottbus zurückkehrte: "Hier kenne ich die Entscheidungsträger, viele Mitarbeiter, die meisten Spieler, die Bedingungen und brauche demzufolge keine Eingewöhnungszeit. Die haben wir nämlich nicht. Wichtig war es für mich, mit Sebastian Abt einen Trainer an die Seite zu bekommen, der die jungen Spieler bestens kennt. Und Frank Eulberg ist in der 3. Liga super vernetzt, scoutete für Holstein Kiel und war in dieser Saison schon acht Mal im Stadion der Freundschaft. Er weiß also um Stärken und Schwächen. Das ist sehr hilfreich, wir dürfen nämlich keine Experimente eingehen. Ich hatte zuvor zwei Anfragen aus der gleichen Liga. Eine elf Spieltage vor Schluss, eine neun. Beides habe ich abgesagt, weil ich mir nicht sicher war dort etwas bewirken zu können. Hier habe ich dieses Gefühl."


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