Verena Farrar

Präsent mit vielen Stärken und kleinen Schwächen

Großenhain. Sächsische Ehrenamtskarte immer noch mit leichten Startschwierigkeiten, aber sehr viel gutem Willen. Zwei Großenhainer testen...

Fast 300 Sächsische Ehrenamtskarten wurden seit dem Projektstart für Großenhain (2016) an verdienstvolle Ehrenamtler der Stadt ausgereicht. Trotz dieser Probezeit steckt die Ehrenamtskarte aber immer noch in den Kinderschuhen. Dass ihre Nutzung nicht immer ganz reibungslos klappt, haben auch Ursula Baar und Horst Wilhelm erfahren. Dennoch überwiegen für sie die Vorteile.

Die beiden Ehrenamtler aus dem Stadtteil Weßnitz fühlen sich geehrt. Von Stadtrat Kai-Michael Riepert wurden sie für die Ehrenamtskarte vorgeschlagen. Seit Jahren engagieren sich beide erst in unterschiedlichen Vereinen, dann jeweils auch im Verein des anderen. „Seit vielen Jahren setze ich mich mit den treuen Unterstützern des Verschönerungsvereins für die Sanierung und Erhaltung des Kupferbergturmes ein – heute sogar als Vereinsvorsitzender. Seit etwa acht Jahren bin ich aber auch als Pfarrer Kneipp gemeinsam mit Ursula im Kneippverein Riesa-Großenhain in Kindergärten und Schulen unterwegs“, erzählt Horst Wilhelm. Dazu hat ihn seine Lebensgefährtin Ursula Baar gebracht. Im Gegenzug unterstützt sie auch die Turmfans vom Kupferberg. Für beide ist die ehrenamtliche Arbeit stets eine Bereicherung ge- wesen und damit die Auszeichnungen zum Tag des Eh- renamtes und die Sächsische Ehrenamtskarte ein zusätzlicher Bonus.

Doch als sie diesen im Armeemuseum Dresden oder im Fasanenschlösschen Moritzburg einlösen wollten gab es Probleme: Die eine Einrichtung war noch kein Kooperationspartner und bei der anderen waren sie schlichtweg am falschen Tag vor Ort. Da ist noch viel Luft nach oben. Aber die Etablierung der Karte läuft ja auch noch. Mehr Glück hatten die beiden direkt in ihrer Heimat. „In Großenhain konnten wir die Vergünstigungen der Karte bereits im Museum und im Kulturschloss nutzen“, erinnert sich Ursula Baar. Auch der nächste Kinobesuch zum „Fluch der Karibik“ sei bereits fest geplant. Allgemein verkörpern alle Karteninhaber die ganze Bandbreite ehrenamtlichen Engagements in der Stadt und den Ortsteilen. Vertreten sind langjährige Vereinsmitglieder ebenso wie Menschen, die sich außerhalb von Vereinen engagieren. So kümmern sich Karteninhaber beispielsweise um die Betreuung von Blutspendern, die verlässlichen Öffnungszeiten von Kirchen und kirchliche Angebote, sind ehrenamtliche Rettungsschwimmer oder Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, widmen sich der Heimatpflege und historischen Forschung sowie dem Umwelt- und Naturschutz, organisieren Seniorennachmittage oder begleiten Ältere und Kranke.

Die Sächsische Ehrenamtskarte würdigt dieses breite Spektrum bürgerschaftlichen Engagements und bietet durch die Mitwirkung zahlreicher Kooperationspartner Vergünstigungen an, zum Beispiel durch Ermäßigungen bis hin zu freiem Eintritt in Schwimmbäder, Schlösser und Museen. In Großenhain unterstützen das NaturErlebnisBad, das Kulturschloss, die Filmgalerie „Am Frauenmarkt“, der Verkaufsladen der Diakonie Riesa-Großenhain gGmbH sowie das Kirchspiel Großenhainer Land als Kooperationspartner die Aktion. Anträge für die Sächsische Ehrenamtskarte erhalten Interessierte auf der Internetseite der Stadt in der Rubrik „Kultur und Freizeit – Vereine und Ehrenamt“ und als Formular in der Großenhain-Information im Rathaus. 

 

 

Wer macht mit?

Diese Städte beteiligen sich im Kreis an der Ehrenamtsaktion. Sie nehmen Anträge auf Ausstellung der Sächsischen Ehrenamtskarte entgegen und vergeben die aktuelle Karte an ihre Ehrenamtlichen.

Coswig

Gröditz

Großenhain

Meißen

Moritzburg

Radebeul

Radeburg

Riesa

Weinböhla

Zeithain

Infos unter www.ehrenamt.sachsen.de/kooperationspartner.html

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Impressionen vom 10. Foucault Advents Dance Cup

Hoyerswerda. Es waren genau 20 Tanzgruppen, die vor 10 Jahren beim 1. Foucault Advents Dance Cup um Preise und Pokale kämpften. Und niemand wusste, ob sich diese Veranstaltung wirklich etablieren würde. Am 9. Dezember, also vor wenigen Tagen, wurde nun Geschichte geschrieben: Zur zehnten. Auflage des Turniers konnten in der Sporthalle des BSZ 50 Gruppen mit über 550 Tänzern begrüßt werden. Damit avancierte der Foucault Advents Dance Cup zum größten Dance Contest unserer Region.„Das war wieder eine Veranstaltung auf sehr hohem Niveau“, sagt Stefan Kaiser, Abteilungsleiter Tanzen im Sportclub Hoyerswerda über den 10. Foucault Advents Dance Cup am Samstag. „Erst mal freuen wir uns natürlich, dass wieder Gruppen aus Hoyerswerda auf dem Treppchen standen. So ertanzten sich die „Fresh TLs“ in der Kategorie „Kids-Groups“ einen 1. Platz und auch bei den Erwachsenen gab es mehrmals Grund für exzessiven Applaus. Denn in der Kategorie „Adults Solo“ und „Adults Groups“ setzten Tänzer aus Hoywoy neue Maßstäbe. „Es war beeindruckend, wie begeistert die Zuschauer die Auftritte verfolgten. Applaus gab es dabei nicht nur für die eigenen Favoriten, sondern auch für die Kontrahenten. Das zeigt den enormen Sportsgeist bei diesem Event“, sagte Kaiser.So unterschiedlich die Gruppen, Duos und Solisten, so verschieden waren auch ihre Beweggründe an diesem Turnier teilzunehmen. Teilweise kamen Gruppen nur mit dem Ziel Erfahrungen zu sammeln. Da ging es nicht um den Sieg oder vordere Plätze. Einzig präsent zu sein und vor einem großen Publikum aufzutreten war deren Ansinnen. Erleichternd für diese Gruppen, die meist in kleinen Vereinen oder der Schule trainieren, ist natürlich auch der Vorteil, dass beim Foucault Advents Dance Cup keine Startgelder erhoben werden. Diese Veranstaltung wird ausschließlich durch Sponsoren, Eintrittsgelder und den Verkauf von Speisen und Getränken vor Ort finanziert. „An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal einen ganz herzlichen dank an alle Unterstützer richten“, so Stefan Kaiser. Ohne die Mitglieder vom Tanzverein, die vielen Organisatoren und Helfer aus dem Foucault-Gymnasium oder von Unternehmen wie den WochenKurier, die uns die Pokale und Urkunden zur Verfügung stellen, wäre ein Dance-Cup in dieser Dimension nicht denkbar.So lässt sich laut Stefan Kaiser resümieren: „Das war ein rundum gelungenes Turnier. Dennoch wird es im nächsten Jahr eine Neuerung geben: Zukünftig sollen die Solo- und Dou-Auftritte der Kids extra gewertet werden. Damit versuchen wir uns den Gegebenheiten anzupassen und den Entwicklungsstand der Tänzerinnen und Tänzer zu berücksichtigen“, so Kaiser.Es waren genau 20 Tanzgruppen, die vor 10 Jahren beim 1. Foucault Advents Dance Cup um Preise und Pokale kämpften. Und niemand wusste, ob sich diese Veranstaltung wirklich etablieren würde. Am 9. Dezember, also vor wenigen Tagen, wurde nun Geschichte…

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Gesucht: 100 Eisköniginnen

Riesa. Der WIR-Verein, in dem die Händler der Innenstadt organisiert sind, stellt sich auch in diesem Jahr am verkaufsoffenen Sonntag am 17. Dezember, der großen Stadtwette. In diesem Jahr lautet das Motto: Riesa – völlig unverfroren. Die Bäckerei Brade wettet gegen den WIR e.V., dass WIR es NICHT schaffen kann, am 17. Dezember, um 15 Uhr, mindestens 100 Kinder in einem Kostüm oder mit einem Accessoire des Films „Die Eiskönigin – völlig unverfroren“ auf der Hauptstraße vor der Riesa-Information zu versammeln. Gemeinsam sollen dann alle mit der Sängerin Sophia Venus den Titelsong des Filmes singen. »Schaffen WIR dies doch, wird die Bäckerei Brade für jedes mitsingende Kind 2 Euro an den Kinderschutzbund Riesa spenden«, erklärt Mitorganisator Andree Schittko. Nach dem gemeinsamen Singen werden die teilnehmenden Kinder vom Filmpalast Riesa eingeladen, den Kurzfilm »Olaf taut auf« und »Coco« anzuschauen. Der WIR e.V. wird gegen 16 Uhr wieder die beliebte Versteigerung der Weihnachtsgeschenke durchführen. Begleitend wird es einen Kinderpunsch- und Glühweinverkauf geben. Der gesamte Gewinn aus der Weihnachts-Auktion und des Glühweinverkaufes fließt ebenfalls als Spende an den Kinderschutzbund Riesa.  Termine: Treff zur Stadtwette am 17. Dezember, 15 Uhr, vor der Riesa-Information. Teilnahme für Kinder: Kostüm oder Accessoire der »Eiskönigin« dann Kinoprogramm n ab etwa 16 Uhr: Versteigerung der Weihnachtspräsente der InnenstadthändlerDer WIR-Verein, in dem die Händler der Innenstadt organisiert sind, stellt sich auch in diesem Jahr am verkaufsoffenen Sonntag am 17. Dezember, der großen Stadtwette. In diesem Jahr lautet das Motto: Riesa – völlig unverfroren. Die Bäckerei Brade…

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