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Tablets raus – Klassenarbeit!

Nossen. Die Schülerinnen und Schüler am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Nossen gehören zu den ersten in Sachsen, die im Unterricht moderne Tablets benutzen dürfen. Der Vertrauensvorschuss in der Angelegenheit ist groß, die Anwendungsmöglichkeiten sind es auch.

Eine schicke Turnhalle, ein modernes Schulgebäude, freundliche Unterrichtsräume und nun der Knaller – Tablets im Unterricht! Insgesamt 60 dieser kleinen digitalen Dinger hat der Landkreis seinem Gymnasium spendiert, inklusive einem ordentlichen WLAN-Netz. „60.000 Euro hat die Investition unter dem Strich gekostet“, sagt Gerhard Rose vom Dezernat für Arbeit und Bildung und hofft inständig, dass die Schüler damit keinen Unfug treiben.  

Einsatzgebiete

Geplant ist der Tablet-Einsatz in vielen Fächern, darunter Chemie, Physik, Biologie und Gemeinschaftskunde. „Wir stehen natürlich noch ganz am Anfang und werden viele Dinge erst noch lernen müssen“, sagt Schulleiter Karsten Zeibig. Erste Erfahrungen konnten Schüler und Lehrer allerdings schon sammeln. So sollte im Gemeinschaftsunterricht der elften Klasse die Außenpolitik der EU beleuchtet werden und zwar die aktuelle. „Durch den Einsatz der Tablets war es möglich, dass alle an einem Dokument mitgearbeitet haben und sämtliche Informationen am Ende für jeden auch zur Verfügung standen“, erklärt Johannes Piontek, pädagogischer IT-Koordinator der Schule. Auch die Angebote des Portals „LernSax“, eine Art soziales Netzwerk für Schulen, und der Zentrale für Politische Bildung seien künftig besser nutzbar. Im künstlerischen Profilunterricht helfen die Tablets dabei, die kreativen Ideen der Jungs und Mädchen mit Hilfe einer speziellen Programmierumgebung in kleine Spiele umzusetzen.

Schüler begeistert

Schülerin Josefine ist von den Tablets jedenfalls begeistert. „Der Rechner gehört für fast alle von uns zum Alltag. Warum also nicht auch in der Schule“, fragt sie. Die mobilen Geräte seien zudem auch verfügbar, wenn das Computerkabinett gerade belegt ist. Dass auch Arbeitsblätter zentral hinterlegt sind, spare nebenbei noch Druckkosten und Papier. Mit Blick auf die denkbare Zweckentfremdung der mobilen Computer kann der Schulleiter die Gemüter etwas beruhigen. „Wir vertrauen dabei auf die Vernunft unserer Schülerinnen und Schüler. Unser Computerkabinett ist bisher auch den ganzen Tag zugänglich gewesen und es ist nie etwas passiert“, so Zeibig.  Allerdings hat der digitale Fortschritt auf dem Seminarweg auch seine Grenzen. „Wir können leider nicht jedem den Zugang zum Internet gewährleisten. Dafür ist die Netz-Anbindung der Schule einfach zu schwach“, so Piontek.  Profitieren von der Anschaffung werden aber alle Jahrgangsstufen.
Am 30. Januar gibt es am Geschwister-Scholl-Gymnasium einen Tag der offenen Tür. Besucher sind in der Zeit von 10 bis 13 Uhr dazu herzlich eingeladen!
                A. Schramm

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Eggerts Ostwind – Wahl-Sinn

Sachsen. Es gehört ins Fach der heutzutage gern produzierten Fotofälschungen, dass die verflossene SED ihren XI. Parteitag einst mit dem Spruch „Für ein Land, in dem wir gut und gerne leben" gelobt habe. Damit ist klar: Der Text des aktuellen CDU-Plakates „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben" stammt nicht, wie der mecklenburgische AfD-Chef Leif-Eric Holm erkannt haben wollte, aus der DDR-Werbekiste. Ob das den Slogan besser macht, sei dahin gestellt. Auf alle Fälle sorgte der Mann mit seiner fälschlichen Behauptung für Misstrauen in AfD-Entäußerungen generell. Und er provozierte Aufmerksamkeit für die gängige Wahlwerbung, der ansonsten wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Und deren Erkenntnisgehalt bei null liegt. Oder wie ergeht es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie sich in diesen Tagen vor der Bundestagswahl tatsächlich einmal durch den Sprüchewald quälen? Wem schreiben Sie beispielsweise den Ruf „Es geht um unser Land!" zu? Der FDP, der AfD, der SPD, den Linken, den Grünen? FDP wäre richtig. Die SPD variiert die nationale Karte mit „Zum Land der Dichter und Denker passt eine Politik, die in Ideen investiert", die AfD mit „Mut zu Deutschland!", während ein Spitzen-Linker versichert: „Mit Armut in unserem reichen Land werde ich mich nicht abfinden". Allein die Grünen haben es nicht so mit dem Deutsch-Nationalen. Sie murmeln etwas „Von weniger Europa hat keiner mehr!" Da wissen wir dann, wo es lang geht. Nach der Wahl. Ihr Hans EggertEs gehört ins Fach der heutzutage gern produzierten Fotofälschungen, dass die verflossene SED ihren XI. Parteitag einst mit dem Spruch „Für ein Land, in dem wir gut und gerne leben" gelobt habe. Damit ist klar: Der Text des aktuellen CDU-Plakates…

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