Verena Farrar

Die letzte Hoffnung

Meißen. Die Ungewissheit: Fährt er oder fährt er nicht? Und wenn er fährt – öffnen sich beim Ausstieg auf dem Domplatz auch vorschriftsmäßig die Türen? Das soll jetzt bald für immer vorbei sein! Der Panoramaaufzug bekommt sein technisches Facelift und funktioniert dann fehlerfrei...

So ist jedenfalls die feste Überzeugung und sicher auch die letzte Hoffnung der meisten Stadträte. Sie haben in einer ihrer letzten Sitzungen im alten Jahr dem erneuten Umbau des Fahrstuhls zum Meißner Domplatz zugestimmt (wir berichteten).

Jetzt soll für etwa 90?000 Euro die störanfällige Technik verändert werden. Umbau des Aufzuges startet im März Bereits im Februar 2017 hatte sich der Meißner Stadtrat dafür ausgesprochen, Umbauarbeiten am Aufzug Burgberg vorzunehmen, um die Betriebssicherheit dauerhaft zu steigern. Am Jahresende wurde dafür das Geld freigegeben. Dieser Umbau wird nun in Angriff genommen. Nach umfassenden Planungen und Abstimmungen mit den Denkmalbehörden präsentierte der Meißner Architekt Dr. Knut Hauswald im November eine Lösung.

Die Stadträte entschieden sich mehrheitlich für die Variante, mit der künftig Störungen vermieden werden können und gaben die Mittel zur Finanzierung des Umbaus frei. Als wichtigste Änderung wird die fehleranfällige Drehtür an der Bergstation durch eine Schiebetür ersetzt, die in einer Art Edelstahlschutzhülle eingebracht ist. Die witterungsempfindliche Steuerungselektronik wird erneuert und wandert von der Türschwelle in den oberen Bereich der Tür. Für den Umbau muss das Portal in der Burgmauer etwas verbreitert werden, links und rechts fallen jeweils 50 cm der Zinne weg – eine Lösung, der im September auch das Landesamt für Denkmalpflege zustimmte. Wie belastbar die neuen Umbauten sind wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Auf jeden Fall soll es wohl die letzte große Investition in den Aufzug sein, das machten die Stadträte zur Bedingung für die erneute Zahlung der Reparatur. Umgesetzt werden sollten die Arbeiten ursprünglich im Januar und Februar 2018, da in diesen Monaten der Aufzug statistisch weniger genutzt wird. Nun verschiebt sich der Start der Baumaßnahme um einige Wochen, nachdem die Forderungen aller Beteiligten in die Planungen eingearbeitet wurden. So erfordert unter anderem die notwendige Sonderanfertigung der Schachttür aus spezialbeschichtetem Edelstahl mehr Zeit als bislang vorgesehen. Ein Teil der Arbeiten wird in der zweiten Märzhälfte realisiert.

Während der Osterfeiertage wird der Aufzug aber zwischenzeitlich wieder in Betrieb gesetzt, ehe Anfang April dann die Hauptarbeiten beginnen. Unter Berücksichtigung aller Gewerke sollen die Umbauarbeiten vor dem Pfingstfest abgeschlossen sein.

Info

In der Winterzeit, bis zum Beginn der Baumaßnahme Mitte März, bleibt der Aufzug zunächst weiter gemäß den aktuell gültigen Betriebsvorgaben von 8 bis 17.30 Uhr in Betrieb, sofern die Witterung dies zulässt.

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