Verena Farrar

Neue - jetzt höhere - Nicolaibrücke ist da

Meißen. Die Stadt investiert mit neuem Steg weiter in den Hochwasserschutz für die Innenstadt.

Die bereits in der vergangenen Woche begonnenen Arbeiten an der Nicolaibrücke gehen gut voran. So konnte am 13. Juli die Brückenkonstruktion mithilfe eines Kranes in sechs Stunden von ihrem ehemaligen Standort abtransportiert werden. Vor wenigen Tagen wurde die neue Brücke eingebaut.

Ziel der Arbeiten ist es, das Hochwasserschutzniveau Q 100 zu erreichen und die Durchfahrtshöhe für die Gewässerunterhaltung zu gewährleisten. Dafür muss die Nicolaibrücke um ganze 50 cm angehoben werden. Der Nicolaisteg wird, nachdem das neue Brückenteil seinen Bestimmungsort erreicht hat, über entsprechende Rampen an die Brücke angeschlossen, so dass diese weiterhin barrierefrei nutzbar ist. Neben der Brücke und den entsprechenden Versorgungsleitungen, die die Brücke bisher schon zur Triebischüberquerung nutzen, muss auch eine Fernwärmetrasse angehoben werden. Aus dem Grund werden die Hauptträger der neuen Brückenkonstruktion aus zwei Tragrohren mit einem Durchmesser von ca. 60 cm gebildet (Foto), in die die Fernwärmerohre später eingeschoben werden. Die Brückenkonstruktion besteht vollständig aus Stahl und wird durch die Firma Stahl- und Maschinenbau Graf in Meißen vorgefertigt. Nach Erhöhung der Widerlager wird die Brücke mithilfe eines Kranes vor Ort montiert. Die Brücke ist 15 m lang und zwischen den Tragrohren 2,70 m breit. Sie ist nur für den Fußgänger und Radverkehr vorgesehen, kann im Havariefall aber auch zeitweise von Fahrzeugen befahren werden.

Den Gesamtauftrag hat die Fa. Backer-Bau aus Hainichen zum Angebotspreis von 380.000 Euro erhalten. Die komplette Fertigstellung ist bis Ende September geplant.

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