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Zimmis Einwurf – Rückfall in die Steinzeit

Dresden. Ach, was haben wir gelacht. Über Armeefilme und die Blödheit der Streiche darin. Wer selbst mal bei dem Haufen dienen musste, und das mit Einberufungsbefehl, dem verging ganz schnell das Lachen. Jetzt haben wir den Bundeswehr-Skandal, Bilder vom verstorbenen Altkanzler Schmidt in Uniform werden auf Befehl der Verteidigungsministerin abgehängt.

Und die Bilder im Kopf der selbst ernannten Dynamo Dresden Armee bekommen die meisten nicht mehr los. Im Gegenteil. Sie wurden von den Machern dieser Aktion erst einmal hochgeladen, um Anerkennung zu finden. Denn nur darum geht es. Und wenn dann darüber berichtet wird, ist der Aufschrei groß.

Was steht als Begrüßung aller nach Dresden einfahrenden Gäste an der Autobahnbrücke auf der A4? Dynamo ist ein wildes, unbezähmbares Tier. Nein, das hat nicht der Verein an das Mauerwerk gepinselt, das waren vielleicht zwei drei der angeblich besten Fans der Welt. Als die bezeichnen sich die Anhänger des schwarz-gelben Klubs sehr gern. Es ist auch unglaublich, was sie alles schon Positives geleistet haben. Denken wir an das Geldsammeln, um Dynamos Schulden abzubauen oder um der Familie des Idols Reinhard Häfner zu helfen. Denken wir aber auch an das lila Schwein, das durch das Stadion schwebte und Lachsalven produzierte. Aues Boss Leonhardt fragte sogar nach dem Preis des Objektes, um es persönlich zu erwerben. Denken wir an die Vollverkleidung des eigenen Stadions mit der Riesenfahne.

Aber das Ding am Sonntag in Karlsruhe, das war ein Rückfall in die Steinzeit. Man mag ja über die Herren in Frankfurt schon viel nachgedacht haben, aber dem DFB den Krieg zu erklären geht gar nicht. Und nun ist wieder einmal das Gejammer riesengroß, dass darüber berichtet wird. Und dass es eine saftige Strafe geben wird. Glückwunsch!

Ihr Gert Zimmermann

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