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Eggerts Ostwind: Staatsbürgerliches

Vielleicht geht es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ähnlich. Ich jedenfalls habe das Gefühl, in den Tagen nach der Bundestags-Wahl mehr darüber informiert worden zu sein als zuvor, was die von uns gewählten oder nicht gewählten Personen und Parteien wollen, worüber sie sich mit der Konkurrenz irgendwie verständigen könnten, vor allem aber, wo sie ihre „roten Linien“ gezogen haben.

Auffällig: Grüne und FDP verwenden darauf besonders viel Energie - wohl, um in Gesprächen über die Regierungsbildung an Gewicht zuzulegen. Oder aber, um vorab Gründe für ein Scheitern solcher Gespräche in Nachbars Garten zu deponieren. Einig sind sich die beiden immerhin in ihrer Enttäuschung über die SPD. Schon am Wahlabend redeten sich Grüne und Liberale vor Mikrofonen und Kameras in Rage, weil die Sozis nach der ersten Hochrechnung ein deutliches Wort zu ihrer Zukunft geäußert, also klar gemacht hatten, in den kommenden Jahren nicht auf der Regierungsbank, sondern auf den harten Stühlen der Opposition sitzen zu wollen. Eine angesichts der trüben SPD-Wahlbilanz nachvollziehbare Reaktion. Die aber weder Grüne noch Liberale nachvollziehen können.
Denen fällt auf, dass sich die ehemals große Volkspartei SPD damit aus der staatsbürgerlichen Verpflichtung stehlen würde, das Gemeinwohl über Parteiinteressen zu stellen. Weshalb die Kanzlerin hoffen darf, am Ende doch eine Regierung in Farben Schwarz, Gelb und Grün zusammen zu bekommen. Des Gemeinwohls wegen.

Ihr Hans Eggert

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Ultraläufer werben für Hundestaffel und den Europamarathon

Görlitz. Der in Görlitz geborene Hartmut Kohn wird von Freitag bis Sonntag den Ultralauf 6.0 absolvieren. 185,2 Kilometer will er von Dresden nach Görlitz, Zgorzelec und rund um den Berzdorfer See zurücklegen. Mit dabei sind Lauffreunde aus Dresden und unter anderen die Görlitzer Läuferin Franziska Kranich. Vor dem Lauf hat Hartmut Kohn die beiden Stadtoberhäupter von Görlitz und Zgorzelec für das Projekt begeistern können. Oberbürgermeister Siegfried Deinege und Bürgermeister Rafal Gronicz sind Schirmherren für den Lauf – und feuern die Läufer am Sonntagmorgen, 7 Uhr, auf der Altstadtbrücke an. Für OB Deinege passt die Aktion gut in das 20. Jubiläumsjahr der deutsch-polnischen Proklamation zur gemeinsamen Zusammenarbeit von Görlitz und Zgozelec. „Ich wünsche den Läufern die nötige Ausdauer, gutes Wetter und viele Zuschauer“, so OB Deinege. Auf den Sonntagtermin der Stadtoberhäupter auf der Altstadtbrücke freut sich der Görlitzer OB ebenfalls: „Ich werde mit meinem Amtskollegen Gronicz die Läufer anfeuern.“ Hartmut Kohn erklärt: „Mit dem Ultralauf möchte ich Werbung für Görlitz und den Europamarathon machen.“ In diesem Jahr kommt noch ein wichtiger Punkt hinzu. „Ich möchte für den neuen Transportbus der Rettungshundestaffel Dresden sammeln. Die kommt auch in Görlitz zum Einsatz.“ Diese Rettungshundestaffel hat drei geprüfte Hunde, mehrere Anwärterhunde und wird sachsenweit durch die Polizei beauftragt. „Mit allen anderen Staffeln zusammen sind 2017 über 25 Einsätze abgearbeitet worden, bei denen vermisste Personen gesucht wurden“, sagt Sebastian Wagner, Kreisbereitschaftsleiter der Dresdner Staffel. Es gibt aber ein Problem: Für den Einsatz wird ein neues DRK-Einsatzfahrzeug benötigt. Das derzeitige weist einige technische Mängel sowie fehlende Eigenschaften wie Standheizung für die Suche von Personen bei widrigen Witterungsumständen auf. Infos zu Spendenaktion: https://www.99funken.de/drk-dd-rettungshundebusDer in Görlitz geborene Hartmut Kohn wird von Freitag bis Sonntag den Ultralauf 6.0 absolvieren. 185,2 Kilometer will er von Dresden nach Görlitz, Zgorzelec und rund um den Berzdorfer See zurücklegen. Mit dabei sind Lauffreunde aus Dresden und unter…

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