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Projekt „Wir geben Gas!“ abgeschlossen

Görlitz. Im Rahmen des deutsch-tschechischen Projektes „Wir geben Gas!“ konnten in diesem Jahr von Mai bis Juli insgesamt 81 Teilnehmerinnen / Teilnehmer kostenlos mehr zum Thema „sicheres Fahren mit dem Motorrad in der Grenzregion“ erfahren.

An sieben Projekttagen wurden acht Gruppen auf dem Görlitzer Fahrsicherheitszentrum Car-Pro-Drom mit dem eigenen Motorrad und auf gestellten Trainingsmaschinen vom Team der Car-Pro Akademie in deutscher und tschechischer Sprache trainiert. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von dem tschechischen Partner „Bezpecne na silnicích o.p.s.“ und dem deutschen Partner, der „Mission Zero Projekt gemeinnützigen GmbH“. Beide Organisationen arbeiten schon seit Jahren auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit zusammen und haben bereits erfolgreich Projekte zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in den Landkreisen Görlitz und Liberec durchgeführt. Weitere Projekte sind bereits in Vorbereitung. Dann soll beispielsweise auch die Hochschule Zittau/Görlitz am Projekt beteiligt werden. „Einer Fördermittelzusage dafür sehen wir im Dezember 2017 entgegen“ heißt es dazu in einer Mitteilung von Mission Zero.

Die Teilnehmer konnten an den Tagen nicht nur das sichere Steuern der eigenen Maschine erlernen. Sie lernten außerdem, wie sich beispielsweise unterschiedliche Geschwindigkeiten auf die Länge der Reaktions- und Bremswege auswirken und welch entscheidende Rolle das ABS bei Gefahrenbremsungen gerade beim Motorrad spielt. Mit speziell umgebauten Motorrädern (mit Stützflügeln) war es den Teilnehmer unabhängig von ihren Eingangsleistungen möglich zu erfahren, wie wichtig das bewusste Steuern der Maschine in Schräglage ist und welche Korrekturmöglichkeiten den Fahrern bei falsch eingeschätzten Kurven bleiben. Die Teilnehmer wurden auszugsweise ebenso über wichtige Unterschiede bei den teils immer noch verschiedenen Verkehrsregeln beider Staaten informiert und erhielten zum Abschluss eine eigens für das Projekt angefertigte Tourenkarte mit interessanten Ausflugszielen, um zu Ausfahrten beiderseits der Grenze animiert zu werden.

Gerne möchten wir auch weiteren, aktiven Akteuren der Verkehrssicherheit, wie z. B. Fahrschulen, Institutionen, Beauftragte für Arbeitssicherheit etc., die im Projekt gewonnen Ergebnisse zur Verfügung stellen, um zu informieren und anzuregen.

Das Projekt „Wir geben Gas!“ wurde aus Fördermitteln der Europäischen Union, der Euro-Region Neiße und „Hallo Nachbar“ finanziert. In der Mission-Zero-Mitteilung heißt es weiter: „Wir haben uns als Organisatoren über die jederzeit einwandfreie Unterstützung der Euroregion und der Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz und das aufgeschlossene Verhalten der Teilnehmer aus beiden Nationen gefreut. Das Team um Jan Polák („Bezpecne na silnicích o.p.s.“) und die Verantwortlichen der Mission Zero Projekt gGmbH  möchten sich auf diesem Wege bei allen bedanken, die zu einem Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben.“

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Merci wohin das Auge reicht

Pirna. Ein herrenlose Koffer war im wahrsten Sinne des Wortes eine Kalorienbombe - Bombenalarm wegen einem herrenlosen Trolley auf dem Bahnhof Pirna, Reisende mussten am 20. April Behinderungen und Einschränkungen im Bahnverkehr in Kauf nehmen: Gegen 12.10 Uhr hatte eine Streife der Bundespolizei auf dem Bahnhof Pirna eine herrenlose dunkelgraue große Rollenreisetasche der Marke 4You entdeckt. Sie stand einsam und verlassen hinter dem Bahnhofsgebäude - zwischen Bahnsteig 3 und 4 an der Wand. Wegen dem „verdächtigen Gegenstand“ ließ die Bundespolizei den möglichen Besitzer auf den Bahnhöfen, Dresden, Pirna und Bad Schandau ausrufen. Als sich daraufhin niemand meldete, riegelte die Polizei sicherheitshalber den Fundort ab. Es galt zu klären, ob der Reisekoffer eine Gefahr darstellt. „Sicherheit geht vor“, erklärte der Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Andreas Herbig.   Der Bahnhof mit seinen angrenzenden Bahnsteigen 3  und 4  wurden geräumt. Wegen des Polizeieinsatzes stellte die Bahn 12.45 Uhr den Zugverkehr auf der internationalen Bahnstrecke zwischen Dresden und Bad Schandau/Prag ein. S-Bahnen aus Richtung Dresden fuhren nur noch bis nach Heidenau bzw. ab Heidenau. Drei Busse verkehrten zusätzlich als Notverkehr zwischen Heidenau und Bad Schandau, wobei Züge in Richtung Bad Schandau ohnehin aufgrund von Bauarbeiten im Elbtal gegenwärtig stündlich im Schienenersatzverkehr unterwegs sind. Kurz nach 13.30 Uhr traf der Entschärfungsdienst der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit (MKÜ) ein. Vorsichtig näherten sich die Beamten dem verdächtigen Gepäckstück  und untersuchten es. 14.06 Uhr gaben sie Entwarnung. Die Tasche entpuppte sich als Kalorienbombe. „Nichts Gefährliches“, sagte der Einsatzleiter. Fünf Minuten später wurde der Sperrbereich wieder aufgehoben. 14.11 Uhr rollte der Zugverkehr wieder an. Bis dahin waren acht Züge – darunter sechs S-Bahnen und zwei Eurocity (einer musste in Dresden stoppen, der andere in Bad Schandau) – auf der Hauptstrecke betroffen. Denn der Inhalt ist nahezu zweifelsfrei Diebesgut. In eine große Menge Schokolade sowie Kosmetik trat darin zum Vorschein. In der prallen Sonne fanden die Beamten insgesamt 58 große und kleine Merci Schokoladentafeln, 58 Schokoladen Tafeln Excellence Lindt,  Schokolinsen, Bonbons,  TicTac Lutschdragées sowie sieben Deosprays, zwei 3er Pack Socken, eine blaue Strickjacke, ein Paar Sony-Kopfhörer, eine Prepaid-Karte (T-Com) und ein großer blauer Plastikbeutel. „Wir gehen nach unserer polizeilichen Erfahrung von Diebesgut aus, das aus Angst vor einer Kontrolle zurückgelassen wurde“, heißt es aus Ermittlerkreisen. Um den Besitzer zu finden, befassen sich jetzt Kriminaltechniker mit dem Kofferinhalt und hoffen auf verwertbare Fingerabdrücke und DNA-Spuren. Die Ermittler der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel wollen nicht nur den Besitzer herausfinden, sondern auch woher das mutmaßliche Diebesgut stammt. (df) Ein herrenlose Koffer war im wahrsten Sinne des Wortes eine Kalorienbombe - Bombenalarm wegen einem herrenlosen Trolley auf dem Bahnhof Pirna, Reisende mussten am 20. April Behinderungen und Einschränkungen im Bahnverkehr in Kauf nehmen: Gegen 12.10…

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